Smarthome mit Musik versorgen

Multiroom-Audio-Systeme: So kommt die Musik in alle Zimmer

Es geht auch ohne aufwendige Kabel- und Lautsprecherinstallation: Audiosysteme mit Streaming-Technik, so genannte "Multiroom-Audio-Systeme", bringen ihren Lieblings-Sound überall hin. Dabei nutzen sie vorhandene Netzwerke und das Smartphone. Vor allem aber: Sie funktionieren weitgehend drahtlos.

 
Smarthome: Mit einem Multiroom-Audio-System kommt die Musik in alle Zimmer © T. Straszburger
Smarthome: Mit einem Multiroom-Audio-System kommt die Musik in alle Zimmer

Multiroom-Audio: Das ist der Fachbegriff für Musik im ganzen Haus. Das hört sich nach vielen Räumen an – und nach viel Geld. Denn klassische Multiroom-Audiosysteme mit Lautsprechern vom Bad bis zur Terrasse kommen vor allem in exklusiven Villen oder Einfamilienhäusern zum Einsatz.

Seit immer mehr Wohnungen digital vernetzt sind, kann sich diesen Luxus aber jeder leisten. Audio-Streaming-Anbieter wie Spotifiy oder Deezer machen es möglich.

Im einfachsten Fall reichen ein paar Bluetooth-Lautsprecher, die man geschickt in der Wohnung verteilt. So erklingt die Lieblingsmusik vom Smartphone in jedem gewünschten Raum.

Ein Multiroom-System ist das aber noch nicht, weil Bluetooth-Geräte eine direkte Funkverbindung miteinander eingehen. Das heißt: Es spielt immer nur ein Empfänger. Für echten Multiroom-Betrieb müssen die Datenströme übers heimische Netzwerk fließen.

Am besten mit Router

Die Voraussetzungen für ein System mit mehreren Lautsprechern hat jeder zu Hause, der einen Internet-Anschluss besitzt: den Router.

Handelt es sich um einen WLAN-Router, können Funkboxen drahtlos mit Musik versorgt werden. Ein stabiles WLAN-Netzwerk ist dann allerdings Pflicht.

Wer in manchen Ecken der Wohnung beim Surfen über Verbindungsabbrüche klagt, wird dort auch an der Musik wenig Freude haben. Hersteller wie Denon oder Raumfeld bieten extra WLAN-Sender und -Repeater an, um die Reichweite ihrer Lautsprecher zu vergrößern.

Andere wie LG, Samsung oder Sonos haben die Technik gleich in ihre Geräte eingebaut: Die Lautsprecher spannen ein eigenes Streaming-Netzwerk auf und verstärken sich gegenseitig.

Hinzu kommt häufig noch eine sogenannte Bridge. Sie hängt als Funkverteiler per LAN-Kabel am Router. Zur Fernbedienung dient das Smartphone oder Tablet.

Zwar gibt es an manchen Lautsprechern auch Stationstasten, die sich mit Webradiosendern oder Playlisten vom PC belegen lassen, die komplette Musikbibliothek ist aber nur per App erreichbar.

Zentrale Musikspeicher

Apropos Titel: Wer seine Sammlung nicht direkt vom Smartphone oder Computer wiedergeben möchte, hat noch andere Speichermöglichkeiten. Am praktischsten ist eine Netzwerk-Festplatte, auch NAS-System genannt (Network Attached Storage), die direkt an den Router angeschlossen wird.

Die Audio- Dateien werden darauf abgelegt wie auf einem PC, sind aber jederzeit erreichbar, selbst wenn der Computer ausgeschaltet ist.

Über den Internet-Anschluss des Routers können auch Online-Speicher wie der Amazon Cloud Player oder Google Music als Quelle dienen – sofern der Multiroom-Hersteller sie unterstützt.

Dasselbe gilt für Abodienste wie Deezer, Napster oder Spotify. Die Entscheidung für ein bestimmtes System sollte also nicht nur von den Geräten abhängen – ob es Stereo- Lautsprecher, TV-Soundbars oder Subwoofer gibt –, sondern auch von den im Haus abspielbaren Musikquellen.

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