Selbstklebende Folien | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Richtig kleben - so gehts...

Selbstklebende Folien

Selbstklebende Folien schaffen schnell und problemlos Oberflächen, die pflegeleicht, haltbar und dekorativ sind.  Wir zeigen, wie man sie richtig aufzieht.

 
Selbstklebende Folien © Selbermachen

Ebene und glatte Flächen sind der beste Untergrund, um selbstklebende Folien aufzuziehen. Die Flächen dürfen gerne gewölbt, nicht aber kugelförmig nach innen oder außen sein. Je glatter die Fläche, desto besser das beklebte Stück. Um gut haften zu können braucht die klebende Rückseite der Folie einen Untergrund, der vollkommen staub- und fettfrei ist und keine Strukturen aufweist. Staub kann man mit einem kräftigen Staubsauger entfernen oder mit einem feuchten Tuch abwischen. Auch das Abblasen mit Druckluft bringt gute Erfolge. Fetthaltige Verschmutzungen entfernt man mit Spiritus, Leichtbenzin oder Universalverdünnung. Lackierte Flächen können unter Umständen von Verdünnung angelöst werden, was zu einer Beeinträchtigung der Haftfähigkeit führen kann. Mit den genannten Mitteln gereinigte Flächen sollten in jedem Fall vor dem Aufziehen der Folie gut ablüften. Auf strukturierten Flächen wie Rauhfasertapete oder geriffelten Metallteilen haftet Klebefolie nur sehr schlecht. Durch Schleifen oder Spachteln und Schleifen können solche Flächen geglättet werden. Je dünner die Klebefolie ist, desto deutlicher zeichnen sich darunterliegende Fremdkörper wie Haare oder Sandkörner nach dem Aufziehen ab. Optimale Sauberkeit der Klebefläche ist also geboten.
 

Schneiden und aufziehen

 
Zum Anzeichen von Schnittlinien kann man einen weichen Bleistift oder bei glänzenden Folien einen Filzschreiber verwenden, dessen Linien sich später mit Benzin entfernen lassen. Oder man zeichnet auf der Rückseite an, auf der auch ein aufgedrucktes Liniennetz das Zuschneiden erleichtert. Zum Zuschneiden wird eine scharfe Schere eingesetzt oder man verwendet Messer wie sie auch beim Schneiden von Papier und Pappe benutzt werden. Aufgezogen wird die Folie dann möglichst  blasenfrei. Dazu erst nur einen schmalen Streifen des Schutzpapiers lösen und scharf umknicken. Dann den Folienzuschnitt auf dem Untergrund ausrichten und die befreite Klebefläche andrücken. Das Schutzpapier wird zur freien Seite unter der sich wieder einrollenden Folie hervorgezogen und die freiwerdende Kleberschicht durch Reiben mit einem weichen Tuch angedrückt. Durch gleichzeitiges Ziehen am Schutzpapier und dem Anreiben aber die ganze Rollenbreite arbeitet man sich kontinuierlich vor. Bei größeren Flächen kann man den Untergrund vorher mit Wasser benetzen und dann sofort die Folie aufziehen. Für Korrekturen kann sie wieder abgezogen und erneut aufgeklebt werden. Mit einem feuchten Lappen können ungerade Flächen ausgeglichen werden.
 


Die Folie wird blasenfrei aufgezogen, indem man das Schutzpapier abzieht und dabei die Klebefläche durch gleichmäßiges Reiben über die ganze Breite auf den Untergrund drückt. Dazu verwendet man einen
weichen Lappen.
 


Zum Schneiden wird eine scharfe Schere, ein Cutter und ein Klingenmesser oder eine Schneidefeder benötigt. Kurven und Wellenlinien gelingen am besten mit einem Schneidrad. Als Anschlag für die Messer nur Metallschienen oder –lineale bzw. Holzlineale mit eingelegter Stahlschiene verwenden.
 


Zum Schneiden eine Kunststoff- oder Hartfaserplatte unterlegen. Weiche Holzflächen mit Maserung können das Messer leicht von der vorgegebenen Richtung ablenken. Kurze Strecken schneidet man mit einer Schere. Dabei immer über die Scherenspitze auf die vorgezeichnete Linie peilen und im abfallenden Material schneiden.

 
Lange Bahnen gerade aufziehen: Das Schutzpapier etwa 3 cm breit lösen, umknicken, die Bahn ausrichten, den Streifen andrücken und weiter wie im Bild ganz oben.
 


Feucht aufziehen: Die Fläche mit Wasser benetzen, das Schutzpapier von der Folie lösen und dieses ganzflächig auflegen. Wasser und Luft zu den Seiten rausschieben.
 


Bahnenstöße werden fugenlos dicht, wenn man die Bahnen etwas überlappt, leicht andrückt und gemeinsam schneidet. Die Abschnitte entfernen, endgültig andrücken.
 


Luftblasen, die sich nicht durch Schieben und Rollen entfernen lassen, werden mit einer Nadel oder Messerspitze angestochen und dann zum Loch hin angedrückt.
 

Ränder werden bei scharfen Kanten an der Kante bündig geschnitten, bei abgerundeten Kanten einige Millimeter zurückspringend mit Hilfe des Lineals abgetrennt. Gerade Konturen können in Grenzen umklebt werden. Die Folie mit dem Fön erwärmen und recken. Dann schnell andrücken und bis zum Erkalten mit Lappen pressen. Auch Kästen auskleben ist möglich, wenn man sich ein genaues Schnittmuster der fünf Flächen macht und die überflüssigen Eckteile vorher sauber ausklinkt. Bleiverglasung, aus transparenter Folie täuschend echt nachgemacht. Als Randeinfassung werden „Bleistreifen“ aus der Folie geschnitten und zusätzlich aufgeklebt. Besonders gut haftet Folie, wenn der Untergrund vorbehandelt wird. Man trägt Sprühkleber oder Weißleim auf und läßt ihn trocknen. Dann erst wird die Folie aufgezogen.
 

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