Markise für Balkon und Terrasse
Sonnenschutz

Markise für Balkon und Terrasse

Auch wenn die Sonne hierzulande nicht jeden Tag scheint, Sonnenschutz auf Balkon und Terrasse muss sein. Die Markise zählt immer noch zum bevorzugten Sonnenschutz. Damit Sie beim Markise kaufen genau Bescheid wissen, bietet wir Ihnen in unserer Markisen-Kaufberatung Orientierungshilfe. Zusätzlich dazu erfahren Sie, wie Sie die Markise richtig an Ihrer Hauswand befestigen.

 
Markise auf der Terrasse montieren © Chris Lambertsen
Bei der Befestigung von Markisen auf der Terrasse gibt es einige wichtige Hinweise zu beachten

Markisen bietet Sonnenschutz auf der Terrasse, dem Balkon sowie vor Fenstern und verhindern so, dass die Hitze in die Räume gelangt – mit witterungsbeständigem Stoff schützen sie sogar vor Regen. Oder anders formuliert: Markisen müssen unterschiedlichsten funktionalen und architektonischen Anforderungen gerecht werden. Und dann sollen sie auch noch gut aussehen. Deswegen gibt es nicht nur die unterschiedlichsten Formen, sondern auch Stoff in allen möglichen Farben, Mustern und aus unterschiedlichen Materialien: Acryl oder Polyester schützen vor Sonne und Wärme, meist so behandelt, dass auch UV-Strahlen keine Chance haben. Das PVC-Tuch hält fast jeder Witterung Stand und bietet nicht nur Schutz vor Sonne, sondern auch vor Regen.

Welche Markise wofür?

Neben den meist verbreiteten Typen, wie Gelenkarm-, Fallarm- und Spannseilmarkisen, gibt es auch Speziallösungen für kleine Balkone (Klemm-Markise), Wintergärten, öffentliche Gebäude (Markisolette) oder Cafés und Restaurants (Korb-, Faltdach- oder Gastro-Markisen).

Die kleine Markisen-Typologie

Ob Maxi-Terrasse, Mini-Balkon oder vor Witterung ungeschützte Freiflächen: Für jeden Platz finden Sie die richtigen Schattenspender – eine Übersicht.


Gelenkarmmarkise
Über eine Kurbel oder einen Motor wird der aufgerollte Stoff mit zwei Gelenkarmen aufgespannt.

Vorteile: geringer Neigungswinkel, große Beschattungsfläche möglich.

 
 


Fallarmmarkise
Der Stoff wird über zwei gerade Arme, die sich um einen Fixpunkt drehen, nach unten gezogen.

Vorteile: preiswerte Variante für kleine Flächen wie Balkone und Loggien.

 
 

 


Spannseilmarkise
Der Markisenstoff wird auf zwei parallel gespannten Drahtseilen horizontal verschoben.

Vorteile: Der Schatten ist genau dosierbar, der Stoff ist schnell abnehm- und waschbar.
 

 

 

Markise kaufen - darauf müssen Sie achten:

Als Selbermacher sollten Sie sich bei der Suche nach dem passenden Schattenspender ganz genau anschauen, welche Produktqualität Sie erwerben. Vorsicht ist vor allem bei Billigmarkisen geboten – das ist oftmals Sparen am falschen Ende, denn schlechte Verarbeitungsqualität bedeutet bei Markisen schnell ein hohes Unfallrisiko.

Ein wichtiger Anhaltspunkt für ein Qualitätsprodukt ist natürlich das TÜV-Prüfzeichen. Achten Sie darauf, dass die Windklassifizierung nicht unter der Stufe 3 oder 4 liegt. Das entspricht einer Windgeschwindigkeit von 50 bis 60 Kilometern pro Stunde. Billigmarkisen haben oft nur eine Windklassifizierung von 0 oder 1. Das ist vergleichbar mit der Windfestigkeit eines Sonnenschirms. Die Armgelenke sollten gesenkgeschmiedet sein. Die meisten Schnäppchen-Markisen sind aus Druckgussteilen gefertigt. Sie brechen schon unter äußerst leichter Last zusammen.

Markise montieren

Wer eine Markise anbringen will, muss wissen, wie die Wände seines Hauses aufgebaut sind. Klassisches Vollmauerwerk? Bestens! Ist aber die tragende Wand hinter einem Verblendmauerwerk oder einer Wärmedämmschicht verborgen, heißt es aufpassen. Denn Markisen müssen in der tragenden Wand (oder an den Dachsparren) verankert werden, da schon bei leichtem Wind gewaltige Kräfte wirken.

Der Sonnenschutz muss über eine Dübelstange befestigt werden, die bis ins Hintermauerwerk reicht. Auch bei einer Wand mit Wärmedämmverbundsystem muss die Markise an der tragenden Wand befestigt werden. Dazu müssen Putz und Dämmsystem ausgeschnitten, eine Unterkonstruktion aus Vierkantholz oder Vierkant-Stahlhohlprofil am tragenden Mauerwerk befestigt und daran die Konsole für die Markise montiert werden! Informieren Sie sich also in Ihren Bauunterlagen über die Bauweise. Wer nicht weiß, wie die Wand aufgebaut ist, macht eine Probebohrung.
 

Die Markise befestigen - Die richtige Technik

  1. Markise befestigen - Beton

Die Befestigung in Beton kommt mit einem Schwerlastdübel aus. Dabei gehen Sie ganz einfach wie folgt vor: Zuerst bohren Sie ein Loch in den Beton. Dazu verwenden Sie einen Schlag- oder Hammerbohrer. Dann säubern Sie das Bohrloch gründlich, so dass sich keinerlei Bohrmehl mehr darin befindet. Jetzt schlagen Sie den Ankerbolzen in das Bohrloch ein. Anschließend das in der Montageanleitung der Markise angegebene Anzugsmoment mit einem Drehmomentschlüssel aufbringen (Nachlesen!). Das Drehmoment sollten Sie unbedingt einhalten. Ansonsten droht bei Kraftüberschreitungen der Bolzen zu reißen. So könnte die Markise selbst beim kleinsten Windstoß herunterfallen und enormen Schaden anrichten.
Befestigung in Beton
 

  1. Markise befestigen -Vollziegel

Vollziegel
In Vollbausteinen kommen chemische Befestigungen wie etwa Kalksandstein zum Einsatz. Auch hier gilt es, zunächst mit einem geeigneten Staubsauger das Bohrmehl gründlich aus den Löchern zu entfernen, da sonst der 2K-Mörtel, der mittels einer Kartusche verfüllt wird, keine formschlüssige Verbindung mit dem Stein eingehen kann und keinen richtigen Halt bietet. Zuletzt wird die Ankerstange mit drehender Bewegung in den Mörtel gesteckt.
Befestigung in Vollbaustein
 

  1. Markise befestigen - Lochstein

LochziegelBei Loch- und Hohlblockstein müssen die verwendeten Befestigungen Hohlräume überbrücken oder komplett ausfüllen können. Das geht mit der Kombination von Ankerstange, 2K-Mörtel und einer Injektionsankerhülse aus Drahtgewebe. Der 2K-Mörtel presst sich durch die siebähnliche Ankerhülse und verbindet sich mit dem Stein. So füllt er alle Hohlräume aus und sorgt für einen stabilen Halt der Markise an der Wand.
Befestigung in Lochstein

Markise in Hohllochziegel befestigen - Schritt für Schritt: Hier gehts zur Anleitung!
 

  1. Markise befestigen - Porenbeton

PorenbetonIn Porenbeton war eine sichere Montage lange Zeit nahezu ausgeschlossen. Fischer hat das erste Injektionssystem mit Zubehör auf den Markt gebracht und das Problem gelöst. So gehen Sie vor: Bohren Sie mit einem Spezialbohrer ein konisches Loch. Reinigen Sie es gründlich. Stecken Sie jetzt die Zentriertülle in das Bohrloch und füllen Sie es mit einem 2K-Mörtel. Anschließend drehen Sie die Ankerstange ein. Fertig ist die Befestigung.
Befestigung in Porenbeton

Sie haben bereits eine Markise, die aber schon etwas in die Jahre gekommen ist? Markisen leiden unter Sonne und Witterung – bis ein neues Markisentuch fällig ist. Hier erfahren Sie, wie Sie ihre Markise neu bespannen.

Illustrationen:  © T.Straszburger

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