Dispersionsfarbe | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Farbe

Dispersionsfarbe

Die Eimer sind meistens weiß, haben einen farbigen Deckel und eine Vielzahl von Versprechen auf den Etiketten. Aber wie erkennt man eine qualitativ hochwertige Dispersionsfarbe im Baumarkt zuverlässig? Hier steht es. Alles was Sie über Innenraumfarben wissen müssen – in fünf Minuten!

 
Dispersionsfarbe - weiße Ware © Chris Lambertsen
Dispersionsfarbe - weiße Ware

Die Farbe ist Weiß. Wirklich?

Farbnuancen sind von keiner Norm erfasst. Titandioxid macht die Farbe weiß, ist aber auch teuer. Nur ein Vergleich auf der Wand gibt Ihnen Gewissheit, dass die Farbe auch Ihren Wünschen enstpricht. Königsweg: Wandtest mit Farbprobe.

Der Preis:

Bei Farbe ist es wie bei (fast) allen Dingen im Leben: Der Preis ist ein Indikator für Qualität. Gute Markenprodukte gibt es selten unter 30 Euro/10 l. Unter 20 Euro haben sie entweder ein Supersonderangebot, oder Sie müssen Qualitätsabstriche machen.

Die Größe des Eimers:

Alle Farbeimer sind (Blei-)schwer, wiegen mindestens 15 kg. Schauen Sie aber trotzdem genau auf die Gebindegröße! Industriestandard sind 10 l; es gibt aber auch 12, 12,5 und 15 l große Eimer. Wichtig für die Kalkulation!

Wie viel kaufen?

Als Faustregel gilt ganz grob: ein Eimer pro Zimmer. Bei einer Ergiebigkeit von durchschnittlich 7 qm/l Farbe schaffen Sie zwischen 70 und 80 qm mit einem Eimer. Bei einem einmaligen Farbauftrag.

Ergiebigkeit laut Etikett:

Lesen Sie die Angaben ganz genau! Zu jedem Flächenversprechen („Reicht für 100 Quadratmeter!“) gehört eine Angabe über die Ergiebigkeit eines Liters Farbe. 7 qm pro Liter sind Standard. Passen die beiden Werte zusammen?

Die Eurpoanorm EN 13300:

Der ehrenwerte Versuch der Normausschüsse, etwas Ordnung in die „Prosa“ auf den Etiketten der Farbeimer zu bringen. Die EN 13 300 ist Hintergrund der Klasseneinteilung für Deckkraft und Abriebfestigkeit.

Abriebfestigkeit:

Nach EN 13 300 in fünf Klassen. Beschreibt, wie gut Fettfinger oder Schuhsohlenstriche im Nachhinein abgewischt werden können. Eins ist die stabilste Farbe. Seidenglanz hat grundsätzlich mehr Abriebfestigkeit als matte Farben.

Haltbarkeit:

Farbe ist wie Joghurt – nicht unbegrenzt haltbar. Einige Hersteller nennen Mindesthaltbarkeitsdaten (meist zwei Jahre). In der Praxis halten geschlossene Eimer bis zu fünf Jahre, einmal geöffnete maximal 12 Monate. Wenn möglich, den wiederverschlossenen Eimer auf dem Kopf abstellen. Verdorbene Farbe stinkt infernalisch!

Deckkraft:

Wird nach EN 13 300 in fünf Qualitätsstufen angegeben. Klasse eins ist dabei die beste. Grundsätzlich sollten Sie versuchen, möglichst nur mit Deckkraft eins oder zwei zu arbeiten. Bei höheren Klassen müssen Sie häufiger streichen.

Wie oft muss man streichen?

Moderne Qualitätsprodukte sind so eingestellt, dass sie bei einem Farbauftrag streifenfrei decken. Aber: Leicht grau oder gelb getönte Farbe deckt besser als reinweiße.

Artikel aus selber machen Ausgabe 01/2014. Jetzt abonnieren!
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