Neuer Charme für altes Holz

Aufsatz für Wickelkommode aus Eichenholz

Fast 200 Jahre alt - die Kommode aus Eichenholz kommt wieder zu neuen Ehren. Aus einer Eichenbohle entsteht eine passende Wickelaufsatz. Massiv, dauerhaft und mit viel Charme passt das Unikat auch in ein modernes Kinderzimmer. 

 
Aufsatz für die Wickelkommode © Gerald Freyer / Outpost PR
Dieser Aufsatz für die Wickelkommode aus Eichenholz ist schnell gebaut

Auf Flohmärkten werden solche Stücke immer seltener. Die französische Eichenkommode aus der Zeit um 1800 war auch schon zu ihrer Entstehungszeit als Aufbewahrung für Wäsche gedacht. Durch ihre Höhe von rund 95 cm wird sie zur idealen Basis einer Wickelkommode. Auch für den Aufsatz kommt Eichenholz zum Einsatz.

Wickelkommode: Aufsatz selber bauen

Materialliste

  • Eichenbohle, roh und unbesäumt
  • Hartöl für die Oberfläche
  • Pigmente nach Wahl

Werkzeugliste

  • Tischkreissäge 
  • Hobelmaschine
  • Schraubzwingen
  • Handkreissäge
  • Holzleim
  • Extenterschleifer mit Papier (Körnung 40, 80, 120, 240)

Diese antike Kommode ist die Grundlage für unseren Aufsatz

Aufsatz für die Wickelkommode: Bauanleitung

  1. Eichenbohlen© Outpost PR

    Eichenbohlen

    Unbesäumte Eichenbohlen gibt es im Holzfachhandel. Die Bohlen werden normalerweise in Längen um 5 Meter angeboten. Achten Sie beim Kauf auf ein schönes Bild der Maserung. Nach der Behandlung mit Öl entfacht das Holz dann sein echtes Feuer.
  2. Bohlen ablängen© Outpost PR

    Bohlen ablängen

    Schneiden Sie mit Hilfe einer Handkreis- oder Kettensäge die Bohlen in grobe Längen von rund 90 cm.
  3. In Streifen schneiden© Outpost PR

    In Streifen schneiden

    Mit einer Tischkreissäge werden nun die Stücke in Streifen von 12 cm Breite geschnitten.
  4. Holz abhobeln© Outpost PR

    Holz abhobeln

    Über eine Hobelmaschine werden die einzelnen Stücke in Form gebracht. Wer so eine Maschine nicht besitzt, kann auch seinen Tischler des Vertrauens fragen, ob er dies für ihn übernimmt.
  5. Hobelmaschine© Outpost PR

    Hobelmaschine

    Auch für eine Hobbywerkstatt ist eine Hobelmaschine eine sinnvolle Anschaffung. Die Maschine verfügt über zwei rotierende Hobelmesser, die für perfekte Ergebnisse sorgen. Sie kann sowohl als Abrichthobel zum Ebnen und Glätten von sägerauhen Brettern, Erzeugen von Winkelkanten und Fügen von Kanten für die Leimholzherstellung als auch als Dickenhobel zum Hobeln der Werkstücke auf die gewünschte Dicke genutzt werden.
  6. © Outpost PR

    Tischlerdreieck

    Zeichnen Sie ein Tischlerdreieck, um zusammengehörige Holzstücke einfach zu kennzeichnen und beim Zusammenleimen Fehler zu vermeiden.
  7. Auf die Maserung achten© Outpost PR

    Auf die Maserung achten

    Achten Sie beim Zusammenleimen auf den Verlauf der Maserung. Legen Sie die Holzstücke so zusammen, dass die Bohlen gegenläufig aufeinanderstoßen. So verhindern Sie später das Schüsseln der Platte und erhalten eine bessere Planlage. Wer möchte, kann noch mit einer Oberfräse nuten, um für noch mehr Stabilität sorgen.
  8. Bretter verleimen© Outpost PR

    Bretter verleimen

    Tragen Sie auf den Stirnflächen ausreichend Leim auf und fügen Sie die Bretter mit Hilfe des aufgezeichneten Tischlerdreiecks zusammen.
  9. Platte verspannen© Outpost PR

    Platte verspannen

    Verspannen Sie die Platte mit ausreichend Schraubzwingen. Sinnvoll ist auch noch eine Verspannung durch aufgelegte Hölzer, die ein Verschieben der Bretter nach oben verhindern.
  10. Platte anpassen© Outpost PR

    Platte anpassen

    Passen Sie nun die Platte auf das Endmaß mit Hilfe einer Handkreissäge an.
  11. Platte abschleifen© Outpost PR

    Platte abschleifen

    Schleifen Sie mit einem Exenterschleifer die beiden Oberfläche plan. Dazu beginnen Sie mit einer Körnung von 40 und arbeiten dann mit 80, 120 und 240 weiter. Vor dem letzten Schleifgang wässern Sie das Brett, so dass sich die Holzfasern aufstellen. Nach dem Trocknen können Sie diese dann feinschleifen. Dieser Ablauf garantiert eine perfekte Oberfläche.
  12. Leisten für die Umrandung© Outpost PR

    Leisten für die Umrandung

    Schneiden Sie nun Leisten für die Umrandung aus einem Brett und passen Sie die Ecken durch Gehrungsschnitte an.
  13. Rahmenkonstruktion verspannen© Outpost PR

    Rahmenkonstruktion verspannen

    Verspannen Sie mit ausreichend Schraubzwingen die Rahmenkonstruktion.
  14. Rahmen aufleimen© Outpost PR

    Rahmen aufleimen

    Nun ist der Rahmen fertig zum Aufleimen.
  15. Oberfläche behandeln© Outpost PR

    Oberfläche behandeln

    Für die Oberfläche sollte man nur Hartöle verwenden, die höchsten Ansprüchen an Schadstoffverhalten genügen. Mit einem Pigment gibt man dem Öl noch etwas mehr Farbe und feuert die Maserung des Holz noch stärker an.
  16. Pigment verarbeiten© Outpost PR

    Pigment verarbeiten

    Das Pigment wird in etwas Öl aufgelöst und eine Paste erstellt. Diese wird dann in die zu verarbeitende Menge eingerührt. Also nie das Pigment in die ganze Ölmenge einrühren.
  17. Ölprobe© Outpost PR

    Ölprobe

    Nehmen Sie ein Holzabfallstück von dem gehobelten und geschliffenen Eichenbrettern und machen Sie erste Ölproben. Erst wenn Ihnen das Ergebnis zusagt, bearbeiten Sie die ganze Platte.
  18. Öl einarbeiten© Outpost PR

    Öl einarbeiten

    Verarbeiten Sie das Öl mit einem Stoffballen auf der Platte und nehmen Sie die überschüssige Menge nach einer kurzen Trockenzeit von der Oberfläche ab. Diesen Prozess können Sie je nach Saugfähigkeit des Holz nochmals wiederholen. Beachten Sie bei der Entsorgung der Ballen die Sicherheitshinweise. Breiten Sie den Stoff zum Trocknen flächig aus und entsorgen ihn dann nach vier Tagen. Zusammengeknüllte Ballen laufen Gefahr, sich selbst zu entzünden.
  19. Perfekte Oberfläche© Outpost PR

    Perfekte Oberfläche

    Die viele Mühe belohnt Sie mit einer perfekten und lebendigen Oberfläche.

Text und Bilder: Gerald Freyer / Outpost PR

Gerald Freyer
Fotos: 
Outpost PR