Was steckt dahinter?

Urban Gardening: Grün erobert die Städte

Am Wochenende geht es in den Stadtwald, für die Mittagspause in den Park und der Abend wird mit Freunden auf dem begrünten Balkon verbracht. Aber was steckt hinter dem Trend "Urban Gardening"?

 
Urban Gardening © Gardena
Urban Gardening liegt im Trend

Auf dem Land scheint der eigene Garten selbstverständlich zu sein - doch in der Stadt sieht es anders aus. Dabei lebt mittlerweile der Großteil der Weltbevölkerung in Städten. 2016 waren es 54,4 Prozent. Für 2020 prophezeien die Vereinten Nationen einen Wert von 60%, wobei ein Drittel dieser Menschen in Städten mit mindestens einer halben Million Einwohnern wohnen werden.

Doch die Platznot macht erfinderisch: Gartenliebhaber in Städten nutzen beispielsweise ihren Balkon oder die Terrasse als Mini-Garten oder organisieren sich in Gemeinschaftsgarten-Projekten. Menschen in der Stadt wissen ihren Balkon und ihre Terrasse zu schätzen, denn er bietet einen Rückzugsort von der Hektik der Stadt. Die Frage, die uns dabei beschäftigt: Was fasziniert uns am Grün und wie kann ein jeder seinen Teil zu einer noch grüneren Stadt beitragen?

Urban Gardening: Vertikal statt Horizontal

Auch der Hersteller Gardena hat sich diese Frage gestellt - und zusammen mit dem Star-Architekt Stefano Boeri im Rahmen der Mailand Design Week 2018 nach Antworten gesucht. Der italienische Architekt Stefano Boeri bearbeitet das Thema aus stadtplanerischer Sicht. Für mehr Lebensqualität in Städten liegt der Schlüssel für ihn vor allem in einer ausreichenden Bepflanzung.

Die Pflanzen dienen dabei nicht nur als Dekoration, sondern sind wichtiger Teil von Wohngebäuden und werden damit auch zentrales Element von Städten. Der begrünte vertikale Garten in Mailand namens Bosco Verticale (dt.: „der vertikale Wald“) war sein erstes Projekt, mit dem er seinen Teil zu grüneren Städte beigetragen hat. Ihn schmücken heute 800 Bäume und 21.000 Pflanzen, was etwa drei Hektar Wald entspricht.

Garten auf dem Balkon: Diese Pflanzen eignen sich

Die kleine grüne Oase in der großen bunten Stadt ist der Traum eines jeden Städters. Der Balkon soll genauso gemütlich und wohnlich werden wie auch die eigenen vier Wände. Doch welche Pflanzen und Blumen sind die richtigen? Wie kann der noch so kleine Balkon gemütlich und nach dem persönlichen Geschmack eingerichtet werden? Wie wird er wetterfest dekoriert?

Neben beliebten Balkonpflanzen wie Geranien, Begonien, Fuchsien, Petunien und Pelargonien gibt es unzählige weitere geeignete Sorten für den Stadbalkon. Einige von ihnen besitzen märchenhafte Namen wie zum Beispiel Zauberglöckchen (Calibrachoa), Elfensporn (Diascia) und Schneeprinzessin (Alyssum).

Mediterrane Kübelpflanzen, ein üppiges Kräuterregal oder ein Hochbeet mit Mini-Tomaten und Nasch-Erdbeeren ergänzen den blühenden Balkon. Hier erfahren Sie, welche Blumen sich zu welcher Jahreszeit eignen.

Viele Hersteller springen auf den urbanen Gartentrend auf, wie zum Beispiel Gardena mit dem platzsparenden NatureUp!-System. Der vertikale Garten wächst einfach in die Höhe, anstatt in die Tiefe und spart damit Platz - ähnlich wie der Architekt Stefano Boeri im großen Stil.


Praktisch: Farblich passende Blumen und Pflanzen können im platzsparenden NatureUp! System von Gardena gepflanzt werden

 

Zum Weiterlesen: Hier finden Sie drei DIY-Ideen für kleine Balkone und Terrassen.

Pflanzen auf dem Balkon: Auf den Standort kommt es an

Damit die Pflanzen gedeihen und viele Blüten entwickeln, ist der Standort beziehungsweise die Ausrichtung des Balkons oder der Terrasse nach Norden, Osten, Süden oder Westen entscheidend.

  • Nordbalkon: Weil hier kaum die Sonne scheint, wachsen hier am besten Pflanzen, die sich im Schatten sehr wohl fühlen und ohnehin kein direktes Sonnenlicht vertragen.
  • Ostbalkon: Diese Balkone bekommen nur morgens Sonne ab. Deshalb sind auch hier Pflanzen zu wählen, die ein schattiges Plätzchen dem direkten Sonnenlicht vorziehen.
  • Südbalkon: Hier ist es immer sehr hell und gerade im Hochsommer kann es dort ziemlich heiß werden. Balkon- und Kübelpflanzen müssen also viel direkte Sonne und Hitze aushalten können, sonst ist die Blütenpracht im Nu dahin. Außerdem brauchen die Pflanzen in den Sommermonaten sehr viel Wasser. Hilfreich ist deshalb ein Bewässerungssystem speziell für Blumenkästen - beispielsweise von Gardena.
  • Westbalkon: Hier verweilt die Sonne vom Nachmittag bis zum Sonnenuntergang, sodass man die angenehme Abendsonne zum Feierabend genießen kann. Auch für viele Balkonpflanzen und Kräuter ist der Mix aus Sonne und Schatten der ideale Lebensraum.


Eine vollautomatische Blumenkastenbewässerung - wie hier von Gardena - erleichtert vor allem bei Südbalkonen die Gartenarbeit

Das richtige Werkzeug für den Mini-Garten auf dem Balkon

Neben einer Gießkanne und einer Sprühflasche benötigen City-Gärtner nur wenige Werkzeuge: Eine handliche Pflanzkelle, ein kleiner Blumenrechen und ein klappbares Messer sind nützliche Helfer beim Pflanzen und Pflegen von Blumen und Kräutern.

Mit der Kelle lassen sich Pflanzen leicht ein- und umtopfen, die Erde in kleinen Töpfen lockert und lüftet der dreizinkige Rechen, und das Messer eignet sich zum Schneiden der Blumenstängel und zur Kräuterernte. Erhältlich sind die ergonomischen Werkzeuge aus verstärktem Kunststoff als Set in einer handlichen Stofftasche - beispielsweise als Urban Planters Pflanz-Set von Fiskars im minimalistischen Design.


Das Gartenwerkzeug-Set Urban Planters von Fiskars ist der ideale Begleiter für trendbewusste Stadtgärtner

Mietrecht: Was ist beim Gärtnern auf dem Balkon erlaubt?

Laut Gesetzgeber haben Mieter grundsätzlich das Recht, ihren Balkon oder ihre Terrasse nach Belieben zu bepflanzen. Allerdings sollte man besser auf stark wuchernde und rankende Pflanzen verzichten, weil sie sich über den Balkon hinaus ausbreiten und mit der Zeit das Mauerwerk und andere Bauteile des Hauses beschädigen können. In solchen Fällen kann der Vermieter einen Rückschnitt der Gewächse und die Übernahme von Reparaturkosten durch den Mieter verlangen.

Beim Aufstellen von Kästen und Kübeln muss der Mieter außerdem sicherstellen, dass die Gefäße bei Unwetter nicht herunterfallen. Andernfalls haftet der Mieter für entstehende Personen- oder Sachschäden und muss im schlimmsten Fall Schadenersatzzahlungen leisten. Am besten gleich die Blumenkästen sicher an der Innenseite des Balkongeländers aufhängen!
 
 

Felix Mildner
Fotos: 
Fiskars, Gardena
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