Dachausbau: Badezimmer | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin

Vorwand & Fliesen

Dachausbau: Badezimmer

Wir sind auf der Zielgeraden unseres Dachausbaus. Mit dem Badezimmer nimmt der erste Raum konkrete Formen an. Das bedeutet für Selbermacher: Kreative Raumgestaltung mit Metallprofilen und Gipskarton. Übersetzt: die reine Freude.

 
Ehepaar begutachtet Fliesen © Selbermachen
Ehepaar begutachtet Fliesen

Alles nur unter der Vorwand

Die Vorwandinstallation ist mittlerweile Standard in deutschen Bädern, und das aus gutem Grund. Hinter dieser halbhohen Vorgesetzten lassen sich nämlich sämtliche Wasserzu- und -abläufe höchst elegant verstecken, der freie Raum kann für Nischen fast aller Größen genutzt werden und mit dem oberen Abschluss können Sie auch die immer wieder gerne gesehenen Ablageflächen schaffen.

Dachausbau: Badezimmer

  1. BohrlöcherBohrlöcher© Selbermachen

    Bohrlöcher

    1 Markieren Sie die Bohrlöcher zur Befestigung des Bodenprofils. Achtung: Machen Sie sich einen Plan, wo die Heizschleifen entlanglaufen.
  2. SchienenSchienen© Selbermachen

    Schienen

    2 Alle Boden- und Wandschienen versehen Sie mit dem Klebeband zur Schallentkoppelung.
  3. Wandprofil anbringenWandprofil anbringen© Selbermachen

    Wandprofil anbringen

    3 Liegt die Oberkante der Vorwand fest, legen Sie bei der Montage des Wandprofils ein Stück Gipskarton als Höhen-Orientierung auf.
  4. Wandprofil einschneidenWandprofil einschneiden© Selbermachen

    Wandprofil einschneiden

    4 Den unteren Schenkel des Wandprofils müssen Sie auf Breite des vormontierten Nischenelements einschneiden und nach unten klappen.
  5. BeplankenBeplanken© Selbermachen

    Beplanken

    5 Das vordere UW-Profil schneiden Sie auf Länge, legen es auf die senkrechten Wandprofile auf und verkrimpern es mit den Wandprofilen.
  6. NischenelementNischenelement© Selbermachen

    Nischenelement

    6 Das Nischenelement lässt sich jetzt noch als Ganzes schieben und genau mittig ausrichten.
  7. Senkrechte ProfilSenkrechte Profil© Selbermachen

    Senkrechte Profil

    7 Erst wenn alle senkrechten Profile ausgerichtet sind, verkrimpern Sie sie mit dem CW-Profil.
  8. AbdeckungAbdeckung© Selbermachen

    Abdeckung

    8 Um das 100er-Abflussrohr auf der anderen Badseite zu verdecken, ist diese Spezialkonstruktion aus Gipskarton und Profilen nötig.
  9. SpezialkonstruktionSpezialkonstruktion© Selbermachen

    Spezialkonstruktion

    9 Das aufgebogene Profil hinten lässt sich leichter verschrauben. Die Gipsplatte liegt 4 cm über Bodenniveau, genug Platz für das Rohr.
  10. TrageständerTrageständer© Selbermachen

    Trageständer

    10 Der fertige Tragständer für den Waschtisch (Bezeichnung: W221) stammt ebenfalls von Knauf. Er hat alle Vorrichtungen und Schellen, um die Zu- und Abflussleitungen nach vorne auf die spätere Fliesenfläche zu ziehen. Alle Anschlüsse sind in Höhe und Breite verstellbar.
  11. Trageständer verdübelnTrageständer verdübeln© Selbermachen

    Trageständer verdübeln

    11 Wichtig: Der Tragständer muss mit zwei Schrauben im Boden verdübelt werden, weil später richtig Gewicht daran hängt. Er wird direkt vor den Wasseranschlüssen zwischen zwei aufrechte CW-Profile ins Bodenprofil gestellt.
  12. Trageständer verschraubenTrageständer verschrauben© Selbermachen

    Trageständer verschrauben

    12 Am oberen Ende muss der Tragständer dann auch noch mit den CW-Profilen verschraubt werden.
  13. FlächendichtbandFlächendichtband© Selbermachen

    Flächendichtband

    13 Zum kompletten Set gehören Flächendichtband für die Ecken sowie zwei Manschetten für die Durchführungen der Wasseranschlüsse.
  14. Fertiges StänderwerkFertiges Ständerwerk© Selbermachen

    Fertiges Ständerwerk

    14 Das fertige Ständerwerk auf der Waschtischseite. Wichtig ist, dass Sie alle Anschlusshalterungen am Tragständer auf Ihr Waschbecken einstellen und fixieren. Sind die Platten erst dran, ist das nicht mehr möglich!
  15. Ständerwerk WCStänderwerk WC© Selbermachen

    Ständerwerk WC

    15 Die andere Seite mit dem Hänge-WC ist aufgrund des fertigen Spülkastens höher (1,20 m statt 1,05 m), aber auch kürzer.
  16. Flächendichtband anbringenFlächendichtband anbringen© Selbermachen

    Flächendichtband anbringen

    16 Die Gipskartonwände an der Dusche gehören natürlich zum Spritzwasserbereich. Um sie gegen eindringende Feuchtigkeit zu schützen, müssen Sie sie mit „Flächendicht“ streichen. Nach dem Grundieren mit Tiefgrund verstreichen Sie „Flächendicht“ mit der Kunststoff- oder Lammfellrolle zunächst in den Ecken. Dann legen Sie das Flächendichtband ein und drücken es satt in die Dichtmasse.
  17. Flächendicht verstreichenFlächendicht verstreichen© Selbermachen

    Flächendicht verstreichen

    17 Mit einem Pinsel verstreichen Sie „Flächendicht“ auf dem Flächendichtband und drücken es gleichzeitig an und glätten es.
  18. Flächendicht auftragenFlächendicht auftragen© Selbermachen

    Flächendicht auftragen

    18 Nass in nass geht es dann mit der Rolle weiter. Nach dem ersten Anstrich lassen Sie drei bis vier Stunden vergehen, dann wiederholen Sie den Anstrich noch mindestens einmal, besser zweimal. Ziehen Sie den Dichtanstrich ruhig 10 bis 20 cm über das spätere Duschkabinenmaß hinaus auf die Wand.
  19. Klebeband abziehenKlebeband abziehen© Selbermachen

    Klebeband abziehen

    19 Wichtiger Tipp: Nach jedem Anstrich sollten Sie die Klebebänder zur Abdeckung der Duschwanne vorsichtig abziehen und vor dem nächsten Anstrich neu abkleben. Sonst kann es Ihnen nämlich passieren, dass das elastische „Flächendicht“ nach der Trocknung am Klebeband festklebt, und Sie die Dichtschicht mit dem Klebeband wieder von der Wand abziehen.

In unserem Fall ist es sogar so, dass sowohl das Waschbecken als auch das Hänge-WC um ein Vielfaches leichter und stabiler verankert werden können als in reinen Gipskartonwänden – speziellen Tragelementen sei Dank. Eine Vorwand ist ganz nebenbei gesagt auch ein echter Resteverwerter: Alle Metallprofile, die beim Wändestellen übrig geblieben sind, finden hier doch noch eine echte Aufgabe.

Wichtig: Natürlich müssen die bei der Vorwand eingesetzten Gipskartonplatten und Fugenmassen auch grün, also imprägniert sein. Im Zusammenspiel mit dem Fliesenkleber ist dann nämlich alles wasserdicht.

Bei der Wahl von Größe und Geometrie der Vorwand sind Sie relativ frei. Bei uns war der einzig limitierende Faktor die auf 1,15 m Höhe bereits montierten Steckdosen, deretwegen unsere Vorwand nur 1,05 m hoch werden konnte. In der Tiefe war bei uns Vorsicht angeraten: Durch die Heizschleifen der Fußbodenheizung waren hier 20 cm das absolute Maximum, wollten wir die Rohre nicht schon vor der Inbetriebnahme perforieren. Unsere Überlegung, das Bodenprofil mit einem Montagekleber zu kleben, statt im Estrich zu verdübeln, war zwar genial, wurde aber durch den Einwand durchkreuzt, dass der Tragständer für den Waschtisch zwingend verdübelt werden muss, damit er auch verlässlich hält.

Die 20 cm Tiefe passten im Übrigen hervorragend für unsere Nischenkästen, die von der Firma Trel mit 18 cm Tiefe geliefert werden. Auf der anderen Seite unseres Bades nahm uns der vom Sanitärinstallateur bereits montierte Spülkasten des WCs jeglichen Spielraum. Achtung: Die großflächige Verkleidung auf der Vorderseite eines solchen Kastens verlockt dazu, die Gipskartonplatten daran zu schrauben. Das sollten Sie nicht tun!

Fliesen verlegen

  1. VorwandVorwand© Selbermachen

    Vorwand

    21 Bevor Sie das Vorwandständerwerk vollständig beplanken, müssen die Wasseranschlüsse und der Ablauf verlängert und nach vorne gelegt werden. Unser Tipp: Beplanken Sie nur bis auf halbe Höhe und lassen Sie den Rest vom Profi machen, damit alles wirklich dicht ist.
  2. Fliesenkleber auftragenFliesenkleber auftragen© Selbermachen

    Fliesenkleber auftragen

    22 Hinter dem Waschbecken haben wir zwei Reihen aus großformatigen Platten als Kontrastpunkt zu den weißen Fliesen geklebt. Den sämig angerührten Fliesenkleber ziehen Sie mit der Zahnkelle von unten nach oben auf und kämmen
  3. Fliese verlegenFliese verlegen© Selbermachen

    Fliese verlegen

    23 Beginnen Sie mit dem Verlegen der Fliesen immer an der Oberkante der Vorwand. Setzen Sie sie zunächst auf Knirsch an die vorherige Fliese und ziehen Sie sie dann auf Fugenbreite weg. So drücken Sie den Kleber nicht in die Fuge.
  4. Fugen reinigenFugen reinigen© Selbermachen

    Fugen reinigen

    24 Nach jeder verlegten Fliese reinigen Sie die Fugen mit sauberem Wasser – das spart das spätere Auskratzen.
  5. Abstand messenAbstand messen© Selbermachen

    Abstand messen

    25 Der fällige Zuschnitt der Fliesenreihe liegt unten, wo er nicht so ins Auge fällt. Messen Sie den Abstand der letzten ganzen Fliese zum Boden und ziehen Sie 6 bis 8 mm für die Fugen zur Fliese darüber und zum Boden ab.
  6. Fliesen zuschneidenFliesen zuschneiden© Selbermachen

    Fliesen zuschneiden

    26 Mit einem Fliesenschneider bringen Sie die Fliese auf Länge. Angeritzt wird immer die glasierte Sichtseite der Fliese. Den Fliesenschneider können Sie im Baumarkt leihen.
  7. EckschutzleistenEckschutzleisten© Selbermachen

    Eckschutzleisten

    27 An den Übergängen von Fliesenfläche zu den Nischenkästen setzen Sie Eckschutzleisten aus Kunststoff. Zum Schneiden der Gehrungen keine elektrische Kapp- und Gehrungssäge verwenden (darin splittert die Leiste!), sondern eine Feinsäge und eine Gehrungslade.
  8. Leisten antackernLeisten antackern© Selbermachen

    Leisten antackern

    28 Die Leisten tackern Sie rundum an den Rand der Nischenkästen.
  9. ZuschneidenZuschneiden© Selbermachen

    Zuschneiden

    29 Die Ausklinkungen rund um die Kästen schneiden Sie am besten mit einem Winkelschleifer und einer Trennscheibe für Keramik.
  10. Fugenbreite einhaltenFugenbreite einhalten© Selbermachen

    Fugenbreite einhalten

    30 Auch bei aufwendigeren Fliesenzuschnitten muss die Fugenbreite an allen Seiten stimmen.
  11. FugenmasseFugenmasse© Selbermachen

    Fugenmasse

    31 Rühren Sie nach dem Trocknen des Fliesenklebers die Fugenmasse an. Achtung: Rühren Sie sie nicht zu schnell und vor allem nicht zu lange, beides verkürzt nämlich die mögliche Verarbeitungszeit der Masse.
  12. Fugenmasse auftragenFugenmasse auftragen© Selbermachen

    Fugenmasse auftragen

    32 Mit dem Schwammbrett wird die Fugenmasse aufgetragen und in die Fugen gedrückt.
  13. Überstehende FugenmasseÜberstehende Fugenmasse© Selbermachen

    Überstehende Fugenmasse

    33 Danach wischen Sie die überstehende Fugenmasse mit einem feuchten Schwamm ab.

Sie müssen vielmehr das Ganze mit Metallprofilen einfassen und die anschließende Beplankung ausschließlich daran fixieren. Obwohl Sie imprägnierte Gipskartonplatten verwenden und die auch noch mit wasserdichten Fliesen und Fugenmassen versehen, ist im direkten Spritzwasserbereich der Dusche eine weitere abdichtende Maßnahme erforderlich: das Verstreichen von „Flächendicht“. Dabei handelt es sich um einen absperrenden und elastischen Anstrich, der dem Wasser jeglichen Zugang zum Gipskern der Platten verwehrt.

Aufgetragen wird er mit der Rolle, und zwar mindestens zweimal. Wichtig ist eine vorherige Grundierung. Das kann entweder ein mit Wasser im Verhältnis 1:4 verdünntes „Flächendicht“ sein oder auch der gemeine Tiefgrund. Der Anstrich funktioniert allerdings nur in einem ausgeklügelten Zusammenspiel: Zum einen mit seinen Gehilfen aus dem gleichnamigen Set, dem Flächendichtband und den beiden Dichtmanschetten. Die drei sorgen an den Stellen, an denen neben der Feuchte auch eine gewisse Bewegung in den Bauteilen (Raumecken, Durchdringungen) stattfindet, für eine rissfrei bleibende Abdichtung. Zum anderen braucht das „Flächendicht“-System einen zementgebundenen Fliesenkleber, der seinen Teil zur Dichtigkeit beiträgt.

Deshalb sei uns auch hier noch mal der wichtige Hinweis gestattet: Verwenden Sie bei Ihren Arbeiten grundsätzlich alle Komponenten immer von nur einem Hersteller, denn die einzelnen Baustoffe greifen gerade bei so heiklen Arbeiten wie dem Abdichten ganz oft ineinander. Übrigens ist eine solche Abdichtung auch auf dem Boden zu empfehlen, falls Sie nicht wie wir eine bodengleiche Duschwanne eingebaut haben. Es reicht, wenn Sie den Duschbereich plus etwa 10 bis 20 cm Zugabe an jeder Seite abdichten.

Waren die bisherigen Arbeiten die Pflicht, folgt mit dem Verfliesen nun eindeutig die Kür. Seien wir ehrlich: Fliesen legen ist nicht ganz so einfach, wie es oft aussieht, es gehört ein gerüttelt Augenmaß und Genauigkeit dazu. Das fängt schon beim Anrühren des Fliesenklebers an: Stimmt das Mischungsverhältnis von Wasser und Pulver nicht, wird die Klebkraft an der Wand nicht optimal. Das ist gerade dann ärgerlich, wenn Sie am oberen Ende der Vorwand anfangen zu fliesen, die Platten also nach unten wegrutschen können.

Eine weitere Erfahrung haben wir mit der Dauer des Anrührens gemacht: Verrühren Sie den Kleber mit dem Quirl der Bohrmaschine zu lange, wird er schneller zäh und unbrauchbar. Hier ist Maßhalten wichtig. Verfliest wird grundsätzlich immer von einem Fixpunkt aus, der besonders ins Auge fällt. Bei der Vorwand ist das zum Beispiel immer die Oberkante. Zum Stückeln kommt es dann unten. Wir haben uns entschieden, hinter dem Waschbecken einen andersfarbigen Fliesenstreifen zu verlegen. Weil der genau nach Waschbecken ausgemittelt war, lagen der Verlauf und die Lage fest.

Von diesem Streifen aus mussten wir mit den kleineren weißen Fliesen zu den Wänden weitermachen und dann in beiden Raumecken stückeln. Haben Sie keinen Orientierung gebenden Streifen auf Ihrer Vorwand, messen Sie die Mitte der Wand ein und fliesen von dort aus jeweils zu den beiden Raumecken. So ist sichergestellt, dass die Zuschnitte an den Rändern gleich groß werden und das Ganze absolut symmetrisch aussieht.

Ob Sie nicht nur die Vorwände, sondern auch die darüber liegenden Restwände gleich mitverfliesen, ist nicht nur Geschmackssache. Unser Rat: Lassen Sie es bleiben. Die nicht verfliesten Wände haben nämlich die wichtige Aufgabe, eine hohe Luftfeuchtigkeit im Bad abzupuffern, respektive nach außen weiterzugeben. Dazu müssen sie dampfdiffusionsoffen bleiben, was mit Fliesen nicht gelingt. Ein guter Feuchtepuffer ist etwa ein feinkörniger Dekor- oder Rollputz.

Ist der Fliesenkleber trocken, wird verfugt. Auch hier sei Ihnen ans Herz gelegt, das auf der Verpackung angegebene Mischungsverhältnis penibel einzuhalten, damit Sie die Masse nicht zentimeterweise eindrücken müssen. Wichtig ist der Zeitpunkt, ab dem Sie mit dem Schwamm nachwischen. Machen Sie das erst, wenn der Zement- 27 schleier auf den Fliesen hell wird.

Waschbecken installieren

  1. Amatur montierenAmatur montieren© Selbermachen

    Amatur montieren

    34 Die Installation des Waschbeckens wird einfacher, wenn Sie die Armatur montieren, bevor Sie das Waschbecken aufhängen.
  2. AblaufgarniturAblaufgarnitur© Selbermachen

    Ablaufgarnitur

    35 Das Gleiche gilt für die Ablaufgarnitur. Wichtig: Die beiliegenden Dichtungsringe richtig herum einlegen! Der Blick in die Montagezeichnung ist dringend anzuraten.
  3. Waschbecken montierenWaschbecken montieren© Selbermachen

    Waschbecken montieren

    36 Die Stockschrauben, die am Tragständer in der Vorwand montiert sind, haben Sie auf den richtigen Abstand gestellt. Schieben Sie das Waschbecken auf die Schrauben.
  4. Muttern aufdrehenMuttern aufdrehen© Selbermachen

    Muttern aufdrehen

    37 Die beiliegenden Kunststoffmuttern verhindern einen direkten Kontakt von Schrauben zur Keramik. Drehen Sie sie mit der Hand auf, mit dem Gabelschlüssel fixieren Sie sie (nicht zu fest anziehen!)
  5. BaustopfenBaustopfen© Selbermachen

    Baustopfen

    38 Die Verlängerung und die Montage der Eckventile überließen wir dem Profi. Die Baustopfen können Sie aber schon abdrehen.
  6. SilikonSilikon© Selbermachen

    Silikon

    39 Ist alles verlegt und montiert, ziehen Sie an den Übergängen eine Silikonlinie. Mit Spülwasser formen und glätten Sie die Oberfläche.

Die Installation von Waschbecken und WC ist so eine Sache. In unserem Fall des „Erstanschlusses“ in einem Neubau hielten wir es wie beim Thema Strom: Wir als Selbermacher können viel vorbereiten, den Anschluss an die Frischwasserleitungen überließen wir dem Sanitärinstallateur. Auch aus dem Grund, dass die Wasseranschlüsse verlängert werden mussten, um die Eckventile gut verschrauben zu können.

Aber bis es an die Eckventile geht, gibt es noch genug zu tun, das Montieren der Waschtischarmatur beispielsweise. Das ist wesentlich einfacher, wenn das Waschbecken auf Böcken in erreichbarer Nähe liegt, und Sie nicht in Automechanikermanier von unten die Schrauben festziehen müssen. Das Gleiche gilt für den Ablauf. Für die Montage des Beckens an den Stockschrauben empfehlen wir einen Helfer: Gleichzeitig das Becken in der Waage halten und die beiden Kunststoffmuttern auf- und festdrehen, ist allein nämlich nur mit dem Risiko des Beckenbruchs machbar.

Apropos Kunststoffmuttern: Um den direkten Kontakt der Keramik mit dem Schraubenstahl zu vermeiden, haben die Schrauben hinten eine Hülse. Wichtig ist, dass diese Hülse tatsächlich in der Lochlaibung des Beckens sitzt und nicht davor. Ist das Becken montiert, können Sie die Ablaufgarnitur probeweise montieren und eventuell nachschneiden. Schließen Sie sie erst an, wenn der Installateur die Eckventile montiert hat.

Artikel aus selber machen Ausgabe 09/2013. Jetzt abonnieren!
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