Bewässerungscomputer im Test: MultiControl Duo von Gardena
Bewässerungscomputer

Gartenbewässerung im Test: MultiControl Duo von Gardena

Eine Saison lang hat selber machen die automatische Bewässerung von Gardena auf Zuverlässigkeit und Funktionalität getestet. Hier erfahren Sie, wie das System abgeschnitten hat.

 
Bewässerung © Ludwig Binnermann
Im Gewächshaus sind die Tomatenpflanzen nicht nur im Sommer auf Bewässerung angewiesen

Im Sommer kann das Gießen zur aufwändigen Beschäftigung werden. Ein automatisches Bewässerungssystem ist da eine große Hilfe – und spart neben Zeit auch Wasser. Getestet wurde der Bewässerungscomputer MultiControl Duo von Gardena in Kombination mit einem System zur Tropfbewässerung (Micro-Drip).

Bewässert wurde ein Gewächshaus sowie freistehende Pflanzen in Trögen. Wichtig war daher, dass der Bewässerungscomputer zwei Bereiche unabhängig von einander bewässern kann. Soviel kann verraten werden: Alle Tomaten haben den zweiwöchigen Sommerurlaub gut überstanden!


Draußen und drinnen: Pflanzen im Gewächshaus und freistehende wurden getrennt bewässert

Aufbau der Bewässerung

Verlege- und Verteilerrohre werden in beliebiger Länge mit der Schere zugeschnitten und über Verbindungsstücke miteinander verbunden. Große Verbindungstücke lassen sich sehr schwer aufstecken, halten dafür aber dicht. Die Verbindungen zwischen dünneren Verteilerschläuche und Reihen- und Endtropfer gehen leichter, müssen aber regelmäßig auf Dichtheit überprüft werden.

Der Bewässerungscomputer wird direkt an den Wasserhahn geschraubt. Zum Anbringen der Druckminderer braucht man extra Schlauchstücke und Verbinder.


Reihentropfer sind in der Wassermenge nicht regulierbar, variieren aber stark

Betrieb & Programm

Die Bewässerungsanlage kann manuell oder automatisch gesteuert werden. Für den automatischen Betrieb stellt man Bewässerungszeitpunkt (Wochentag und Uhrzeit), Bewässerungsdauer (eine Minute bis maximal zwei Stunden) und Häufigkeit (ein, zwei- oder dreimal am tag) ein.

Voreingestellte Programme gibt es nicht, sind aber auch nicht nötig. Die Programmierung geht sehr einfach und schnell. Dabei lässt sie viel Spielraum für individuelle Einstellungen.


Die Erdanker halten schlecht in lockerer Tomatenerde und rutschen schnell aus dem Boden. Statt mit Erdankern wurden die starren Schläuche hier mit Kabelbindern befestigt

Sensoren

Wie lange und häufig bewässert werden muss, ist wetterabhängig. Damit die Programmierung nicht ständig angepasst werden muss, kann man extra Bodensensoren (Preis: 66 Euro) verwenden. Diese verbindet man über Kabel mit der Steuereinheit. Nun wird die Bewässerung der Bodenfeuchte (nass, mittel, trocken) angepasst.

Befestigung

Damit an der richtigen Stelle gegossen wird, müssen die Schläuche und tropfer befestigt werden. Die dafür gedachten Erdanker halten zwar dünne Verteilerschläuche in Position, jedoch nicht die dicken, starren Verlegerohre. Grund: Die Verteilerrohre werden aufgerollt geliefert und behalten die gebogene Form starr bei. Ohne stabile Fixierung können die Schläuche nicht gerade verlegt werden.

MultiControl Duo und MicroDrip von Gardena im Test: Fazit

  • Befestigung: Gewinde
  • Sensoren: 2 Steckplätze
  • Bewässerungsdauer: 1 Min. - 4 Std.
  • Bewässerungs-Intervalle: max. 3 pro Tag
  • Batterie: 1 x 9 V Batterie (nicht dabei)
  • Schlauchverbindung: Steckbar
  • Preis MultiControlDuo: 140 Euro
  • Preis MicroDrip: 56 Euro
  • Infos: www.gardena.com

Der Bewässerungscomputer MultiControlDuo ist einfach montiert, sowie programmiert und funktioniert zuverlässig. Das Tropfsystem MicroDrip hat einige Schwachstellen: Starre Schläuche und eine unzureichende Fixierung erschweren den aufbau.

Der Bildschirm ist klar gegliedert und auch bei hellem Sonnenlicht gut zu lesen. Alles in allem nimmt aber das Bewässerungssystem viel Arbeit ab.

Zu lange alleine lassen sollte man es jedoch nicht: ab und an muss das Programm angepasst und die Tropfer justiert werden.

Positiv:

  • Einfache Programmierung
  • Individuell: Schlauchlängen und -abstände der Tropfer sind frei wählbar

Negativ:

  • Tropfstärke kann nicht bei allen Tropfern eingestellt werden. Die abgegebene Menge ist teils recht unterschiedlich
  • Verbindungen werden undicht, Tropfer verstellen sich selbst

Praxistest-Note: Gut

Lesen Sie hier weiterDas Smart-Garden-Komplettpaket von Gardena - wir haben das Bewässerungsystem "Sensor Control Smart" getestet.

Mirjam Löw
Fotos: 
Ludwig Binnermann, Hersteller
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