Mit scharfen Sägen durch jedes Material

Mit scharfen Sägen durch jedes Material

Mit einer Handsäge in der Werkstatt wird man nicht auskommen. Nicht nur das Material ist unterschiedlich, auch die Arbeiten sind es, die mit einer Säge ausgeführt werden. Ob dicke Balken oder feine Aus­schnitte, hier zeigen wir Sägen für jeden Zweck.

 
Die Qual der Wahl: Für jedes Material gibt es die passende Säge. © Selbermachen
Die Qual der Wahl: Für jedes Material gibt es die passende Säge.

Handkreissäge und Stichsäge haben die Arbeit in der Heimwerkstatt wesentlich erleichtert. Trotzdem haben die Handsägen immer noch ihre Bedeutung. So lässt sich eine Leiste mit der Feinsäge und der Gehrungslade immer noch besser zuschneiden als mit der Stich- oder Handkreissäge.

Auch das dünne Sperrholzmaterial für die Schrankrückwand wird mit einem feinsahnigen Fuchsschwanz ausrissfrei und genau zugeschnitten. Die Zähne einer Handsäge sind abwechselnd nach links und rechts leicht gebogen (geschränkt), damit sich das Sägeblatt freischneidet und nicht in der Schnittfuge klemmen kann.

Ganz feine Blätter sind wenig geschränkt. Sie werden mit Kerzenwachs eingerieben, um ein Klemmen zu verhindern. Die grobsahnige Bügelsäge zum Schneiden von Stämmen und Balken mit großem Durchmesser hat einen speziellen Räumzahn, der das Sägemehl aus der Schnittfuge transportiert.

Geschärft und geschränkt

Bei den Handsägen unterscheidet man zwischen Spannsägen und umgespannten Sägen. Der Fuchsschwanz hat ein stabiles Blatt, das nicht gespannt werden muss. Das dünne Blatt der Feinsäge wird durch eine Rückenschiene verstärkt.

Die bekannteste Spannsäge ist die Laubsäge. Das extrem dünne Blatt für feine Ausschnitte erhält die notwendige Festigkeit durch den Spannbügel. Die althergebrachte Gestellsäge ist in der Tischlerwerkstatt immer noch im Gebrauch. Mit verschiedenen Sägeblättern lassen sich feine und grobe Schnitte und sogar Ausschnitte herstellen.

Die Metallbogensäge hat einen stabilen Rückenbügel, denn für den genauen Schnitt durch Metallprofile muss das Blatt sehr straff gespannt sein.

 

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Das Hobelzahnsägeblatt der Bügelsäge führt die Späne gut ab. Es ist besonders gut zum Querschneiden frischer Hölzer geeignet

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Die Zahnung des Sägeblattes weist in Stoßrichtung. Ein ideales Sägeblatt, um Holz in Faserrichtung zu zerteilen.

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Die Rückensäge hat ein Sägeblatt mit Dreieckszahnung, das zum Sägen quer zur Maserung besonders gut geeignet ist.

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Der Keil am Schnittanfang verhindert, dass die Säge einklemmt. Die Gefahr besteht immer bei langen Trennschnitten.

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Der Abschnitt kann unkontrolliert wegbrechen, wenn er in der letzten Schnittphase nicht gehalten wird.

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Eine Unterlage aus Abfallholz sichert die Sä­gekante und verhindert bei dünnem Material das störende Federn durch den Sägezug.

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Kerzenwachs macht das Sägeblatt gleitfähiger. Wenn das Blatt dann noch gereinigt ist, geht es wie geschmiert.

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Möglichst viele Zähne sollten beim Sägen im Eingriff sein. Das wird er­reicht, indem man die Säge in einem flachen Winkel führt. 

TEXT:Peter-Michael Stange; FOTO: Selbermachen Media
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