Wie funktioniert eine Motor-Gartenschere?
So funktioniert's

Motor-Gartenschere

Die Motor-Gartenschere: Wer viel mit der Hand schneidet oder einfach Unterstützung beim Zweigschnitt brauchen kann, für den ist diese Garten-Neuheit das Richtige.

 
Motor-Gartenschere easyprune © Bosch
Die Gartenschere "EasyPrune" hilft beim Schneiden mit einem eingebauten Motor

Wer öfter und ausdauernd mit der Gartenschere schneidet, der weiß, dass sich das nach einer Weile durchaus bemerkbar macht. Die Muskeln sind überanstrengt, man braucht eine Pause. Genau dafür gibt es nun eine Lösung. Die Gartenschere „EasyPrune“ von Bosch verfügt über einen akkubetriebenen Elektromotor, der beim Schneiden assistiert.

So funktioniert die Motor-Gartenschere

Wenn der Druck auf die Klingen einen bestimmten Wert überschreitet, wird automatisch die elektronische „Power-Assist-Funktion“ aktiviert. Sie erkennt, wenn zusätzliche Kraft erforderlich ist, um den Schnitt mühelos durchzuführen. Der Motor fängt an, mittels des integrierten Seilstrangs den oberen und unteren Griff aufeinander zu zu bewegen und unterstützt den Schnitt. Sobald der Schnitt ausgeführt ist, wird die Kraftunterstützung automatisch zurückgesetzt.


 

  1. Sicherheitssperre: Mit diesem Feststellknopf wird die Schere blockiert, so dass die Klingen zusammenbleiben und keine Verletzungsgefahr von ihnen ausgeht.
  2. Ladebuchse: Über einen Micro-USB-Steckplatz wird der Akku geladen. Eine LED-Ladezustandsanzeige informiert über den Ladefortschritt und die verbleibende Akkuleistung.
  3. Kupplung: Die Kupplung ist als Verbindungselement zwischen zwei Wellen dafür verantwortlich, das Drehmoment und die mechanische Kraft des Motors auf den Seilstrang zu übertragen.
  4. Elektro-Motor: Ein akkugetriebener Mikro-Elektromotor treibt den Seilstrang an, der für die Unterstützung beim Schnitt sorgt. Je nach gewünschter Intensität wird die Motorkraft durch die Elektronik in den drei wählbaren Stufen zugeschaltet. Dank seiner kompakten Bauform ist es gelungen, ihn in den Griff der Gartenschere zu integrieren. Der Griff ist so aber dicker als bei üblichen Gartenscheren.
  5. Seilstrang: Durch die Feder, die die beiden Scherenflügel immer wieder auseinanderdrückt, verläuft ein Seilstrang. Dieser wird vom Motor um einen Metallzylinder gewickelt und zieht die beiden Klingen, je nach gewählter Kraftunterstützung, mehr oder weniger stark aneinander vorbei.
  6. Unterstützungsgrad: Über diesen dreistufigen Schalter kann der Benutzer je nach Schnittmaterial festlegen, wie groß die Unterstützung beim Schneiden sein soll. In der niedrigsten Einstellung sind das 75 Prozent, in der mittleren 85 Prozent und bei maximaler Einstellung werden 95 Prozent der Schnittkraft vom Elektromotor beigesteuert.
  7. Akku: Durch den 3,6-Volt-Akku (Lithium-Ionen) mit 1,5 Ah Kapazität werden pro Ladung bis zu 450 Schnitte elektronisch unterstützt. Das vollständige Aufladen dauert etwa 3,5 Stunden. Ist der Akku leer, kann die Schere aber wie eine ganz normale Gartenschere weiterbenutzt werden.
  8. Gegenschneide: Bei Gartenscheren gibt es zwei Systeme - Bypass und Amboss. Bei der Bypass-Schere, wie hier zu sehen, gleiten die beiden Klingen aneinander vorbei. Sie empfiehlt sich zum sauberen Schneiden grüner Zweige. Die Amboss-Schere hat nur eine Schneide, die auf ein Metallstück (Amboss) trifft. Sie eignet sich ideal zum Durchtrennen von harten oder abgestorbenen Zweigen und kleineren Ästen.
  9. Wechselklinge: Die geschärfte Schneideklinge aus rostfreiem Edelstahl lässt sich dank einer Schraubverbindung mit Mutter einfach per Sechskantschlüssel auswechseln. Bevor es soweit ist, kann die Schneide wie jede andere Scherenklinge nachgeschliffen werden. Die Öffnung zwischen den beiden Klingen ist für trockene Zweige mit einem Durchmesser bis 20 Millimeter und frische Zweige bis maximal 25 Millimeter geeignet.

 

Motor-Gartenschere: Kein Schneide-Automat

Dass sich die Funktion Kraftunterstützung nennt, hat einen guten Grund. Beim Erproben der Funktion bekam Bosch von den Testpersonen die Rückmeldung, dass es ihnen wichtig sei, eine haptische Kontrolle über den Schnittvorgang zu spüren. Daher schneidet die Schere nicht einfach immer mit voller Kraft. Die Kraftunterstützung kann in drei Stufen reguliert werden, je nach Härte des zu schneidenden Zweigmaterials.

Fotos: 
Illustration: Straszburger
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