WLAN oder Kabel?

Vernetztes Zuhause: Alle Räume optimal mit Internet versorgen

Heutzutage finden sich kaum noch Häuser oder Wohnungen ohne Internetverbindung. Doch steht der WLAN-Router, stören Wände den Internet-Empfang, warum ist die Internetverbindung im Dachgeschoss nur so lahm? Jeden optimal mit Internet zu versorgen, ist kein Kinderspiel. Mit unseren Tipps für die optimale Hausvernetzung klappt’s.

 
WLAN oder Kabel? So versorgen Sie alle Räume optimal mit Internet. © T. Straßburger
WLAN oder Kabel? So versorgen Sie alle Räume optimal mit Internet.

Sie wollen in Haus oder Wohnung mehrere Computer und Geräte wie Drucker, Smartphones, Tablet- PCs oder internetfähige Smart-TVs gleichzeitig mit dem Internet verbinden? Damit das auch klappt, entscheiden Sie sich zunächst für eine Netzwerktechnik – die sich für Ihr Daheim am besten eignet.

Kabel, WLAN oder Powerline – das sind die drei unterschiedlichen Möglichkeiten. Wir stellen sie vor und geben hilfreiche Tipps und Tricks um Ihr Zuhause optimal zu vernetzen.

LAN-Kabel: Feste Verbindungen

Die einfachste und älteste Vernetzungsart ist das klassische Netzwerkkabel, mit dem Sie Ihren Router und alle netzwerkfähigen Geräte zusammenbringen. Die Verbindung ist denkbar schnell hergestellt: Einfache in sogenanntes Ethernet- oder Cat-Kabel vom entsprechenden Gerät zum Router ziehen, beide miteinanderverbinden. Fertig.

Aber es gibt Nachteile: Die Kabel lassen sich nicht bequem um jede Ecken legen. Und Sie müssen sie für eine Verbindung von Raum zu Raum "verstecken".

Wenn es dafür bei Ihnen daheim keine vorbereiteten Kabelkanäle gibt, müssen Sie hier mit einigen Tricks arbeiten. Denn natürlich sollten die Kabel nicht wahllos durch Räume und Flure laufen oder einfach am Boden ausgelegt werden – Stolpergefahr! Unsere Selber-Machen-Experten-Tipps zeigen, wie Sie "Ihren" Kabelsalat verstecken. Wenn Sie aufs Internet per Kabel setzen möchten, finden Sie auf Seite 40 eine Anleitung, wie Sie die dafür notwendigen Kabel kostengünstig selber fertigen.

WLAN: Kabellos dank Funk

Die zweite und am meisten verbreitete Möglichkeit zur Heimvernetzung ist, ein WLAN-Netzwerk zu installieren.

Die Vorteile: Die Geräte müssen sich nicht in der Nähe des Routers befinden, Also entfällt das Verlegen von Kabeln und Sie können sich beim Surfen im Internet auch in Haus oder Wohnung frei bewegen – etwa mit dem Notebook oder dem Tablet-PC in der Hand.

Die WLAN-Übertragungsraten nehmen aber rapide ab, sobald mehrere Geschosse damit versorgt werden sollen. Schon eine Wand schränkt den Funkverkehr merkbar ein.

Mit WLAN-Repeatern, sogenannten "Wiederholern", vergrößern Sie die Reichweite Ihres WLAN-Netzwerks.

Powerline-Technik: Internet aus der Steckdose

Die dritte Vernetzungsart für Ihr Haus oder Ihre Wohnung ist die Powerline-Technik. Dabei werden die Internet-Daten durchs Stromnetz geschickt – sie „fließen“ also über die Stromleitungen von einem Raum zum nächsten.

Für die Daten-Verteilung übers Stromnetz stecken Sie einen Powerline-Adapter in der Nähe des Routers in eine freie Steckdose und verbinden beide mit einem Ethernet-/Cat-Kabel oder via WLAN Funk miteinander.

Der Powerline-Adapter wandelt dann die Datenströme zunächst in hochfrequente Signale um, die dann über das Stromnetz an einen weiteren Powerline-Adapter gesendet werden.

Dieser dient dann als Empfänger und wandelt die Signale wieder in Daten um und leitet sie dann zum Beispiel an einen PC weiter – entweder per WLAN oder per Netzwerkkabel.

Schritt-für-Schritt zur perfekten Hausvernetzung:

WLAN, Ethernet und Powerline im Vergleich

WLAN, Ethernet und Powerline im Vergleich

Am Anfang steht die Frage: Kabel, WLAN oder Powerline? Welche Lösung für Sie am besten ist, erfahren Sie hier.

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