Hobeln von Hand für saubere Ergebnisse
Holzoberflächen bearbeiten

Holz von Hand hobeln: So hobeln Sie richtig

Trotz elektrischer Schleif- und Hobelmaschinen ist der traditionelle Handhobel ein Werkzeug, auf das kein Tischler verzichten würde. Mit Doppel-, Putz- und Simshobel ist man für die meisten Arbeiten bestens gerüstet. 

 
Holzoberflächen bearbeiten: Hobeln von Hand für saubere Ergebnisse © T. Straszburger
Holzoberflächen bearbeiten: Hobeln von Hand für saubere Ergebnisse

Holz auf Maß abtragen, Holzoberflächen glätten, kleine Riefen entfernen oder Falze ausarbeiten – dabei ist der Hobel in seinem Element. Ein wenig Übung ist allerdings schon erforderlich, um ihn sicher zu führen. Und Präzision ist wichtig. Denn beim Hobeln wird das Holz mit dem Hobeleisen in dünnen Streifen abgeschält. Ist diese scharfe Klinge nicht richtig fixiert, hat man schnell zu viel Holz abgetragen.

Die wichtigsten Hobel

Mit dem Doppelhobel können Sie Werkstücke aus Holz einpassen und Flächen, Kanten und Hirnholz bearbeitet. Die Hobeleisen-Klappe aus Metall des Doppelhobels bricht den Span sofort nach dem Schnitt und soll so den "vorauseilenden Span" verhindern.

Doppelhobel: Mit dem Doppelhobel können Sie Werkstücke aus Holz einpassen und Flächen, Kanten und Hirnholz bearbeitet. Die Hobeleisen-Klappe aus Metall des Doppelhobels bricht den Span sofort nach dem Schnitt und soll so den "vorauseilenden Span" verhindern.

Der Putzhobel mit steil stehendem Hobelmesser lässt das Holz nicht so schnell ausreißen und ermöglicht geringsten Materialabtrag. Er ist die erste Wahl, wenn Holzoberflächen optimal geglättet, Bleistiftmarkierungen oder kleine Riefen entfernt werden müssen.

Putzhobel: Der Putzhobel mit steil stehendem Hobelmesser lässt das Holz nicht so schnell ausreißen und ermöglicht geringsten Materialabtrag. Er ist die erste Wahl, wenn Holzoberflächen optimal geglättet, Bleistiftmarkierungen oder kleine Riefen entfernt werden müssen.

Der schmale Simshobel mit seitlich etwas überstehendem Hobeleisen ist der Spezialist für Ecken und Falze.

Simshobel: Der schmale Simshobel mit seitlich etwas überstehendem Hobeleisen ist der Spezialist für Ecken und Falze.

Hobeln von Hand: So geht's richtig

Zum Hobeln spannt man das Holz auf der Werkbank in Hüfthöhe fest ein. Mit der linken Hand umfasst man die Hobelnase oder das "Hörnchen" und mit der rechten den Handschoner (das gilt für Rechtshänder, Linkshänder machen es umgekehrt). Gehobelt wird mit viel Schwung über die gesamte Brettlänge. Je weiter das Hobeleisen über die Hobelsohle hinaussteht, desto größer ist der Spanabtrag und auch der Kraftaufwand.

Mit einem Doppelhobel zum Bearbeiten von Flächen, Kanten und Hirnholz, einem Putzhobel zum Glätten von Oberflächen und Entfernen von Riefen sowie einem Simshobel, der in Falzen bis in jede Ecke vordringt, ist man als Heimwerker bestens gerüstet, wenn es darum geht, ebene, maßgenaue und glatte Oberflächen zu schaffen.

Schieben Sie den Hobel mit der rechten Hand am Handschoner ...

Schieben Sie den Hobel mit der rechten Hand am Handschoner ...

... und führen sie ihn mit der linken an der Hobelnase ...

... und führen sie ihn mit der linken an der Hobelnase ...

... stellen Sie sich dabei so, dass Sie die Oberfläche mit Schwung hobeln. Hirnholz immer in kurzen Stößen diagonal hobeln.

... stellen Sie sich dabei so, dass Sie die Oberfläche mit Schwung hobeln. Hirnholz immer in kurzen Stößen diagonal hobeln.

Ein scharfes Eisen ist unverzichtbar

Ein scharfes Hobeleisen ist unverzichtbar für perfektes Hobeln. Mit speziellen Schleif-Vorrichtungen können Sie es auf einem Schleifstein winkelgenau nachschärfen.

Wer es allerdings leid ist, Hobeleisen ständig zu schärfen, kann auch zum Hobel mit Wechselklingen greifen.

TEXT: Annemarie Buchholz-Rade, Wolf Dietrich Laatzen, Wolfgang Seitz, Ulrich Wolf; FOTO: Chris Lambertsen
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