Dieses Werkzeug brauchen Sie zum Fliesenlegen und Verfugen | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Die Grundausstattung zum Fliesen verlegen

Dieses Werkzeug brauchen Sie zum Fliesenlegen und Verfugen

Grundsätzlich ist Fliesenverlegen nicht schwierig, man benötigt dafür lediglich einen ebenen Untergrund und ein Händchen für exaktes Arbeiten mit dem passenden Werkzeug. Hier erfahren Sie, welches Werkzeug Sie beim Fliesen verlegen immer zur Hand haben sollten.

 
Die Grundausstattung zum Fliesen verlegen: Dieses Werkzeug brauchen Sie zum Fliesenlegen und Verfugen © Thomas Danebrock/ Selber Machen Media
Die Grundausstattung zum Fliesen verlegen: Dieses Werkzeug brauchen Sie zum Fliesenlegen und Verfugen

Mit dem passenden Werkzeug und ein wenig Geschick ist auch das Fliesen legen für Selbermacher kein Hexenwerk. Wir haben die benötigte Grundausstattung für Sie in einer Übersicht zusammengefasst.

1. Schneiden, Klopfen, Spachteln 

Mit dem Gummihammer  werden die Boden- und Sockelfliesen leicht angeklopft. Die beiden Fliesenhämmer  mit dem sehr spitz zulaufenden Kopf (Finne) eignen sich zum feinfühligen Herausschlagen von Löchern in Fliesen. Dreieckszahnspachtel  gibt es in verschiedenen Ausführungen und unterschiedlichen Zahnungen. Damit werden die Dünnbettmörtel entsprechend der Fliesenrückseite und der Größe der Fliese aufgetragen und durchgekämmt.

Im Floatingverfahren wird der Klebemörtel großflächig auf den Untergrund mit einer Zahnkelle oder einem Zahnspachtel aufgetragen. Verteilt wird der Kleber mit der glatten Kante und dann mit der Zahnkante durchgekämmt. Kreisrunde Löcher unterschiedlicher Durchmesser werden mit dem Fliesenlochschneider und einer Bohrmaschine in die Fliese geschnitten. Die Schneide ist verstellbar. Unentbehrlich für gerade Schnitte ist das Fliesenschneidegerät. Die besseren Geräte haben einen verstellbaren Anschlag für gleichmäßige Anschnittfliesen.

Die Fliesen müssen dann nicht einzeln angezeichnet werden. Mit der Papageienzange werden kleine Stücke für enge Aussparungen und Ecken aus der Fliese herausgeknabbert. Will man mit der Brechzange Fliesenstreifen herausbrechen, müssen sie mit dem Fliesenschneider vorher angeritzt werden. Mit Traufel oder Kelle wird Kleber oder Fugenmasse aufgetragen. Zum Glätten der Anschnittkanten werden Feilen und mit spezieller Beschichtung gebraucht.

Das Stahlrädchen der Fliesenzange ritzt die Fliese an, die dann mit dem Zangenmaul gebrochen und festgehalten wird. Auf dem Boden wird der Fugenmörtel mit einem Gummischieber an langem Stiel verteilt und eingearbeitet. Die gleiche Arbeit wird an der Wand mit dem Fugengummi ausgeführt. Zum guten Schluß wird mit dem Schwammbrett nach­gefugt und grob gereinigt. Es gibt sie in verschiedenen Größen mit unterschiedlichen Schwämmen.

2. Kleben, Anzeichnen, Schützen, Reinigen

In einem großen, stabilen und standfesten Kunststoffeimer wird der Fliesenkleber angemacht. Man wird beim Fliesenlegen öfters auf den Knien arbeiten, da sind die Knieschoner sehr angenehm. Fliesen­kleber und Fugenmörtel enthalten Zement und reagieren mit Wasser alkalisch. Das greift die Haut an. Zum Schutz der Hände werden beim Arbeiten Gummihandschuhe getragen.

Mit einem Rührquirl als Bohrmaschinenaufsatz läßt sich der Mörtel besonders gleichmäßig in der gewünschten Konsistenz anmachen. Fliesenecken oder Fliesenkreuze für verschiedene Fugenbreiten sichern den richtigen und immer gleich­mä­ßigen Abstand der Fliesen zueinander. Die Kunststoffkreuze sind niedriger als die Fliese und verbleiben in den Fugen. Zwei Fliesenlegerecken, die rechts und links jeweils auf die erste Fliese gesetzt und mit einer Richtschnur verbunden werden, nennt man Fliesenhexe. Diese hilfreiche Einrichtung dient zur Orientierung und Maßhaltigkeit beim Verlegen von Wand- und Bodenfliesen.

Die rechten Winkel werden mit einem Richtwinkel aus Metall überprüft. Die Richtwinkel gibt es mit unterschiedlichen Schenkellängen, glatt aufliegend oder, wie hier gezeigt, mit einer Anlegekante. Unentbehrlich zum Messen ist der Zollstock mit Zentimeter- und Millimeterangabe. Zwei oder drei Zollstöcke, auf dem Boden ausgelegt, verschaffen Überblick bei der Einteilung der Verlegemuster und Arbeitsabschnitte. Zum Anzeichnen auf der Wand oder auf den einzelnen Fliesen muß unbedingt ein Bleistift oder ein Wachsstift benutzt werden. Ein Filzstift ist ungeeignet. Die wasserlösliche Farbe eines Filzstiftes könnte auf der Fliesenrückseite durchschlagen und zur Verfärbung der Fliese führen. Etwas, das man ruhig sehr oft fallen lassen sollte, ist das Senklot. Vertikale Ausrichtungen werden damit ausgelotet.

Vor Beginn der Verlegearbeiten werden die senkrechten Hilfslinien auf der Wand angezeichnet. Während des Verlegens wird laufend mit dem Senklot kontrolliert. Auch die Wasserwaage wird sehr häufig gebraucht werden, um die horizontale Ausrichtung zu überprüfen. Es gibt sie in verschiedenen Längen. Bei großen Flächen wird es sinnvoll sein, zusätzlich eine längere bereitzulegen.

Die dauerelastischen Fugen zwischen Wand und Boden und an den Sanitärobjekten müssen mit elastischem Material wie Silikon ausgespritzt werden. Das gelingt am besten mit einer Kartuschenpistole, mit der man einen ganz gleichmäßigen Druck auf die Kartusche ausüben kann. Zum Feuchtreinigen der Flächen und Entfernen von Kleber­resten und Fugenschlämmen werden Schwämme in verschiedenen Größen gebraucht. Die Schwämme müssen immer wieder gründlich ausgespült werden, lieber einen mehr bereitlegen.

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