Gartenpool selber bauen

Schwimmbecken für den Garten

Sommersonne, Gartengrün – aber keine Wasserstelle? Haben Sie schon mal an einen Pool gedacht? Wir sagen Ihnen, wie Sie schnell zu Abkühlung und Schwimmvergnügen kommen.

 
Pool im Garten selber bauen © Weka
Erfrischung im Wasser - mit einem Pool im Garten kein Problem!

Wenn die Temperatur tropische Grade und der Ventilator seine Grenzen erreicht, hilft nur noch eines: Wasser – am besten zum Reinspringen. Längst ist ein Pool keine Luxusausstattung mehr, und es geht nicht zwangsläufig um Einbaubecken. Bausätze machen das Badevergnügen im Garten erschwinglich und den Aufwand überschaubar.

Wen bisher die umfangreiche Buddelei abgeschreckt hat, sollte wissen – auch oberirdische Pools bereiten überirdischen Badegenuss. In jedem Falle sind sie der schnellere Weg zum kühlen Nass und auch für Mieter eine Option. Und wer ohnehin lediglich für die Kinderjahre plant, liegt damit richtig.

Poolvarianten für den Garten: Welche Modelle gibt es?

Aufblasbares Schwimmbecken© SelbermachenWas ihre Dimensionen betrifft, bieten die „Oberirdischen“ Erstaunliches und widerlegen landläufige Vorstellungen von einem „Planschbecken“ allemal. Die kleinsten Aufstellbecken beginnen bei einem Fassungsvermögen von um die zehn Kubikmeter, die größten, nicht versenkten dagegen erreichen sogar 70 Kubikmeter – das sind 70.000 Liter Wasser. Das passende Grundstück muss dann aber auch eine entsprechende Größe aufweisen.

Hinsichtlich der Bauart der Pools besteht die Wahl zwischen mehreren Varianten:

  • Holzrahmenbecken
  • Stahlwandpools
  • (Teil-)Aufblasbare Bäder
  • Stützkonstruktionspools
  • Aufblasbare Becken

Je nach Anspruch und Budget ist vom Planschbecken bis zum Freibadformat alles zu bekommen. Aufblasbare Pools haben eine angenehme Gewebeoberfläche und lassen sich sehr leicht abbauen. Bei teilaufblasbaren Pools pumpt man die obere Wulst auf, der Rest richtet sich bei Wasserfüllung allein auf. Flexible Aufstellbecken kennzeichnet ihre Gewebehülle: Ohne Stützkonstruktion sind sie sofort einsatzbereit. Mit Stützkonstruktion bekommen sie Halt durch ein Metall-Gestell (etwas größerer Montageaufwand).

Stationäre Becken zeichnen sich durch einen festen Rahmen aus. Es gibt Stahlwand- und Holzrahmenbecken. Gemeinsam ist ihnen die feste Außenwand mit Folie als Innenhülle.

Was kostet ein Pool im Garten?

Die Preise reichen je nach Bauart und Größe von 100 bis deutlich über 10.000 Euro. Wobei durchaus markante Preisunterschiede zwischen Angeboten des Fachhandels, der Baumärkte und Versandhäuser sowie Sommer-Aktionswaren der Discounter bestehen. Da geht es unter Umständen um mehrere Hundert Euro, die allerdings durchaus auch ein Qualitätsgefälle widerspiegeln. Außerdem ist darauf zu achten, ob der angegebene Preis lediglich für den Pool oder ein Komplett-Set – Pool plus Filteranlage, Abdeckplane etc. – gilt.

Der richtige Platz für den Gartenpool

Rundes Becken© SelbermachenBevor Sie sich jedoch für einen Pool entscheiden, kommt der Wahl des richtigen Standortes große Bedeutung zu. Ein windgeschützter Platz mit viel Sonnenwärme ist ideal. Bäume oder Sträucher in der Nähe bergen das Risiko, dass Blüten und Laub Becken und Wasser verschmutzen. Dazu tragen auch Baumbewohner bei. Keinesfalls darf der Pool unter elektrischen Freileitungen aufgestellt werden!

Für bleibende Freude am Gartenbad ist die richtige Untergrundvorbereitung wesentlich und eine keinesfalls zu unterschätzende Voraussetzung. Ein ebener und fester, tragfähig verdichteter Boden ist unverzichtbar für die Stabilität des Pools, denn er bedeutet Standsicherheit. Eine „Schieflage“ würde angesichts des großen Gewichts beziehungsweise des hohen Drucks zu schweren Materialbelastungen führen. Deshalb sollten Sie an dieser Stelle keine Mühen scheuen.

Gartenpool aufbauen: Was ist zu beachten?

Was die Montage betrifft, so ist bei den Aufblasversionen weniger handwerkliches Geschick als ausdauerndes Pumpen gefragt. Dafür ist das Ganze auch alleine zu bewältigen. Mit der Anzahl der Bauteile nimmt auch der Montageaufwand zu, und es gilt vor allem, den Überblick zu behalten. Deshalb: Bei aller Vorfreude auf eine schnelle Abkühlung der erhitzten Gemüter sollte der Aufbau mit Ruhe und Sorgfalt ausgeführt werden, um Schäden am Material zu vermeiden und längerfristig ein ungetrübtes Badevergnügen zu ermöglichen.

Der Stützkonstruktion des flexiblen Aufstellbeckens sollten sich je nach Beckengröße schon zwei bis drei Personen annehmen. Im Falle eines Stahlwandrundbeckens sind abhängig vom Beckenumfang drei bis vier Personen erforderlich, um beim Abrollen des Stahlmantels Knicke zu vermeiden. Der Aufbau eines Holzpools erfordert ebenso viele Helfer.

Besonders das Auskleiden der Festrahmenbecken mit ihrer Innenfolie gelingt nur in Teamwork, denn zum faltenfreien Spannen der Folie sind mehrere Hände unerlässlich. Da diese Folien aus einem thermoplastischen Kunststoff bestehen, müssen Sie die empfohlene Außentemperatur beim Verlegen (12° bis 20° C) beachten. Hinsichtlich des Zeitaufwands sind Prospekte und Aufbauanleitungen erfahrungsgemäß recht euphemistisch. Ein Motto wie „Morgens gekauft und mittags gebadet“ spart möglicherweise vorbereitende Aspekte – vom Untergrund bis zum Wasserzulauf – aus.

Pflege und Wartung des Pools

Stahlwandbecken© PRUm den Badespaß langfristig genießen zu können, ist eine regelmäßige Wasseraufbereitung unerlässlich. Damit der Inhalt ihres Pools sauber und klar bleibt, muss das Wasser ständig mit einer Pumpe umgewälzt und gefiltert werden. Ein Skimmer, die Ansaugöffnung des Filters an der Wasseroberfläche, saugt das Beckenwasser ständig an und damit auch den Schmutz, der auf dem Wasser schwimmt.

Im Normalfall wird eine Sandfilteranlage verwendet und häufig im Set mit dem Pool angeboten. Wichtig ist eine korrekt dimensionierte Anlage, die den gesamten Beckeninhalt zirka alle fünf Stunden komplett filtert. Eine Reinigung der Anlage durch Rück- und Nachspülen fällt ein- bis zweimal wöchentlich an.

Alternativ kommt bei kleinen Becken auch eine Kartuschenfilteranlage in Frage. Diese Komplettfilter sind besonders einfach zu handhaben. Der jährlich erforderliche Austausch der Kartuschen ist als Kostenfaktor zu berücksichtigen. Hier erfahren Sie mehr über die mechanische und chemische Reinigung und Wartung des Pools.


Die Reinigungsanlage eines Pools im Überblick. Eine gleichmäßige Wasserbewegung sollte über die gesamte Wasserfläche hinweg gewährleistet sein.

Chemische Reinigung des Pools

Zusätzlich zur physikalischen Behandlung durch einen Filter ist es notwendig, das Wasser chemisch aufzubereiten. Sonst wird der Poolinhalt schnell zum Tummelplatz für Mikroorganismen und damit unter Umständen zur Gesundheitsgefahr. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig einige Parameter, wie beispielsweise den pH-Wert, des Wassers zu bestimmen.

Das gängige Mittel zur Schwimmbaddesinfektion ist auch heute noch Chlor. Gegen Algenbewuchs reicht eine Behandlung mit Chlor jedoch nicht aus; hierfür müssen so genannte Algizide verwendet werden. Für die mechanische Beckenreinigung ist der simple Kescher unerlässliche Grundausstattung, gefolgt vom Bodenstaubsauger.
 

So machen Sie den Pool winterfest

Auch der schönste Sommer hat irgendwann ein Ende, dann gilt es, den Pool winterfest zu machen. Dafür sollte das Wasser frei von Verunreinigungen sein und der Wasserspiegel unter die Öffnung des Einbauskimmers und der Einströmdüsen abgesenkt werden. Auf keinen Fall jedoch den Pool vollständig entleeren, dadurch würde die Stabilität verlorengehen. Außerdem ist eine Abdeckung in Form einer Winterplane oder auch einem Trapezblech empfehlenswert. Sind alle „Überwinterungsmaßnahmen“ sorgfältig getroffen, kann das Wasser gefahrlos einfrieren. Die nächste Badesaison kommt bestimmt!
 

Pool mit Wasser füllen und leeren

Den Pool befüllen – grundsätzlich kein Problem, aber möglicherweise eine Zeitfrage. Bis 26.000 Liter Wasser und mehr durch einen Gartenschlauch geflossen sind, das kann dauern. Und wenn der Pool endlich aufgebaut ist, wollen die Kinder nicht mehr lange auf ihren Badespaß warten.

Sie können sich die Sache leichter machen. Die meisten kommunalen Wasserversorger verleihen gegen Kaution mit Zähler versehene Standrohre, über die Wasser direkt vom Hydranten in Grundstücksnähe gezapft werden kann. Dabei ist ein größerer Schlauchdurchmesser (C-Schlauch) hilfreich; damit lässt sich der Füllvorgang deutlich beschleunigen. Die entsprechenden Schläuche kann man leihen; es lohnt auch eine Anfrage bei der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr.

Bei Rückgabe des Standrohrs werden die angefallenen Kosten für das gezapfte Frischwasser mit der Kaution verrechnet. Eine Gebühr für das Abwasser wird dabei zunächst nicht fällig! Aber Achtung: Poolwasser, besonders wenn es Chlor, Algizide etc. enthält, ist Abwasser und sollte entsprechend entsorgt werden, als Gießwasser für den Garten kommt es jedenfalls nicht in Frage.

Insofern gilt: Wenn eine Pool-Leerung ansteht, melden Sie Ihrem Versorger die Wassermenge. Das ist auch erforderlich, falls Sie einen Gartenwasseranschluss mit separatem Zähler haben und darüber das Poolwasser entnehmen.
 

Holz-Pool mit Bausatz in 48 Stunden selber bauen - Anleitung

Der Pool „Korfu“ glänzt mit zusätzlichen Sonnen decks, Einstiegsleiter und Gegenstromanlage als Sonderzubehör. Zu zweit oder dritt ist das Schwimmbecken dank Bausatz an nur einem Wochenende gebaut und Sie können das kühle Nass genießen.

Der ​Massivholz-Swimmingpool besteht aus 45 mm starken, kesseldruck-imprägnierten Blockbohlen mit Metalleckverbindung und vier verzinkten Metallstützen inkl. Vlies und Innenfolie, Technikraum, Holztreppe und hochwertiger Sandfilteranlage. Wandstärke: 45 mm starke Blockbohlen, Höhe: 116 cm, Inhalt: 20,4 m³, inklusive Pflegeset Deluxe und Einhängeleiter. Kosten: ab 4.000 Euro Hersteller: www.weka-holzbau.com.

  1. Der richtige UntergrundDer richtige Untergrund© Weka Holzbau

    Der richtige Untergrund

    Standsicherheit gewährleistet eine ordentliche Untergrundbehandlung. Ggf. Kies-, dann Sandschicht aufschütten und verdichten. Nicht im Bild: Einbetonieren von 4 Säulen.
  2. HolzaufbauHolzaufbau© Weka Holzbau

    Holzaufbau

    Der Holzaufbau erfolgt mit kesseldruckimprägnierten Blockbohlen. Sie lassen sich dank Doppel-Nut-undFeder-System exakt ineinanderfügen und mit Schrauben fixieren. Nach dem Ausrichten des Grundrisses geht der Aufbau zügig voran.
  3. Pool-BodenPool-Boden© Weka Holzbau

    Pool-Boden

    Sind die Beckenwände errichtet, wird der Boden erneut planiert und mit dem mitgelieferten Bodenvlies ausgelegt. Das schützt die empfindliche Innenhülle vor mechanischen Beschädigungen.
  4. Pool-FoliePool-Folie© Weka Holzbau

    Pool-Folie

    Beckenfolie faltenfrei auslegen, über den Rand ziehen und provisorisch fixieren. Wasser halb - hoch einlassen. Falten beseitigen. Jetzt Folie mit Abschlussleiste verschrauben.
  5. Abschlussleiste und AnschlüsseAbschlussleiste und Anschlüsse© Weka Holzbau

    Abschlussleiste und Anschlüsse

    Ist der Pool zur Hälfte gefüllt, wird die Folie stramm über den Rand gezogen, und die Abschlussleiste kann verschraubt werden. Doch zunächst sind die Öffnungen für die Anschlüsse der Wassertechnik dran. Letztere verschwindet im Technikraum, einem Anbau am Pool. Dieser wird mit einer Tür verschlossen und ist gleichzeitig Teil des Sonnendecks.
  6. FiltersystemFiltersystem© Weka Holzbau

    Filtersystem

    Ist die vormontierte Filteranlage aufgestellt, werden Skimmer und Einlaufdüse über die vorbereiteten Ausschnitte in der Holzwand angeschlossen. Vorher Folie mit Öffnungen versehen.
  7. AbmessungenAbmessungen© Weka Holzbau

    Abmessungen

    Die Maße des Holz-Pools "Korfu".

Fotos: Hersteller, Illustration: Straszburger.

Zum Weiterlesen: Schwimmteich oder Naturpool - was ist der Unterschied?

Artikel aus selber machen Ausgabe 07/2012. Jetzt abonnieren!
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