So funktioniert eine Oberfräse.
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Technik | So funktioniert

Der Spanmacher

Vom Lüfter bis zum Fräserwerkzeug ist der senkrechte Spindelaufbau einfach. Die mechanischen Bauteile wie das untere Spindellager, die Tauchsäulen, der Tiefenanschlag und die Arretierung müssen für gute Ergebnisse exakt ausfallen und hochwertig verarbeitet sein. 

© T. Straszburger

 

  Der Querschnitt einer Oberfräse 


 

Ihr Konstruktionsprinzip ist relativ einfach und doch zählt eine Hand-Oberfräse zu den vielseitigsten Maschinen in der Holzbearbeitung – gezeigt am Beispiel der OF 1400 EBQ von Festool. Dank zahlloser Fräswerkzeuge kann sie nicht nur variantenreich fräsen, sondern mit weiteren Zubehörteilen auch Aufgaben übernehmen, die ansonsten etwa Hobel oder Stichsäge zufallen. Ein entscheidendes Leistungskriterium ist die Tauchtiefe. Aus gutem Grund werden die meisten Formen in der Industrie durch Fräsen hergestellt. 

 

Die Fräsköpfe und ihr Schnittbild

Die Auswahl an Fräsern ist riesig – unten ein paar der gängigsten. Auf jedem Schaft sollten die wichtigsten Spezifikationen eingraviert sein: Die Schneiden können aus Wolframcarbit (Kürzel HW) beziehungsweise Hartmetall (HM) sein, günstigere Modelle aus Hochleistungsschnellstahl (HS/HSS). Unter “n max” ist die maximale Umdrehungszahl des Fräsers angegeben.

 

                                                                         


Handhabung - Mit oder gegen die Drehung Beim Arbeiten mit Fräsen muss man die Drehrichtung der Maschine beachteten. Denn ob mit oder gegen die Fräserdrehung gearbeitet wird, ist sowohl für das Handling, die Fräser-Standzeit als auch für das Schnittbild entscheidend. Grundsätzlich sollte man das Arbeiten gegen die Drehrichtung bevorzugen. Denn die Maschine lässt sich wesentlich einfacher und somit exakter führen. Ein zur Vorschubrichtung mitlaufender Fräser kann die Maschine unvorhersehbar beschleunigen oder gefährlich bocken lassen. Allerdings sind hierbei die Standzeiten der Fräserschneiden höher und das Schnittbild wird feiner. Viele Hand-Oberfräsen lassen sich auch in eine feste Tischfräse verwandeln respektive in einen Frästisch (von unten) integrieren. Wichtig dafür: eine anschraubbare Grundplatte, eine arrettierbare Dauerschaltung und eine Tauchtiefe, die weit über der Tischplattenstärke liegt. 

Malte Betz
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