Arbeitsplatz: kleines Büro im Schrank | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Schrankumbau

Arbeitsplatz: kleines Büro im Schrank

Der Arbeitsplatz daheim ist oft unverzichtbar, doch der Anblick von Papierstapeln lässt uns erschaudern. Probieren Sie es dann doch mal mit einem umgebauten Schrank. Der sieht verschlossen immer gut aus!

 
So bauen Sie sich ein kleines Büro im Schrank © Selbermachen
Arbeitsplatz im Schrank

Ob für die Steuererklärung oder das Hobby – einen Arbeitstisch beziehungsweise ein Minibüro benötigt eigentlich jeder. Doch nicht immer sieht so ein kleiner Schreibtisch wirklich aufgeräumt aus, gerade wenn sich mal wieder die Papiere stapeln. Dann ist es Zeit, neue Wege zu beschreiten: Bauen Sie Ihren Arbeitsplatz doch einfach in einen bestehenden Schrank hinein und wenn möglich die Sitzgelegenheit gleich dazu.

Wir haben als Basis den Kiefernholzschrank „Fjell“ von Ikea benutzt (349 Euro, Art.-Nr. 602.226.30, Maße: 110 cm breit, 64 cm tief, 208 cm hoch). Übrigens: Der besondere Clou ist der schwenkbare Tisch, der so auf einfache Weise für ausreichend Beinfreiheit und Abstand zum Bildschirm sorgt.

Optimale Sitzhaltung

Die optimale Sitzhaltung© SelbermachenDer Arbeitstisch muss auf den jeweiligen Schrank abgestimmt sein, sodass nach Einbau des Tisches eine Arbeitshöhe von insgesamt 74 bis 76 cm gewährleistet ist.

  1. Arbeitsplatz: die MaßeArbeitsplatz: die Maße© Selbermachen

    Arbeitsplatz: die Maße

    Der „Tischeinsatz“ für den Schrank wird aus ei ner 18 mm dicken Leimholzplatte gefertigt. Wir benutzten hier ein Holz mit dem Namen Paulownia, das vom Blauglockenbaum stammt. Es ist leicht, recht weich, dafür aber günstig und gut zu verarbeiten.
  2. Sitz der Platten annzeichnenSitz der Platten annzeichnen© Selbermachen

    Sitz der Platten annzeichnen

    Die Konstruktion dieses Schwenktisches wurde so einfach wie möglich gehalten, und ebenso verhält es sich mit den Verbindungen der Einzelteile: Sie werden allesamt stumpf verschraubt. Zeichnen Sie sich dazu den genauen Sitz der Platten an. Das geht am einfachsten mit einem entsprechend langen Brett oder Restabschnitt der verwendeten Leimholzplatten.
  3. Löcher anfertigenLöcher anfertigen© Selbermachen

    Löcher anfertigen

    Da Sie nun den Sitz der Platten markiert haben, fällt es sehr leicht, innerhalb der Markierungen die Löcher für die Schraubverbindungen anzufertigen.
  4. Kanten schleifenKanten schleifen© Selbermachen

    Kanten schleifen

    Sind alle Löcher gebohrt, werden die Kanten und eventuelle Holzfasern, die beim Löcherbohren entstanden sind, mit einem Schleifgerät geschliffen.
  5. Platten verschraubenPlatten verschrauben© Selbermachen

    Platten verschrauben

    Mit 3,5-x-45-mm-Schrauben werden danach die Platten miteinander verschraubt.
  6. Platten verschraubenPlatten verschrauben© Selbermachen

    Platten verschrauben

    Mit 3,5-x-45-mm-Schrauben werden danach die Platten miteinander verschraubt.
  7. Drehpunkt ermittelnDrehpunkt ermitteln© Selbermachen

    Drehpunkt ermitteln

    Die schwenkbare Platte: Wenn Sie wie wir den Schrank „Fjell“ von Ikea benutzen, können Sie sich nach unseren Plattenmaßen richten. Benutzen Sie einen anderen Schrank, wird es jetzt etwas aufwendiger: Sie müssen dann die Maße der Drehplatte sowie ihren Drehpunkt ermitteln. Nutzen Sie dazu ein entsprechend großes Stück Pappe, und tasten Sie sich an die passenden Maße heran. Das können Sie natürlich auch in einem verkleinerten Maßstab auf Papier machen.
  8. Viertelkreis aufzeichnenViertelkreis aufzeichnen© Selbermachen

    Viertelkreis aufzeichnen

    Ist das Plattenmaß ermittelt, werden die Kanten rund gesägt. Dazu die Winkelhalbierende von der Ecke aus anzeichnen und mit einem Zirkel den Viertelkreis aufzeichnen.
  9. Sackloch bohrenSackloch bohren© Selbermachen

    Sackloch bohren

    In die schwenkbare Platte ein 35-mm-Sackloch für den Drehpunkt und anschließend ein Durchgangsloch durch beide Deckplatten bohren.
  10. Durchgangsloch bohrenDurchgangsloch bohren© Selbermachen

    Durchgangsloch bohren

    In die schwenkbare Platte ein 35-mm-Sackloch für den Drehpunkt und anschließend ein Durchgangsloch durch beide Deckplatten bohren.
  11. Schlossschraube durchtreibenSchlossschraube durchtreiben© Selbermachen

    Schlossschraube durchtreiben

    Die Schlossschraube mit einem Holz- oder Karosseriehammer und einer Holzzulage durch die Drehpunktlöcher treiben und mit einer Sicherungsmutter von unten befestigen.
  12. Schlossschraube befestigenSchlossschraube befestigen© Selbermachen

    Schlossschraube befestigen

    Die Schlossschraube mit einem Holz- oder Karosseriehammer und einer Holzzulage durch die Drehpunktlöcher treiben und mit einer Sicherungsmutter von unten befestigen.
  13. Loch bohrenLoch bohren© Selbermachen

    Loch bohren

    Die Einlegeborde werden mit einfachen Bodenträgern in dem Schrank befestigt.
  14. Bodenträger einsteckenBodenträger einstecken© Selbermachen

    Bodenträger einstecken

    Die Einlegeborde werden mit einfachen Bodenträgern in dem Schrank befestigt.
  15. Borde einlegen und Schrank befüllenBorde einlegen und Schrank befüllen© Selbermachen

    Borde einlegen und Schrank befüllen

    Die Einlegeborde werden mit einfachen Bodenträgern in dem Schrank befestigt.

Perfekt verkabelt

Perfekt verkabelt© SelbermachenFür Tastatur- und Monitorkabel sowie eventuell noch die Computermaus muss ein Loch für die Kabelführung angefertigt werden. In den meisten Fällen ist ein 35-mm-Loch ausreichend. Dies jedoch muss von Stecker zu Stecker geprüft werden. Ebenso ist zu beachten, dass die Kabel ausreichend Spiel in der Länge haben, wenn sich die Tischplatte dreht.

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