Korkmosaik | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Korkboden

Korkmosaik

Kork zum Klicken hat Kork zum Kleben am Boden weitgehend abgelöst. Ein Hersteller bringt trotzdem den guten alten Klebekork in völlig neuer Form – als Mosaikmatten.

 
Korkmosaik © Christian Bordes
Korkmosaik

Dem allgemeinen Trend zur Verbindung aller Bodenbelagsmaterialien per Klick fiel vor einigen Jahren auch der Korkboden anheim. Die einfache Verlegung brachte dem Naturprodukt einen regelrechten Boom, denn Kork gilt schon immer als sehr ökologisch, fußwarm und gelenkschonend. Allerdings brachte die Arbeitserleichterung auch zwei handfeste Nachteile: Zum einen ist Klickkork etwa dreimal so dick wie Klebekork, was nachträgliche Renovierungen aufwendiger macht.

Zweitens: Obwohl Kork an sich absolut wasserfest ist, können Sie die Klickdielen nicht in Feuchträumen wie dem Bad verlegen, da die Fugen nicht dicht sind und die HDF-Trägerplatte aufquellen würde. Hier kommt nun eine neue Form des alten Klebekorks ins Spiel, das Korkmosaik. Dabei handelt es sich um kleine, 6 mm dicke Korkchips, die auf Lochpapier aufgeklebt und als 30 x 60 cm große Matte verarbeitet werden. Der Kork stammt aus Abfällen der Flaschenkorkproduktion.

Im Gegensatz zu anderen Korkbodenbelägen wird er nicht granuliert und neu verpresst, sondern als massives Stück verarbeitet. So lassen sich auch der hohe Gehkomfort und die hohen Wärme- und Schalldämmwerte erklären. Nebenbei ist der Korkmosaikboden auch absolut wasser- und rutschfest. Je nach Vorfertigungsgrad zahlen Sie pro qm Korkmosaik ab 40 Euro plus Klebe- und Fugenmasse sowie Lack.

Alle Farben und Formen möglich

Die Korkmatten können Sie vor und nach dem Verlegen einfärben. Wir empfehlen (wie auch der Hersteller), die Chips vor dem Kleben einzufärben und trocknen zu lassen, weil Sie so eine bessere Kontrolle über die Farbmenge und -gleichmäßigkeit haben. Selbstverständlich können Sie Ihr Korkmosaik gleich vom Hersteller eingefärbt bestellen. Die einzelnen Chips können sowohl rund (in verschiedenen Durchmessern) als auch eckig sein.

Zum Einfärben benutzen Sie eine ganz normale Wandfarbe auf Dispersionsbasis, die Sie mit Abtönfarben auf Ihren Wunschton einstellen. Durch die spätere Versiegelung des Korks bleibt die Farbe erhalten und kann nicht abgenutzt werden.

Zum Auftragen verwenden Sie eine kurzflorige Lackrolle. Die Seiten der einzelnen Chips sollten möglichst frei von Farbe bleiben.

So wird verlegt

Korkmosaik wird vollflächig auf dem Untergrund verklebt. Das Besondere: Sie können die Matten auf jeden Untergrund kleben, also auch auf Fliesen, Verlegespanplatten oder Trockenestrich. Wichtig ist der richtige Kleber. Bei Ihrer Bestellung sollten Sie deshalb immer die Beschaffenheit Ihres Untergrundes und die geplante Nutzung (Feuchträume) erwähnen, dann bekommen Sie den passenden Kleber mitgeliefert.

Kork verlegen

  1. Korkkanten zuschneiden© Christian Bordes

    Korkkanten zuschneiden

    Randmatten vorab mit dem Cutter eine gerade Kante anschneiden.
  2. Kleber auftragen© Christian Bordes

    Kleber auftragen

    Ziehen Sie den Kleber (hier Parkettkleber) mit dem Zahnspachtel (hier B5) gleichmäßig auf den Untergrund. Die Zahngröße hängt von der Kleberart ab.
  3. Erste Matte ansetzen© Christian Bordes

    Erste Matte ansetzen

    Erste Matte mit einer Randfuge von 2 mm in den Kleber eindrücken.
  4. Zweite Matte ansetzen© Christian Bordes

    Zweite Matte ansetzen

    Die nächste Matte setzen Sie exakt verzahnt an die erste an und rollen sie ins Kleberbett.
  5. Nächste Mattenreihe© Christian Bordes

    Nächste Mattenreihe

    Das Gleiche gilt für die nächsten Mattenreihen. Die Ränder greifen verzahnt ineinander.
  6. Nische messen© Christian Bordes

    Nische messen

    In Nischen mit dem Cutter eine passende Matte zuschneiden.
  7. Verzahnung © Christian Bordes

    Verzahnung

    Die halben Chips der angeschnittenen Randkante herausschneiden, damit wieder eine Verzahnung entsteht.
  8. Lack auftragen© Christian Bordes

    Lack auftragen

    Die fertige Korkfläche einmal mit Lack vorversiegeln, damit die nachfolgend aufgebrachte Fugenmasse sich nicht auf den Chips festsetzt.
  9. Fugenmasse auftragen© Christian Bordes

    Fugenmasse auftragen

    Die angemischte Fugenmasse in allen Richtungen über das Mosaik ziehen, bis alle Fugen gefüllt sind.
  10. Fugenmasse einschwämmen© Christian Bordes

    Fugenmasse einschwämmen

    Anschließend die Masse mit dem Schwammbrett einschlämmen. Nach etwa 30 Minuten die Korkflächen mit dem Schwammbrett und viel frischem Wasser abwaschen, bis der Grauschleier entfernt ist.
  11. Endversiegelung auftragen© Christian Bordes

    Endversiegelung auftragen

    Nach dem Trocknen der Fugenmasse folgt die Endversiegelung, die Sie per kurzfloriger Rolle aufbringen.

Fotos: Christian Bordes, Bleile Bodenbeläge GmbH

Artikel aus selber machen Ausgabe 02/2007. Jetzt abonnieren!
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