Alle Räume optimal mit Internet versorgen

Das Zuhause richtig vernetzen: WLAN, Ethernet und Powerline im Vergleich

Kabel, WLAN oder Powerline sind die drei unterschiedlichen Möglichkeiten um in jedem Raum in Haus oder Wohnung die bestmögliche Internetversorgung zu erreichen. Unser Vergleich der drei Techniken hilft Ihnen dabei, die richtige für Ihre Bedürfnisse zu finden.

 
Alle Räume optimal mit Internet versorgen: WLAN, Ethernet und Powerline im Vergleich © PR/ Hersteller
Alle Räume optimal mit Internet versorgen: WLAN, Ethernet und Powerline im Vergleich

Sie brauchen Internet im Wohn-, Arbeitszimmer, Büro und auch in Räumen, die eigentlich gar keinen Internet-Empfang haben? Mit der richtigen Vernetzung können Sie überall mit PC, Smartphone oder Tablet surfen.

Doch zunächst steht die Frage: Kabel, WLAN oder Powerline? Welche Lösung für Sie ideal ist, lesen Sie hier.

WLAN: frei beweglich

WLAN: frei beweglich

Was ist das für ein Zugang?

WLAN-Funk ermöglicht eine kabelunabhängige Übertragung des Internetsignals an netzwerkfähige „Empfänger“ – wie Notebooks, Smartphones oder Tablet-PCs.

Beim Surfen können Sie sich mit diesen Geräten in Haus oder Wohnung bewegen, ohne an einem festen Ort zu verharren. Natürlich können Sie mit WLAN auch Ihren Schreibtisch-PC mit Internet versorgen.

Wie schnell ist der Zugang?

Die derzeit schnellsten WLAN-Verbindungen sind über den ac-Standard möglich. Wenn Router (wie die Fritz Box 7490 oder das Telekom-Gerät Speedport W 921 V) und Notebook & Co. diesen Standard unterstützen, ist ein Tempo von bis zu 540 Mbit/s möglich.

Wo bekommt man ihn?

WLAN ist an jedem DSL-Anschluss mit WLAN-Router möglich.

Was wird benötigt?

Sie brauchen einen WLAN-Router (oft im DSL-Angebot dabei) und WLAN-fähige Geräte wie Smartphones, Tablet-PCs, Notebooks und Desktop-Computer. WLAN-Adapter zum Nachrüsten für PCs gibt es10 Euro. Dieser wird meist per USB angeschlossen.

Vorteile

  • Sie müssen keine Kabel verlegen.
  • Beim Surfen können Sie sich frei bewegen.
  • Zusätzliche Geräte lassen sich problemlos einbinden

Nachteile

  • Das WLAN-Signal wird durch Wände oder Decken abgeschwächt. Müssen beispielsweise drei Wände oder Decken überbrückt werden, brauchen Sie WLAN-Repeater.

Welche Anbieter gibt es?

Router gibt’s von allen Festnetzanbietern wie Telekom, Vodafone und O2, aber auch von Anschlussanbietern wie etwa 1&1. Am häufigsten werden Geräte von AVM (Fritz Box) eingesetzt.

Kosten

Entweder DSL-Vertrag enthalten (gratis oder bis 100 Euro). Im Handel kosten Router ab 50 Euro, gebraucht sind sie noch günstiger.

Cat-Kabel: Die Schnellste 

Cat-Kabel: Die Schnellste

Was ist das für ein Zugang?

Die Verbindung per Netzwerkkabel („Cat“ oder „Ethernet“) zwischen Router und PC ist denkbar einfach herzustellen: Netzwerk-Buchsen gibt es an jedem Router. Von dort verbinden Sie einfach das Ethernet- oder Cat-Kabel mit einem PC oder Notebook.

Netzwerkkabel kosten zwar nur etwa 60 Cent pro Meter – exakt für „Ihre“ Bedürfnisse abgemessene Kabel sind aber deutlich teurer. Wir zeigen, wie Sie sich das perfekte Kabel selbst konfektionieren und damit bares Geld sparen.

Wie schnell ist der Zugang?

Netzwerkkabel haben kaum Verluste beim Übertragen von Daten – im Gegensatz zu WLAN-Verbindungen. Das Tempo hängt von den Anschlüsse des Routers ab.

Gigabit-Anschlüsse (1.000 Mbit/s) sind der meist verbereitete Geschwindigkeitsstandard. 750 bis 950 MBit/s lassen sich im Regelfall übertragen (die Reichweite ist dabei nicht entscheidend).

Wo bekommt man ihn?

Wenn Sie einen DSL-Anschluss und einen Router haben, können Sie ein kabelgebundenes Netzwerk aufbauen. Denn: LAN-Steckplätze gibt’s an jedem Router.

Was wird benötigt?

Ein DSL-Anschluss, Router, Netzwerkkabel, ein PC –mehr nicht.

Vorteile

  • Keine andere Verbindung überträgt Daten so schnell und zuverlässig wie ein Netzwerkkabel.
  • Netzwerkkabel sind von außen absolut "abhörsicher".

Nachteile

  • Datenkabel sind nicht sehr biegsam und lassen sich schwer um Ecken verlegen.
  • Sie müssen zudem „versteckt“ werden, damit sie nicht als Stolperfallen im Weg herumliegen.

Welche Anbieter gibt es?

Netwerkkabel bekommen Sie in jedem Baumarkt.

Kosten

Ab 60 Cent pro Meter.

Powerline: Die Premium-Lösung

Powerline: Die Premium-Lösung

Was ist das für ein Zugang?

Der Internetanschluss liegt im Keller und das Dachgeschoss soll auch mit Internet in einem akzeptablen Tempo versorgt werden? Die weit vom Router entfernten Geräte haben keine gute WLAN-Verbindung?

Mit Powerline-Adaptern können Sie die Geräte ganz bequem über die Stromleitung miteinander und mit dem Router verbinden.

Damit erhalten Sie in jedem Raum, in dem ein Powerline-Adapter die Internetsignale empfängt, auch ein hohes Datentempo.

Wie schnell ist der Zugang?

In Powerline-Netzen kommt die Netztechnik „Homeplug AV“ zum Einsatz. Sie kann Übertragungsraten von bis zu 500 Mbit/s über eine Reichweite von 500 Metern erzielen.

Die "Homeplug AV2"-Technik sorgt für Übertragungsraten von bis zu 1.200 Mbit/s und etwa 900 Metern Reichweite.

Wo bekommt man ihn?

Powerline-Adpater gibt es von diversen Anbietern in jedem Fachhandel und übers Internet zu kaufen.

Was wird benötigt?

Mindestens ein Powerline-Adapter und ein Powerline-Empfänger. In der Regel werden die Geräte immer als Paar verkauft.

Vorteile

  • Einfache Installation
  • Per Powerline wird das Netzwerk ganz einfach im Haus übers vorhandene Stromnetz verteilt.

Nachteile

  • Powerline-Geräte kosten bis 70 Euro pro Stück.
  • Powerline-Adapter können Funkstörungen erzeugen. Um das zu vermeiden, sollten Steckdosen direkt neben dem Adapter stets frei bleiben.
  • Probleme gibt es bei getrennten Stromkreisen.

Welche Anbieter gibt es?

AVM, Devolo, D-Link, Netgear, MSI oder Allnet fertigen Powerline-Geräte.Es gibt Geräte mit und ohne eingebaute Steckdose.

Kosten

Der Einstiegspreis mit einem Adapterpaar liegt bei rund 50 Euro. Modelle mit eingebauter Steckdose kosten um die 75 Euro.

Artikel aus selber machen Ausgabe 06/2015. Jetzt abonnieren!
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