Elektrowerkzeuge für den Modellbau ­– im Miniformat | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin

Elektrowerkzeuge für den Modellbau ­– im Miniformat

Im Modellbau sind die kleinen Maschinen nicht mehr wegzudenken. Sie sind handlich und bearbeiten kleine Werk­stücke sehr präzise.

 
Auch im Kleinformat gibt es eine große Auswahl an qualitativ hochwertigem Werkzeug. © Selbermachen
Auch im Kleinformat gibt es eine große Auswahl an qualitativ hochwertigem Werkzeug.

Ganz gleich, ob es sich um den Entwurf des Architekten, das Bahnhofsgebäude für die Modelleisenbahn oder das Hexenhaus für die Weihnachtsbasteleien handelt, die normalen Elektrowerkzeuge sind für diese Arbeiten zu groß und zu unhandlich.

Einfacher, leiser und zudem ungefährlicher lassen sich diese Bauwerke mit den kleinen Maschinen erstellen. Und die zeitraubende Handarbeit mit herkömmlicher Laub­säge, Schleifpapier und Feinsäge gehört der Vergangenheit an. Die meisten dieser Kleinmaschinen arbeiten mit einer Spannung von 12 Volt, werden also an einen Trafo angeschlossen und nicht direkt an das Stromnetz.

Der kleine Werkzeugkoffer

Für die Leistung der Maschinen sind die Leistung und die Regel­barkeit des Transformators entscheidend. Beginnt man mit dem Aufbau einer Miniwerkstatt, sollte man beim Transformator nicht sparen. Denn es gibt inzwischen für fast jedes Elektrowerkzeug ein Gegenstück als Kleinmaschine, bis hin zu Tischkreis­sägen.

Trotzdem ist die Bohr-, Schnitt- und Abtragsleistung natürlich geringer als bei den großen Brüdern. Das spielt im Modellbau aber nicht die ausschlaggebende Rolle. Hier wird in der Regel mit feinerem Material geringeren Durchmessers gearbeitet und nicht mit sägerauhen Bohlen.

Das Baumaterial ist auch weicher. Messing, Aluminium und Weichholz sind häufig verwendete Werkstoffe. Dafür kann man aber in Ecken bohren und schleifen, die man mit keinem normalen Werkzeug erreichen würde. Aufgrund der feinsahnigen Sägeblätter sind die Schnitte sauberer.

Ein großer Vorteil ist auch die relative (!) Ungefährlichkeit der Geräte. Die Kleinwerkstatt ist ideal, um Kinder und Jugendliche an Werkarbeiten heranzuführen und an den Weihnachtsbasteleien aktiv zu beteiligen. Allerdings unter Aufsicht der Eltern oder Großeltern.

Statt des aus Plastikteilen vorgestanzten Schlachtschiffes, das nur noch zusammengeklebt werden muss, schwimmen dann kunstvoll bemalte Eigenbauten in der Badewanne. Der Lerneffekt ist bei dieser Beschäftigung groß, denn die kleinen Geräte werden genauso bedient wie die großen.

Und der Sinn für Statik und Proportionen wird bei dieser Arbeit sicher mehr geschult als beim Zusammenfügen fertiger Bausätze.Die kleinen Maschinen sind also keinesfalls Ersatz, sondern manchmal das einzig richtige Werkzeug.
 

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Beim Basteln und beim Modellbau kommen die kleinen Stichsägen, Bohrmaschinen und Schleifer ganz groß heraus.

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Im Bohrständer ist die Maschine eingespannt, um die Löcher zum Einsetzen der Stichsäge zu Bohren. So wird es ganz genau.

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Für Ausschnitte braucht man die Stichsäge. Mit den schmalen Sägeblättern gelingt jede Form, die Konturen sind sehr sauber.

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Für Feinarbeiten gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Schleifeinsätze. Am besten lassen sie sich mit einer biegsamen Welle führen.

TEXT:Walter Diem; FOTO: Selbermachen Media
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