Die große Kaufberatung rund um das Thema Bohren | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
1x1 Bohrmaschinen

Die große Kaufberatung rund um das Thema Bohren

Eine Bohrmaschine darf bei der Grundausstattung eines Heimwerkers nicht fehlen. Schließlich lassen sich damit diverse Arbeiten erledigen. Voraussetzung für einen gelungenen Einsatz des Elektrogerätes ist allerdings eine hohe Qualität und Funktionalität. In diesem 1x1 der Bohrmaschine wird auf die wichtigsten Kaufkriterien hingewiesen, um von einer praktischen Gerätschaft zu profieren.

 
Das 1x1 Bohrmaschinen: Die große Kaufberatung rund um das Thema Bohren © pixabay/ PublicDomainPictures
Das 1x1 Bohrmaschinen: Die große Kaufberatung rund um das Thema Bohren

Eine Bohrmaschine kann zum Durchbohren von unterschiedlichen Materialien wie Kunststoffe, Hölzer, Metall und sogar Stein verwendet werden. Damit die Bearbeitung Erfolg hat, müssen Maschine und Aufsätze entsprechend konzipiert sein. Wurden die Komponenten nicht für das entsprechende Material entwickelt, sind Schäden an Maschine oder Werkstoff die Folge.

Bedarf ermitteln

Aus diesem Grund ist es entscheidend vor dem Kauf des Heimwerker-Gerätes den individuellen Bedarf zu ermitteln. Im Voraus sollte geklärt werden, welche Materialien zum Großteil bearbeitet werden, um anschließend das passende Werkzeug zu beschaffen.

Marken-Hersteller oder No-Name?

Sobald fest steht für welche Arbeiten die Bohrmaschine künftig eingesetzt wird, kann die konkrete Suche nach dem passenden Modell beginnen. Hierbei stellt sich die Frage, ob es ein Markenprodukt sein soll oder ob möglicherweise eine günstigere Alternative ausreicht. Um diese Frage zu beantworten, muss ermittelt werden, ob die Bohrmaschine häufiger oder eher selten zum Einsatz kommt. Muss das Elektrowerkzeug regelmäßig zuverlässige Arbeit leisten, wäre ein Markenprodukt empfehlenswert. Diese Geräte sind in der Regel langlebiger und robuster.

„Viele Marken, wie beispielsweise Bosch, bieten spezielles Werkzeug an, das jeweils für den privaten oder professionellen Bereich konzipiert ist“, erklärt das Vergleichsportal für elektronische Werkzeuge unter http://www.elektrowerkzeug-vergleich.de/, das in Produkttests sowohl Testsieger als auch alternative Gerätschaften gegenüberstellt und ergänzt: „Dabei unterscheiden sich die Geräte häufig in ihrer Farbe.“ Bei Bosch erfolgt die Unterteilung in grüne Geräte für Privatanwender und blaue Geräte für den Profi.

In der folgenden Tabelle der genannten Plattform wurden bewährte Werkzeug-Hersteller übersichtlich zusammengefasst, um die Kauf-Entscheidung zu erleichtern:

Der Heimwerker, der eine Bohrmaschine nur gelegentlich einsetzt, könnte mit einem No-Name-Gerät zufrieden sein. Allerdings ist mit konkreten Nachteilen zu rechnen. Beispielsweise sind für No-Name-Geräte oft keinerlei Ersatzteile erhältlich und auch die Serviceleistungen der Hersteller lassen zu wünschen übrig.

Bohrhammer, Schlagbohrmaschine, Akku-Bohrer oder Bohrmaschine?

Generell wird das Bohrmaschinen-Angebot an 230-Volt-Netzanschluss in die beiden Gruppen Bohrhammer und Schlagbohrmaschinen unterteilt. Am häufigsten verkauft werden für Heimwerker Schlagbohrmaschinen. Sie können Löcher bis maximal 15 Millimeter in verschiedenste Materialien bohren. Dabei wird wiederum zwischen pneumatischen und mechanischen Geräte differenziert.

Mit Metallen und Hölzern kommen Schlagbohrmaschinen meist ohne Weiteres zurecht. Qualitätsunterschiede lassen sich zwischen den Gerätschaften nur mühsam ausmachen. Sobald jedoch auch ins Mauerwerk von Gebäuden oder direkt in Beton gebohrt werden muss, machen sich hochwertige Materialien und eine perfekte Verarbeitung bemerkbar. Denn hier wird das Schlagwerk der Maschine beansprucht. Es führt Schläge auf das Material aus während die Maschine ihre Drehbewegung fortsetzt.

Für den Anwender ist aufgrund der hohen Geschwindigkeit des Schlagwerks nur ein Rattern mit starker Vibration zu spüren. Folgende Informationen können bei der Entscheidung, ob eine pneumatische oder mechanische Schlagbohrmaschine nötig ist, behilflich sein:

  • Pneumatisches Schlagwerk: Es ist für alle Heimwerker ratsam, die es regelmäßig brauchen. Denn das pneumatische System ist wesentlich robuster. Beim Großteil der Geräte bewegt sich ein Kolben hin und her und wirkt auf den Schlagbolzen. Die Bewegung des Bolzens erfolgt durch Kompression und Unterdruck. Der Verschleiß hält sich im Verhältnis stark in Grenzen. Nachteil: Pneumatische Schlagbohrer sind teurer als mechanische.
  • Mechanisches Schlagwerk: Es besteht aus Ratschen-Zahnung und Bohrspindel. Der Verschleiß ist vergleichsweise hoch, weshalb diese Geräte für den regelmäßigen Einsatz weniger empfehlenswert sind. Kommt das Schlagwerk nur gelegentlich zum Einsatz, kann sich die Anschaffung durchaus lohnen. Mechanische Schlagwerke sind sehr günstig.

In einem Test haben wir uns die Schlagbohrmaschine PSB 500 RE von Bosch genauer angeschaut. Die Testergebnisse können der Orientierung dienen.

Ein Bohrhammer ist immer dann sinnvoll, wenn Löcher nicht nur in gängige Materialien wie Holz oder Metall gebohrt werden müssen, sondern auch in Beton oder diverse Mauerwerkssubstanzen. Hausbesitzer, die viele Arbeiten selbstständig erledigen, werden mit einem guten Bohrhammer mehr Freude haben, als mit einem einfachen Schlagbohrer.

Bohrhämmer sind größer und strapazierfähiger. Stein, Mauerwerk und Beton können ihnen nichts anhaben. Mit hoher Leistung und geringerer Schlagzahl bohren sie problemlos. Die geringere Schlagzahl ist ausreichend, weil ein Bohrhammer über viel größere Schlagbolzen verfügt und damit kraftvoll ins Material eindringen kann, ohne dass der Heimwerker viel Energie aufwenden muss. Aufgrund des hohen Preises lohnt sich die Investition nur, wenn Stein, Beton und Mauerwerk des Öfteren bearbeitet werden. Wir haben bereits acht Bohrhammer getestet und die Ergebnisse in diesem Artikel zusammengefast.

Wenn schlagfreies Bohren ausreicht, wie es zum Beispiel beim Bohren von Löchern in Holz ist, könnte ein herkömmlicher Akkubohrschrauber reichen. Beim Kauf ist ein leistungsfähiges Modell mit Rechts- und Linkslauf sowie individuell regelbaren Umdrehungen zu bevorzugen. Geräte mit Li-Ionen-Akku wären ideal, weil sie sich im Vergleich zu günstigen NiMH-Akkus im Ruhezustand nicht entladen und eine längere Betriebsbereitschaft bieten.

Im Ratgeber unter http://www.elektronikpraxis.vogel.de/ wurden zehn wichtige Fakten zum Lithium-Ionen-Akku aufgeführt, die beim Umgang mit diesen Maschinen elementar sind. Da beim Akkubohrer keine Schlagfunktion vorhanden ist, kommen kabellose Akku-Bohrschrauber bereits beim Bohren von Dübellöchern in Wände an ihre Grenzen.

Die herkömmliche Bohrmaschine hat kein Schlagwerk, kann aber dank diverser Aufsätze dennoch für viele Aufgaben genutzt werden, wie Bohrungen in unterschiedliche Materialien, Fräsen, Schleifen und Polieren.

Folgende Liste informiert über die wichtigsten Kriterien bei Bohrmaschinen:

  • Handling: Eine Bohrmaschine, egal welcher Typ, muss angenehm in der Hand liegen, um die Arbeiten zu vereinfachen. Ergonomisch geformte Maschinen beugen Unfällen vor. Sowohl Rechts- als auch Linkshänder müssen eine Bohrmaschine bequem bedienen können.
  • Gewicht: Damit Arbeiten komfortabel ausgeführt werden können, dürfen Bohrmaschinen nicht zu schwer sein. Das Durchschnittsgewicht liegt in der Regel bei 2,5 Kilogramm.
  • Aufsätze: Für Bohrmaschinen werden zahlreiche Aufsätze mit unterschiedlichen Systemen verkauft. Diese müssen zum Bedarf passen und sich leicht in das Bohrfutter einspannen lassen. Das sogenannte Special-Direct-System, kurz SDS, hat sich vielerorts durchgesetzt. Es wurde von Bosch entwickelt und ist in unterschiedlichen Varianten (SDS-plus, SDS-quick und SDS-max) erhältlich. Beim Kauf einer Bohrmaschine legt sich der ambitionierte Handwerker möglicherweise unbemerkt auf ein bestimmtes Kupplungssystem-Fest, das vielleicht weniger weit verbreitet ist als SDS, was beim Ergänzen von Aufsätzen problematisch werden kann. Die Bohrfutterspannweite muss ausreichend groß für entsprechende Bohrer sein.
  • Drehzahl: Ein Gasgriff ermöglicht das stufenlose Einstellen der Drehzahl. Für präzise Bohrungen ein Muss. Ein Drehzahlbegrenzer kann ebenfalls hilfreich sein, wenn die Drehzahl nicht über einen bestimmten Bereich hinausgehen darf.
  • Leistung: Die Leistung wird in Watt angegeben. Bei kleineren Geräten für weniger harte Arbeiten sind 500 bis 1.000 Watt ausreichend. Sind zum Beispiel harte Metalle zu bearbeiten, sollte eine Bohrmaschine mit 2.000 Watt gekauft werden. Grundsätzlich gilt: Umso größer der Bohrer und härter das Material, desto strapazierfähiger müssen Motorisierung und Bauweise sein. Bei Akku-betriebenen Bohrmaschinen gilt: je stärker der Akku, je besser die Bohrleistung.

Fazit

Bei der Anschaffung einer neuen Bohrmaschine muss zunächst geklärt werden, welcher Geräte-Typ für die erforderlichen Arbeiten ideal wäre. Anschließend werden die individuellen Eigenschaften des Elektrowerkzeugs geprüft. Von der Leistung über das Handling bis hin zum Kupplungssystem müssen sämtliche Kriterien stimmen.

Fotos: 
PublicDomainPictures – WerbeFabrik – domeckopol - gussencion unter pixabay.com
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren