Worauf kommt es dabei an?

Handkreissägen

Handkreissägen sind die wichtigsten Heimwerkermaschinen bei der Holzbearbeitung. Hier erfahren Sie, worauf Sie bei der Auswahl einer Handkreissäge achten sollten.

 
Handkreissäge © Selbermachen
Starker Schnitt mit der Handkreissäge

Immer wenn es darum geht, lange, gerade Schnitte in Massivholz, Holzwerkstoffplatten, Kunststoffen oder Buntmetallen anzufertigen, ist die Handkreissäge in ihrem Element. Mit ihrem schnell rotierenden Sägeblatt frisst sich die Handkreissäge schnell und präzise durch das zu schneidende Material. Kaum ein Heimwerker, der sich mit Möbelbau oder dem Innenausbau beschäftigt, kann auf eine Handkreissäge verzichten, vor allem wenn Holz und Plattenmaterialien zugeschnitten werden müssen.

Handkreissäge: Schnitttiefe

Black&Decker-Kreissäge© SelbermachenWichtigstes Kriterium für die Wahl der richtigen Handkreissäge ist die maximale Schnitttiefe. Sollen nur dünne Bretter und Holzwerkstoffplatten gesägt werden, genügt eine Maschine mit zirka 55 mm Schnitttiefe. Beachten Sie, dass sich die Schnitttiefe bei Gehrungsschnitten mit schräggestelltem Sägeblatt um zirka 25 bis 30 Prozent verringert. Wer auch dickere Kanthölzer sägen will, sollte besser eine Maschine mit 65 mm Schnitttiefe nehmen, die die meisten Heimwerkeraufgaben erfüllt.

Die kleinen Handkreissägen mit 40 bis 42 mm Schnitttiefe sind dagegen nur begrenzt einsetzbar. Für den Profi sind Handkreissägen, die auf den Spaltkeil verzichten und dafür eine kompaktere Pendelschutzhaube besitzen. Doch Vorsicht: Der Spaltkeil verhindert gefährliche Unfälle durch Verklemmen des Sägeblatts im Sägeschnitt. Die Pendelschutzhaube kann nicht das Verklemmen des Sägeblatts verhindern, sondern nur das Verletzungsrisiko verringern, wenn die Handkreissäge in einem solchen Fall aus dem Schnitt herauskatapultiert wird. Gehen Sie auf Nummer sicher und greifen Sie im eigenen Interesse besser zu einer Handkreissäge mit Spaltkeil.

Handkreissäge: Grundplatte

Festool-Kreissäge© SelbermachenWichtig für eine hohe Präzision der Maschine ist eine solide, verwindungssteife Grundplatte. Zum Sägen von Werkstücken mit empfindlichen Oberflächen sollte die Maschine zusätzlich einen Kunststoffschuh für die Grundplatte haben.

Handkreissäge: Einstellmöglichkeiten

Einstellmöglichkeiten© SelbermachenEbenfalls wichtig für präzises Arbeiten sind exakte Einstellmöglichkeiten der Maschine und solide Führungen, zum Beispiel für Gehrungsschnitte. Stellen Sie die Handkreissäge einmal auf eine geringe Schnitttiefe ein und schwenken sie sie um 45 Grad. Ein kräftiger Druck auf die Handgriffe in dieser Position zeigt am besten, wie stabil die Handkreissäge ist. Leicht ablesbare Skalen erleichtern die Einstellung und ermöglichen eine bessere Wiederholbarkeit von Schnitten ohne jedes Mal mit Zollstock und Winkelmesser nachzumessen.

Handkreissäge: Staubabsaugung

Staubabsaugung© SelbermachenDa beim Sägen sehr viel Staub anfällt, muss eine Handkreissäge einen Absauganschluss haben, den Sie unbedingt benutzen sollten, denn Stäube bestimmter Holzarten (Eiche, Buche) gelten als krebserregend. Achten Sie darauf, dass er möglichst ohne Adapter zum Schlauch Ihres Werkstattsaugers passt.

Handkreissäge: Sägeblatt

Während sich Heimwerker meist mit einem universell einsetzbaren Blatt begnügen, wählen Profis für unterschiedliche Einsatzbereiche spezielle Sägeblätter. Da werden Längsschnitte (in Faserrichtung) mit groben Zähnen durchgeführt, für den Schnitt quer zur Faserrichtung dagegen ein Sägeblatt mit sehr vielen feinen Zähnen bevorzugt. Für Spanplatten und Kunststoffe und auch die meisten Metalle eignen sich Sägeblätter mit Wechselzahnung oder Trapez-Flachzahn. Neu ist der Trend einiger Hersteller zu besonders dünnen Kreissägeblättern (Dünnschnitttechnik). Damit lässt sich in der Regel eine größere Schnittleistung erzielen, da die Maschine weniger Material herausschneiden muss.

  • Grobzahn: für schnelle, grobe Schnitte in Naturholz, Press-, Schicht- und Sperrhölzer
  • Mittlerer Zahn: feinere Schnitte in Naturholz, Tischlerplatten, Schichthölzer, furnierte Platten
  • Feiner Zahn: hohe Schnittgüte in Holz, Leimholz, Kunst stoff und beschichteten Platten
  • Feinster Zahn: beste Schnittgüte in Holz, Hartfaser und sämtlichem Plattenmaterial

Handkreissäge: Die Führungsschiene

Die freihändige Führung der Handkreissäge bereitet oft Probleme. Mit dem serienmäßigen Parallelanschlag lassen sich nur randnahe Schnitte einigermaßen genau ausführen. Das wichtigste Zubehör für präzises Arbeiten ist deshalb eine Führungsschiene. Sie erlaubt maßgenaue Sägeschnitte über die volle Schienenlänge (gegebenenfalls können auch mehrere Schienen zu einer besonders langen Führungsschiene miteinander verbunden werden) und verhindert ausgerissene Schnittkanten bei beschichteten Materialien. Erwerben Sie die Führungsschiene am besten gleich beim Kauf der Maschine. Manche Hersteller machen günstige Angebote für das Set aus Säge und Führungsschiene. Falls Sie die Führungsschiene erst später kaufen wollen, fragen Sie beim Maschinenkauf, ob der Hersteller eine passende Führungsschiene liefert. Falls nicht, wählen Sie besser eine andere Maschine.

Artikel aus selber machen Ausgabe 04/2012. Jetzt abonnieren!
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