Holzfußboden im Bad | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Echtholzboden

Holzfußboden im Bad

Die Nasszelle war gestern – heute ist das ganz persönliche Spa gefragt. Und dazu gehört natürlich ein warmer Echtholzboden, auf dem man gern barfuß läuft. Wir sagen Ihnen, worauf es beim Verlegen ankommt!

 
Badezimmer mit Echtholzparkett © Selbermachen
Badezimmer mit Echtholzparkett

Wärme und Natürlichkeit. Das sind die Schlüsselempfindungen, die uns Entspannung und letzten Endes auch Erholung verschaffen. Ein Echtholzboden ist daher aufgrund seiner Beschaffenheit wie dafür gemacht, uns diese Erholung zurückzubringen. Denn einen warmen Holzboden unter den Fußsohlen zu spüren ist etwas Wunderbares!

Doch wo laufen wir barfuß? Natürlich im Bad. Aber Holz und Wasser vertragen sich nun einmal nicht – sagte man noch vor einiger Zeit. Das hat sich nun zum Glück geändert, und Echtholzparkett im Bad ist realisierbar geworden.

Die Verlegung unterscheidet sich in nur wenigen, dafür aber entscheidenden Punkten: So muss das Parkett auf einem dafür vorbereiteten Boden vollflächig verklebt werden, und auch die Randfugen müssen mit einer Dichtungsmasse feuchteresistent verschlossen sein. Wer dann sein Echtholzparkett regelmäßig mit einem Holzöl pflegt, wird viele Jahre an dem schönen Erlebnis, barfuß auf dem warmen Holz laufen zu können, seine Freude haben. Wie Sie im Einzelnen dahin kommen, das zeigen wir Ihnen jetzt anhand eines Parketts von Haro.

Schleifmaschinen vorbestellen & leihen

© Selbermachen Besonders an Wochenenden und zum Monatsanfang sind die Schleifmaschinen schnell vergriffen. Clever ist, wer rechtzeitig vorbestellt und auch die richtigen Schleifbänder ordert.

Dies können Sie zum Beispiel auch in Ihrem Max-Bahr-Baumarkt tun, denn vielen Märkten ist auch ein Maschinenverleih angeschlossen.

  1. Schleifmaschine© Selbermachen

    Schleifmaschine

    Mit einer Schleifmaschine aus dem Maschinenverleih und ...
  2. Schleifband mit Körnung 16© Selbermachen

    Schleifband mit Körnung 16

    ... einem Schleifband mit Körnung 16 werden die Fliesen angeraut.
  3. Staub absaugen© Selbermachen

    Staub absaugen

    Den entstandenen Staub gut absaugen.
  4. Begrenzer für Ausgleichsmassen© Selbermachen

    Begrenzer für Ausgleichsmassen

    Um ringsherum eine Dehnungsfuge zu erhalten, wird im Randbereich ein sogenannter „Begrenzer für Ausgleichsmassen“ aus Schaumstoff fixiert. Dieser Schaumstoffstreifen wird nach dem Aushärten der Ausgleichsmasse wieder entfernt.
  5. Masse anrühren© Selbermachen

    Masse anrühren

    Nun den angeschliffenen Boden mit einem Haftgrund für Fliesen (etwa Ceresit Haftgrund extrem) vorstreichen und nach dem Trocknen die Ausgleichsmasse auftragen. Geben Sie zum Anrühren der Masse (Ceresit Bodenausgleich 0–20 mm) den Inhalt des Gebindes in einen Kunststoffbehälter.
  6. Rührquirl© Selbermachen

    Rührquirl

    Ein Rührquirl für die Bohrmaschine ist unbedingt notwendig, um die Masse klumpenfrei anzurühren.
  7. Ausgleichsmasse ausgießen© Selbermachen

    Ausgleichsmasse ausgießen

    Die selbstnivellierende Ausgleichsmasse auf den Fliesenboden gießen.

Holzboden im Bad: bei vollflächiger Verklebung ohne Probleme

© Selbermachen Sie haben nun bereits den Fußboden für die vollflächige Verklebung vorbereitet, und es kann losgehen. Beginnen Sie mit der Verlegung des Bodens in einer rechten Ecke. Dabei sollte sich die Verlegerichtung nach der Hauptlichtquelle im Raum, wie etwa einem Fenster, richten. Verlegen Sie also das Parkett längs des einfallenden Lichts.

Die Parkett-Pakete dürfen übrigens erst unmittelbar vor der Verlegung ausgepackt werden. In den Wintermonaten müssen die verschlossenen Pakete sogar der Verlegetemperatur von etwa 18 Grad angepasst werden. Gibt es dann eventuell eine längere Unterbrechung beim Verlegen, sollen die Dielen auch wieder in die Folie eingepackt werden, damit sie weder Feuchtigkeit ziehen noch austrocknen.

  1. Rohrausschnitt© Selbermachen

    Rohrausschnitt

    **Rohrausschnitt 1:** Entsprechend dem Rohrdurchmesser mit einem Forstnerbohrer Löcher bohren. Dann die Stege mit einer Säge aussägen. Den Sägeschnitt schräg (45 Grad) ausführen. So bleibt der Schnitt nahezu unsichtbar.
  2. Rohrausschnitt© Selbermachen

    Rohrausschnitt

    **Rohrausschnitt 2:** Erst den größeren Teil des Parkettstücks verkleben und anschließend das Passstück einsetzen. Durch den 45-Grad-Schnitt und den entsprechenden Leim schließen sich die Fugen wieder sehr gut.
  3. Krumme Wände© Selbermachen

    Krumme Wände

    **Krumme Wände:** Bei Unebenheiten in den Wänden sollte das allererste Parkettstück genau zugesägt werden. Dieser Arbeitsschritt ist äußerst wichtig, weil die Fuge zur Wand nur etwa 5 bis 8 mm betragen darf.

  1. Kleberfilm abziehen© Selbermachen

    Kleberfilm abziehen

    Öffnen Sie den Deckel des Klebers, und prüfen Sie, ob sich ein Film gebildet hat. Das kann manchmal vorkommen, wenn der Kleber längere Zeit gestanden hat. Rühren Sie diesen Film nicht unter, sondern ziehen Sie ihn einfach ab! Alles andere würde zu Klümpchen im Kleber führen.
  2. Parkettreihen anzeichnen© Selbermachen

    Parkettreihen anzeichnen

    Tragen Sie immer nur so viel Kleber auf, wie Sie innerhalb von etwa 10 bis 15 Minuten verarbeiten können. Wir empfehlen, die Breite von zwei Parkettreihen anzuzeichnen und nur so breit den Kleber aufzutragen!
  3. Länge aufzeichnen© Selbermachen

    Länge aufzeichnen

    Beginnen Sie auf der rechten Seite mit einem Drittelstück des Parketts.
  4. Diele kürzen© Selbermachen

    Diele kürzen

    So können Sie sicher sein, dass Sie auf jeden Fall einen Versatz der Fugen erhalten.
  5. Kleber auftragen© Selbermachen

    Kleber auftragen

    Tragen Sie mit einem normalen Spachtel den Kleber auf den Zahnspachtel auf, und ...
  6. Kleber verteilen© Selbermachen

    Kleber verteilen

    ... verteilen Sie den Kleber auf der markierten Fläche.
  7. Abstandskeile einsetzen© Selbermachen

    Abstandskeile einsetzen

    Für eine 5 bis 8 mm breite Fuge zum Randbereich werden Abstandskeile eingesetzt. Tipp: Bauchemie ist nichts für ungeschützte Hände. Tragen Sie beim Kleberauftrag besser Handschuhe.
  8. Endstück einsetzen© Selbermachen

    Endstück einsetzen

    Links im Raum angekommen, wird das Endstück passgenau zugesägt und eingesetzt.
  9. Endstück mit Schlagklotz einsetzen© Selbermachen

    Endstück mit Schlagklotz einsetzen

    Wenn das Stück zu schwer einzusetzen ist, nehmen Sie für die lange Seite einen Schlagklotz zu Hilfe.
  10. Endstück mit Montageeisen einsetzen© Selbermachen

    Endstück mit Montageeisen einsetzen

    Um das Stück in der kurzen Seite einzusetzen, wird das Montageeisen benutzt.

  1. Wand und Boden abkleben© Selbermachen

    Wand und Boden abkleben

    Damit kein Wasser seitlich unter das Parkett gelangen kann, muss es ringsherum mit einer Fuge aus silikonfreier Fugendichtmasse versiegelt werden. Kleben Sie dazu den Boden sowie die Wand mit jeweils einem Streifen Malerband ab, um diese vor herausquetschender Dichtmasse zu schützen
  2. Randbereich versiegeln© Selbermachen

    Randbereich versiegeln

    Versiegeln Sie den Randbereich mit Kartusche und Fugendichtmasse.
  3. Fugenwerkzeug© Selbermachen

    Fugenwerkzeug

    Ein Fugenwerkzeug ist ein großer Helfer. Mit ihm bekommen Sie auch als Ungeübter eine wirklich tolle Fuge hin.
  4. Klebeband entfernen© Selbermachen

    Klebeband entfernen

    Nicht vergessen: Klebeband sofort entfernen, sonst klebt es mit an!

Das Wasser kann kommen!

© Selbermachen Bevor der Badespaß beginnen kann, muss der Boden zuvor noch zweimal mit dem „Spa Öl natura“ von Haro behandelt werden. Das Öl dringt tief ins Holz ein, wirkt oberflächenverdichtend und wasserabweisend. Dabei bleibt die Oberfläche dennoch dampfdurchlässig und offenporig.

  1. Grüner Schleifpad© Selbermachen

    Grüner Schleifpad

    Mit einem Tellerschleifgerät und einem grünen Schleifpad (grün zeigt die Grob- beziehungsweise Feinheit des Schleifmittels an) wird ...
  2. Fläche überarbeiten© Selbermachen

    Fläche überarbeiten

    ... die gesamte Fläche einmal überarbeitet.
  3. Staub absaugen© Selbermachen

    Staub absaugen

    Der entstandene Schleifstaub wird mit einem Staubsauger abgesaugt.
  4. Fläche ölen© Selbermachen

    Fläche ölen

    Jetzt kann die Fläche geölt werden. Das Öl wird mit einer fusselfreien Mohair-Kurzhaarrolle aufgetragen. Damit die Wand vom Öl verschont bleibt, hält man ein Stück Pappe oder einen Rest Parkett zwischen sie und die Rolle.
  5. Öl abnehmen© Selbermachen

    Öl abnehmen

    Überschüssiges Öl wird mit einem Lappen abgenommen.
  6. Fläche abschleifen© Selbermachen

    Fläche abschleifen

    Nach 12 Stunden wird noch einmal „gepaded“ und die zweite Ölschicht aufgetragen.

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Warum muss Parkett im Bad immer vollflächig verklebt werden?

Weil bei schwimmend verlegten Böden das Wasser über die erforderliche Randfuge unter das Holz laufen könnte und so kapitalen Schaden anrichten würde.

Warum darf kein Lack als Oberflächenversiegelung im Bad eingesetzt werden?

Durch das Arbeiten des Holzes entstehen an den Kanten der einzelnen Lamellen kleinste Risse und Fugen im Lack. Hier kann wiederum Feuchtigkeit eindringen und zu Anquellungen führen.

Und was ist mit Wachsoberflächen?

Vom Material her ist dies grundsätzlich nicht geeignet. Das schichtbildende Oberflächenfinish wird nur durch zweimaliges Ölen erreicht.

Kann der geölte Boden später noch einmal abgeschliffen werden?

Ja, das ist kein Problem.

Was mache ich, wenn das Parkett beschädigt wurde, etwa durch ein heruntergefallenes Glas?

Öloberflächen können fachgerecht repariert werden: Meist reicht ein partielles Schleifen und Nachölen.

Sicherheits-Tipps

© Selbermachen© Selbermachen Bei den mit dem Öl behafteten Materialien wie Lappen und Rolle entsteht während der Trocknung Wärme, und es kann zur Selbstentzündung kommen. Lassen Sie daher nie zusammengeknüllte Lappen einfach liegen. Verwahren Sie diese Dinge mindestens 3 Tage in einem mit Wasser gefüllten Eimer!

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren