Moderne Feuerstätten im Überblick – Kaminöfen, Pelletöfen, Heizkamine und Kachelöfen | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Vergleich: Festbrennstoffgeräte

Moderne Feuerstätten im Überblick – Kaminöfen, Pelletöfen, Heizkamine und Kachelöfen

Ein Kaminofen verbreitet in den kalten Tagen wohlige Wärme. Doch nicht nur deshalb ist er der Traum vieler Hausbesitzer. Denn, mit ihm kann Energie, und somit bares Geld, gespart werden - und das trotz steigender Holz- und Ölpreisen. Der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. hat nun eine Übersicht moderner Feuerstätten zusammengestellt.

 
 Feuerstätten im Vergleich: Kaminöfen, Pelletöfen, Heizkamine und Kachelöfen © Selbermachen
Feuerstätten im Vergleich: Kaminöfen, Pelletöfen, Heizkamine und Kachelöfen

Derzeit lodern über 10 Millionen Kaminfeuer in Deutschland. Laut Schätzungen des HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. werden in dieser Heizsaison rund 300.000 Geräte mehr verkauft. Deshalb hat der HKI für alle Interessenten eine Übersicht moderner Festbrennstoffgeräte zusammengestellt.

Der Kaminofen: schnell zum Feuervergnügen

Kaminöfen sind in Serie gefertigte Feuerstätte aus Stahl oder Gusseisen. Verkleidet mit Stahlblech, Naturstein oder Keramik, heizen sie sich schnell auf und spenden nach kurzer Zeit wohlige Wärme.

Beim Übergang zur kalten Jahreszeit ersetzen sie die Heizung. Und wenn es richtig fröstelt und die Temperaturen in den Keller sinken, wird die vorhandene Heizungsanlage unterstützt.

Sie lassen sich in praktisch jede Wohnung einbauen, die über einen geeigneten Schornstein verfügt. Aber auch wenn kein Schornstein vorhanden ist, lässt sich dieser im Haus nachrüsten. Zwar ist dies ein durchaus ambitioniertes Projekt, lässt sich aber in drei Tagen realisieren.

Durch ihr Innenleben und einer optimalen Luftzufuhr sorgen moderne Kaminöfen für eine ebenso wirtschaftliche wie umweltgerechte Verbrennung. Dies gilt aber natürlich nur bei sachgemäßer Bedienung und geeigneten Brennstoffen. So helfen sie dabei, Heizkosten zu senken und bares Geld zu sparen.

Der Pelletofen: Wohnkomfort rauf – Heizkosten runter

Die Funktionsweise eines Pelletofens unterscheidet sich von anderen Kaminarten. Er mit kleinen, genormten “Holzstiften” befeuert. Die sogenannten Pellets werden aus Sägespänen gepresst. Sie werden automatisch in den Brennraum befördert und elektrisch gezündet.

Die Regulierung von Heizleistung und Verbrauch erfolgt manuell oder über eine Automatik. Pelletöfen erreichen nicht selten einen Wirkungsgrad von 90 Prozent. Dadurch lässt sich mit ihnen besonders umweltschonend und effizient heizen.

Und im Gegensatz zur klassischen Öl- oder Gasheizung spart Heizen mit Pellets fossile Energie, ist umweltschonend und darüber hinaus auch kostengünstiger.

Der Heizeinsatz: Geschlossener Feuerraum für hohen Wirkungsgrad

Der Heizkamin ist eine Weiterentwicklung des klassischen offenen Kamins. Von seinem Vorläufer unterscheidet er sich vor allem darin, dass er mit einem Heizeinsatz ausgestattet ist. Dieser bildet einen geschlossenen Feuerraum.

Somit sorgt er für weniger Emissionen und Wärmeverlust. Dadurch profitiert nicht nur die Umwelt, sondern auch der Geldbeutel.

Sollten Sie im Haus bereits einen offenen Kamin haben, empfiehlt es sich, ihn mit einer Heizkassette nachzurüsten. Eine optimale Luftzufuhr und die Konstruktion steigern den Wirkungsgrad des Kamins von 20 auf etwa 70 Prozent.

Und sie verhindern, dass ein Großteil der Wärme einfach durch den Schornstein in die Luft geblasen wird. Heizkamine eignen sich aufgrund ihrer hohen Heizleistung besonders für große Wohnungen oder Häuser.

Kachelöfen: individuell gestaltet und handwerklich errichtet

Sie werden nach den Vorgaben des Hausherrn vom Ofensetzer errichtet und dabei an das persönliche Wohnumfeld angepasst.

Ihr “Herzstück” ist ihr Heizeinsatz. Dieser sorgt in Verbindung mit metallischem Wärmetauscher für schnelle oder mit einem keramischen Speicher für die besonders lang anhaltende Wärme. Sie zeichnet diese Art der Feuerstätte in besonderem Maße aus.

Alle vier Feuerstätten werden mittlerweile auch mit Wasser-Wärmetauschern angeboten. Die gewonnene Wärme wird einem Pufferspeicher zugeführt und kann das vorhandene zentrale Heizungssystem unterstützen.

Darüber hinaus ist ihnen eines gemeinsam: Sie heizen nicht nur sehr effizient, sondern auch umweltgerecht und klimaneutral – mit dem nachwachsenden Brennstoff Holz. Weitere Infos stellt der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. auf www.ratgeber-ofen.de zur Verfügung.

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