Übersicht: Welcher Nagel für welchen Zweck? | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Formen und Anwendungen von Nägeln

Übersicht: Welcher Nagel für welchen Zweck?

Nägel sorgen neben Schrauben meist für die Verbindung von Holz bei unterschiedlichsten Werkstücken. Doch nicht nur dort werden Nägel eingesetzt. Wir zeigen Ihnen, welche Nagel-Art Sie wofür einsetzen können. So finden Sie den passenden Nagel für die richtige Anwendung.

 
Formen und Anwendungen von Nägeln: Welcher Nagel für welchen Zweck? © Selbermachen Media
Formen und Anwendungen von Nägeln: Welcher Nagel für welchen Zweck?

Nägel unterscheiden sich durch Kopfform, Material und Größe. Stauchkopf- und Fußleistennägel haben einen sehr kleinen Kopf, der später kaum zu sehen ist. Die großen Köpfe der Dachpapp- und Dämmstoffnägel halten das vernagelte Material sehr gut, ebenso die Zierkopfnägel des Polsterers.

Draht kann nur mit Krampen befestigt werden. Normale Nägel lassen sich in Holz gut verarbeiten, bei Beton würden sie verbiegen. Hierfür gibt es Stahlstifte und Betonnägel. Im Außenbereich werden verzinkte Nägel eingesetzt.

Die Größe des Nagels richtet sich nach der zu erwartenden Belastung, die bei einer Schrankrückwand natürlich geringer ist als bei einer stumpfen Holzverbindung.

Nägel: Eine Übersicht

Die Nagel-Arten im Überblick.

1+2: runder und eckiger Drahtstift, 3: Stauchkopfnagel: Dieser Nagel kann fast unsichtbar versenkt werden.

4: verzinkter Drahtstift, 5: Spanplattennagel: Oder auch Drallnagel wird, wie der Name schon sagt, wird beim Nageln von Spanplatten verwendet.

6: Dachpappnagel: Dieser Nagel hat den typischen breiten Kopf. 7: Nagel für Gipskartonplatten.

8: Haftnagel: Durch die Rillen hält er besonders gut in Holz. 9: Stahlstift: Ideal um Bilder an die Wand zu hängen10: Betonnagel, 11: Fußleisten­nagel.

12: Krampe: Damit können Sie Draht an Holzpfosten befestigen.

13: Dämmstoffnagel, 14 – 17: Ziernägel für Polstermöbel. 18: Kammzwecken.

19: Messingnagel: Zur Befestigung von Messingaufhängern in Holzbilderrahmen.

20+21: Colorstifte

Tipps und Tricks rund um Nägel

Die Nagelspitze wirkt wie ein Keil.Holz spaltet sich beim Nageln nicht so leicht, wenn die Spitze vor dem Einschlagen gestaucht wird.

Die Nagelspitze wirkt wie ein Keil. Holz spaltet sich beim Nageln nicht so leicht, wenn die Spitze vor dem Einschlagen gestaucht wird.

Stumpfe Holzverbindungen halten besser, schlägt man die Nägel schräg gegeneinander versetzt statt senkrecht ein.

Stumpfe Holzverbindungen halten besser, schlägt man die Nägel schräg gegeneinander versetzt statt senkrecht ein.

Werkstück und Nagel gleichzeitig zu halten ist schwierig.

Werkstück und Nagel gleichzeitig zu halten ist schwierig. Mit einer Hand geht es, wenn man die Nägel vorher im Werkstück fixiert.

Hilfen bei kleinen Nägeln: Eine Spitzzange, ein Papierstreifen oder ein Hammer mit Magnetspitze halten kleine Nägel und schonen die Fingerspitzen beim Einschlagen.

Hilfen bei kleinen Nägeln: Eine Spitzzange, ein Papierstreifen oder ein Hammer mit Magnetspitze halten kleine Nägel und schonen die Fingerspitzen beim Einschlagen.

Verzichtet man auf diese Hilfsmittel, wird der Nagel erst durch einen leichten Schlag mit der Finne fixiert, dann mit der Hammerbahn eingeschlagen.

Stauchkopfnägel versenkt man mit dem Nageltreiber. Jetzt kann die Nagelstelle mit Holzkitt unsichtbar verschlossen werden.

Stauchkopfnägel versenkt man mit dem Nageltreiber. Jetzt kann die Nagelstelle mit Holzkitt unsichtbar verschlossen werden.

Haftnägel mit geriffelter Oberfläche halten besonders gut im Holz.

Haftnägel mit geriffelter Oberfläche halten besonders gut im Holz. Deshalb verwendet man sie bei Konstruktionen mit Nagelblechen.

Nägel wieder entfernen: Sitzt der Nagel nicht an der richtigen Stelle, muss er gezogen werden.

Nägel wieder entfernen: Sitzt der Nagel nicht an der richtigen Stelle, muss er gezogen werden. Ist der Nagelkopf noch gut zu greifen, geht es am einfachsten mit der Kneifzange.

An ganz eingeschlagene Nägel kommt man besser mit dem kleinen Nagelzieher heran. Eine sehr große Hebelwirkung kann mit dem Kisteneisen, auch Kuhfuß genannt, ausgeübt werden.

Um die Oberfläche nicht noch mehr zu beschädigen, wird ein Papp- oder Holzstück untergelegt.

TEXT: Peter-Michael Stange; FOTO: Selbermachen Media
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