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Kaufratgeber Akkuschrauber - das muss er können

Über Jahrzehnte hat man Schrauben von Hand eingedreht. Und es gibt mit Sicherheit noch Heimwerker, denen der Handbohrer ein Begriff. Der Großteil der Verbraucher arbeitet inzwischen aber anders – mit dem Akkuschrauber.

 
Kaufratgeber: Das muss ein Akkuschrauber alles können © OpenClipartVectors (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Kaufratgeber: Das muss ein Akkuschrauber alles können

Dessen Vorteile sind ein hohes Maß an Flexibilität und die Tatsache, dass sich in der Regel mit dem Gerät Schrauben und Bohren lässt, wie auf swr.de berichtet wird.

Gerade im Segment des Heimwerkerbedarfs haben sich die sogenannten Akku-Bohrschrauber fest etabliert. In den letzten Jahren ist aber nicht nur die Breite der Produktpalette gewachsen. Auch im Hinblick auf die Verarbeitungsqualität oder Leistung der einzelnen Akkuschrauber hat sich viel verändert. Wer heute zu einem sehr günstigen Gerät greift, gerät mitunter schnell an dessen Grenzen. Aber: Woran erkennt man einen soliden und langlebigen Akkuschrauber? Gerade als Laie hat man hier nicht nur die Qual der Wahl. Es besteht die Gefahr, viel Geld an der falschen Stelle auszugeben.

Akkuschrauber sind praktische Helfer im Alltag - doch welcher Schrauber kann was und welche Funktionen sind besonders wichtig? Dieser Ratgeber verschafft einen kleinen Überblick! (FOTO: blickpixel (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Akkuschrauber sind praktische Helfer im Alltag - doch welcher Schrauber kann was und welche Funktionen sind besonders wichtig? Dieser Ratgeber verschafft einen kleinen Überblick! (FOTO: blickpixel (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Akkuschrauber - wichtige Leistungsmerkmale

Beim Kauf eines Akkuschraubers fällt die Entscheidung oft einfach über den Preis. Gerade die Modelle im unteren Preissegment zeigen in Praxistests aber oft, dass die niedrigen Kosten zulasten der Vielseitigkeit und Leistung gehen. Was muss ein Akkuschrauber in der Praxis für Eigenschaften mitbringen? Schließlich ist nichts ärgerlicher als ein Schrauber, der genau dann versagt, wenn Power gefragt ist. Laut akkuschrauber.com sind vor allem folgende Punkte sehr wichtig:

  • Der Akku: Hierbei handelt es sich um ein Herzstück. Dessen Kapazität und Eigenschaften sind entscheidend für die Arbeitsdauer und Ladezeit. Ein ab Werk beiliegender Zweit-Akku sorgt für störungsfreies Arbeiten.
  • Das Bohrfutter: Letzteres hält das Werkzeug fest und sicher. Vor der Entwicklung des Schnellspannbohrfutters mussten die Werkzeuge immer wieder kompliziert gewechselt werden.
  • Das Akkuschrauber-Motorgetriebe: Unterschiedliche Materialien erfordern das Arbeiten mit verschiedenen Drehzahlen. Ein „schaltbares“ Motorgetriebe ist hier von Vorteil.
  • Die Drehmomentstufen: Je genauer sich das Drehmoment regulieren lässt, umso genauer kann mit dem Akkuschrauber gearbeitet werden.
  • Der Schnellstopp: Jeder Heimwerker kennt das Überdrehen seines alten Akkuschraubers. Inzwischen haben Ingenieure die Stoppfunktion entwickelt, der auch die Verletzungsgefahr verringert und das Arbeiten noch angenehmer macht.

Im Folgenden werden die wichtigsten Merkmale eines Akkuschraubers noch einmal in Abhängigkeit zum Preissegment aufgezeigt:

 

Kategorie unteres Preissegment oberes Preissegment
Akkutyp eher NiMH-Akku oft Lithium-Ionen Akku
Anzahl Akkus (ab Werk) 1 Akku oft 2 Akkus
Bohrfutter Schnellspannbohrfutter Schnellspannbohrfutter
Motorgetriebe nicht schaltbar oft 2 Gänge
Schnellstop - ja
Arbeitslicht selten oft vorhanden

 

Hochpreisige Geräte unterscheiden sich vom unteren Preissegment beim Akkuschrauber oft deutlich. Ob man als Heimwerker alle Funktionen braucht, hängt in erster Linie vom angedachten Einsatzzweck ab.

Das Preis- und Leistungsverhältnis ist ebenfalls wichtig

Jeder Handwerker arbeitet gern mit Equipment, dass in den Bereichen:

  • Leistung
  • Lebensdauer und
  • Qualität

auf den Spitzenplätzen liegt. Im Hinblick auf den Akkuschrauber, den wahrscheinlich jeder Haushalt sein Eigen nennen kann, erreicht die Preisspanne erhebliche Differenzen. Günstige Geräte sind bereits für 20 Euro bis 30 Euro zu bekommen. Wer ein echtes Profi-Tool in den Händen halten will, darf ruhig mehrere hundert Euro aus dem Portemonnaie zaubern.

Das obere Ende der Preisskala liegt jenseits der 1.000 Euro. Muss ein so teurer Akkuschrauber wirklich sein? Im Durchschnitt kosten solide verarbeitete Geräte zwischen 100 Euro bis 200 Euro. In dieser Preisspanne sind bekannte Marken aus dem Segment der Heimwerker-Tools anzutreffen, deren Geräte ausreichend Power mitbringen und die parallel auch qualitativ überzeugen.

Letzten Endes kommt beim Akkuschrauber-Kauf darauf an, was dem Heimwerker persönlich wichtig ist. Wer nur zwei oder drei Mal im Jahr einige Schrauben in ein Holzbrett einbringt oder den Akkuschrauber zum Aufbau von Möbeln braucht, kann auch mit einem sehr günstigen Modell zufrieden sein. Familienväter, die den ganzen Sommer rund um Garten und Haus heimwerken, brauchen einfach mehr Leistung in verschiedenen Bereichen. Hier wird das Preis- und Leistungsverhältnis so aussehen, dass das Plus an Qualität auch mehr kosten darf.

Viele Akkuschrauber können heute auch bohren - somit lassen sich für viele Arbeiten einfache Gerätelösungen finden! (FOTO: OpenClipartVectors (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Viele Akkuschrauber können heute auch bohren - somit lassen sich für viele Arbeiten einfache Gerätelösungen finden! (FOTO: OpenClipartVectors (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Fazit: Der richtige Akkuschrauber für Heimwerker

Fast jeder Haushalt hat mindestens einen – viele Heimwerker besitzen oft mehrere Geräte. Beim Akkuschrauber taucht in mancher Werkstatt eine ganze Kollektion auf. Kein Wunder: Sind die Geräte in der Vergangenheit doch immer günstiger geworden. Allerdings zeigt sich beim Kauf eines Akkuschraubers, dass das Motto: „Qualität hat ihren Preis“, durchaus stimmt. Gerade in Sachen Leistung, Verarbeitung und Ausdauer zeigen einige Geräte schnell Schwächen. Dort, wo man oft und viel mit dem Schrauber arbeitet, rentiert sich ein etwas tieferer Griff ins Portemonnaie schnell. Ob allerdings jede Funktion letztlich wirklich gerechtfertigt und notwendig ist, steht auf einem anderen Blatt. Jeder Heimwerker muss selbst entscheiden, wie hochwertig das Equipment sein muss – und wie viel Geld man dafür bereit ist auszugeben.

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