Gartenwege – Vier Highlights | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Vier Ideen: Schöne Wege

Gartenwege – Vier Highlights

Ob Naturstein-Mosaik oder Trittsteine mit Blattmuster. Bei der Gestaltung von Gartenwegen sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt.

 

 
DIY Gartenweg © Borkowski

Mit diesen vier Ideen zur Neugestaltung oder Erweiterung Ihres Gartenweges werden Rasen und Blumenbeete zu einem einzigartigen Blickfang.

Kieselplatten mit XXL-Mosaik
Ihr ganz persönliches Kunstwerk

Die Bodenbilder aus Kieselsteinen, deren Muster sich je nach Belieben über mehrere Platten erstrecken, wollen gut geplant sein. Daher ist es sinnvoll, bereits vorab Skizzen des Mosaiks anzulegen. Je nachdem, wie groß die Platte ausfallen soll, wird der angerührte Beton-Estrich in eine Plastikschale gefüllt, die als Form dient, und mit der Schaufel glatt gestrichen. Dann große Kieselsteine an den Rand der Schale in den Estrich drücken. Ist der Estrich abgebunden, wird eine dünne Schicht Mörtel zugegeben und geglättet. Kleine Steine kreisförmig in den Mörtel stecken.

Sind alle Kiesel auf der Mörtelfläche verteilt, mit einer Leiste die gleichmäßige Höhe der Steine kontrollieren und eventuell etwas ausgleichen. Dann das Mosaik mit dünnflüssigem Mörtel ausgießen. Nach mehreren Tagen des Trocknens kann die Platte auf weichem Untergrund gestürzt werden. Mörtelreste mit Schwamm entfernen. Kieselsteine werden in unterschiedlichen Größen und Farben sackweise im Baumarkt angeboten. Tipp: Die Kieselsteine vor Arbeitsbeginn waschen und nach Größe und Farbe sortieren

             
                                              
         
Wilde Verbände
Rustikal aus Pflaster- und Bruchsteinen

Bei den „wilden Verbänden“, wie man die Flächen aus unregelmäßigen Bruchsteinen oder verschieden großen Rechtecksteinen nennt, ist etwas mehr Geschick und Augenmaß gefragt, denn zumindest bei den möglichen Kombinationen aus Granitbossen und Bruchsteinen erhalten Sie unterschiedliche Steinhöhen. Das macht das Nivellieren im Sandbett zu einer echten Fummelei. Viel an der Ausrichtarbeit lässt sich aber sparen, wenn Sie sich die Bruchsteine vor dem Verlegen genau angucken und zum Beispiel die mitunter sehr buckligen Steine gleich aussortieren.

             

 Natur Pur
 Trittsteine mit Blattabdruck

Ein Blatt in Kübeluntersetzer aus Kunststoff setzen, Blitzzement anrühren (fünf Kilo für zwei Steine) und schichtweise auftragen. Etwa 1,5 Stunden trocknen lassen, dann die Form stürzen und das Blatt abziehen. Klebende Blattreste mit dem Messer entfernen. Als Muster eignen sich Kastanie, Esche, Farne oder Aralie gut.

              

Pflastersteine in Bögen verlegen
Die Königsdisziplin

Die Königsdisziplin beim Pflastern ist das Verlegen von Bögen oder Segmenten aus Granitbossen. Sie müssen die Steine für jede Position genau nach Größe
und Geometrie aussuchen. Dazu den genauen Verlauf der Bögen mit einem Nagelzirkel in den
Sand malen. Mit dem Pflastern beginnen Sie immer am Bogen selbst, dann arbeiten Sie sich zum Kreismittelpunkt hin. In der Regel müssen die Steine
dabei kleiner werden, weshalb Sie zwei Steinformate, etwa 10/12 und 5/7, verwenden sollten.
Sonst müssten Sie die Bossen mit einem Steinhammer auf Maß behauen, was kein Zuckerschlecken ist. Bei bogenförmigen Mustern ist das Spannen von Richtungs- und Höhenschnüren unerlässlich. Von ihnen aus schlagen Sie die Mittelpunkte der Kreisbögen.

              

 

 

Bernhard Eder
Fotos: 
Borkowski
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