Stationärmaschinen bieten mehr Technik und Leistung | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin

Stationärmaschinen bieten mehr Technik und Leistung

Mit steigenden Ansprüchen wachsen auch die Anfor­derungen an das Werkzeug. Jetzt kommen stationäre Geräte zum Einsatz.

 
Große Platten lassen sich nur mit dem Schiebe­schlitten der Kreissäge genau zuschneiden. © Selbermachen
Große Platten lassen sich nur mit dem Schiebe­schlitten der Kreissäge genau zuschneiden.

Wenn die Bauvorhaben größer und anspruchsvoller werden, wird man mit Handkreissäge und Hobel nicht mehr auskommen. Zu Anfang kann man die Handkreissäge noch unter einen Tisch setzen oder den Hobel in eine Stationär­einrichtung spannen. Die Vorteile der stationären Maschinen sind aber so groß, daß sie durch diesen Behelf nicht ersetzt werden können.

Vorteile stationärer Geräte

Das beginnt bei den Motoren. Die Universalmotoren der Handmaschinen laufen mit einer hohen Motordrehzahl von über 20000 U/min sehr laut. Die Drehzahl der Induktionsmotoren liegt unter 3000 U/min. Daraus resultiert eine größere Laufruhe.

Die größere Genauigkeit der Arbeit ergibt sich aus den verschiedenen Anschlägen und Zusatzeinrichtungen. Bei der Tischkreissäge liegt das Werkstück fest auf der Platte des Schiebeschlittens, der spielfrei gelagert ist.

Kleine Werkstücke können mit Winkel- und Parallelanschlag an das Sägeblatt geführt werden. Nicht alle stationären Maschinen bieten umfangreiches Zubehör. Wer sich jedoch wirklich verbessern will, sollte beim Kauf unbedingt auf die Ausbaumöglichkeiten achten, auch wenn zu Anfang nicht alles angeschafft wird.

Besonderer Wert sollte auf die Sicherheit gelegt werden. Sind die Maschinen nach den Vorschriften der Berufsgenossenschaft ausgerüstet, kann man sie einsetzen.

Selbstverständlich sollten alle Maschinen eine Staubabsaugeinrichtung haben.

Format und Oberfläche

Rundungen, Zapfen und dicke Balken werden mit der Bandsäge gesägt. Sehr lange Bretter lassen sich nur schlecht zum Ablängen über den Tisch der Kreissäge führen. Hier ist die Kappsäge praktischer.

Will man nicht nur mit dem fertigen Material aus dem Baumarkt arbeiten, braucht man einen Abricht- und Dickenhobel. Kanten werden mit der Tischfräse in jede Form gebracht, und die letzten Feinarbeiten übernimmt der Bandschleifer.

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Große Platten lassen sich nur mit dem Schiebe­schlitten der Kreissäge genau zuschneiden.

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Der Schiebeschlitten gleitet in einer exakten Führung. Große Werkstücke lassen sich leicht bewegen, die Schnitte werden sehr genau.

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Mit der Unterflurzugeinrichtung wird das Sä­geblatt durch das festliegende Werkstück ge­zogen. Es entstehen exakte Winkelschnitte.

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Die Bauweise der Geräte ist sehr kompakt. Sie lassen sich trotz des hohen Gewichts noch in einem PKW normaler Größe transportieren.

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Auch diese kleine Säge lässt sich mit dem Schiebeschlitten zur Formatsäge ausbauen.

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Das Untergestell ist zusammenklappbar. Die Maschine steht sicher in einem Rahmen in einer Arbeitshöhe von 90 cm.

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Zum Schneiden von Winkeln wird der Kopf der Säge bis zu 45° ab­gekippt. So sind Doppelgehrungen möglich.

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Diese Kappsäge kann man absenken und durch das Material ziehen. Schnittbreiten bis zu 30 cm sind dadurch möglich.

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Die Bandsäge schneidet das Material mit end­losen, dünnen Stahlbändern, die auf einer Seite mit Zäh­nen versehen sind. Band­sägeblätter gibt es für unterschiedliche Formen und Ma­terialien.

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Die Sägeblattführung ist auf die Materialstärke einstellbar. Hier wird mit einem feinsahnigen Sägeblatt ein Metallprofil geschnitten.

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Zum Dickenhobeln werden die beiden Tische hochgeklappt und die Absaughaube aufgesetzt. Abgerichtete Bretter werden auf die eingestellte Dicke gehobelt.

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Die Abricht- und Dickenhobelmaschine wird auch zum Falzen eingesetzt. Parallel- und Falz­tiefenanschlag sind genau einstellbar.

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Mit dem Bandschleifer erhalten die Oberflächen und Kanten der durch Anschläge geführten Werkstücke den letzten Schliff.

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Die Tischfräsmaschine dient zum Fräsen von Fälzen, Nuten, Profilen und Holzverbindungen an geraden und geschweiften Kanten.

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Saubere Werkstattluft

Bei der großen Abtragsleistung der stationären Geräte fallen viel Staub und Späne an. Ein kleiner Werkstattsauger ist nicht mehr ausreichend. Schon durch die 100 mm starken Schläuche ist ein großer Volumenstrom nötig, um Staub und Späne wirkungsvoll abzusaugen.

TEXT:Walter Diem; FOTO: Selbermachen Media
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