So einfach geht Shibori
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So einfach geht Shibori

Jetzt wird gefaltet, geknickt, geknotet, gequetscht und getaucht! Denn so entstehen bei der japanischen Färbetechnik genannt Shibori die schönsten Muster auf Textilien und Accessoires

 
ABWECHSLUNGSREICH Für einen Eyecatcher in der Küche mehrere Geschirrtücher am besten in verschiedenen Farben und/oder Techniken färben und mit Aufhängern in knalligen Neonfarben versehen. © Edition Michael Fischer
ABWECHSLUNGSREICH Für einen Eyecatcher in der Küche mehrere Geschirrtücher am besten in verschiedenen Farben und/oder Techniken färben und mit Aufhängern in knalligen Neonfarben versehen.

 

Geschirrtuch

  1. Geschirrtuch auf die Bügelunterlage legen und ziehharmonikaartig zusammenfalten. Dabei jede Falte in Form bügeln.
  2. Ein Ende so umknicken, dass eine quadratische Fläche entsteht. Auch die Querfalten jeweils bügeln.
  3. Immer weiter hin und her quadratische Flächen aufeinanderfalten, bis am Ende ein ordentlicher Stoffstapel entsteht. 
  4. Mittig, immer direkt übereinander, in jede „Faltung“ ein Bastelholz legen. Zum Schluss auch eines auf und unter den Stapel legen.

  1. Die Kordel erst eng um die Bastelholzenden auf der einen so wird’s Seite wickeln, sodass sie richtig fest zusammengedrückt werden. Dann um das Stoffpäckchen mit den Bastelhölzern und schließlich noch um die Bastelholzenden auf der anderen Seite wickeln und festknoten.
  2. ​Den vorbereiteten Stoff in kaltem Wasser 10 Minuten einweichen. Währenddessen das Färbebad nach Packungsanweisung zubereiten. Dabei Handschuhe nicht vergessen! Dann das Stoffpaket ca. 30 Minuten im Farbbad färben. 
  3. Das Geschirrtuch mit kaltem Wasser auswaschen, bis das Wasser klar bleibt. Kordel und Hölzer entfernen, Tuch auffalten und glatt bügeln.

 

Papeterie

 

Streifenmuster

  1. Ein DIN A3 großes Stück Japanpapier zurechtschneiden und ziehharmonikaartig der Länge nach falten. Die Ziehharmonika zweimal zusammenknicken, sodass sie die Länge und Breite eines Bastelholzes hat. 
  2. Das gefaltete Papier zwischen zwei Bastelhölzern mit mehreren Foldback-Klammern fixieren.

➜ weiter ab Punkt 6 bei „Rundes Muster“

​Rundes Muster


 

  1. Ein Stück Japanpapier im DIN-A4-Format zurechtschneiden und an einer kurzen Seite ein Drittel nach unten falten. 
  2. Längs mittig und dann von beiden Seiten schräg zur Mitte falten. Die Seiten immer wieder schräg zur Mitte falten, bis sich eine dreieckige Spitze ergibt, die ein Bastelholz gerade so bedeckt. 
  3. Oben und unten ein Bastelholz auflegen und das Papier mithilfe der Foldback-Klammern dazwischenklemmen. 
  4. Die gefalteten Papiere in eine Schüssel mit kaltem, klarem Wasser tauchen, bis sich das Papier vollgesaugt hat.

  1. In einer zweiten Schüssel die Batik-Farbe nach Packungsanweisung anrühren. Die Papiere hineintauchen, wieder herausholen und gut abtropfen lassen. Hölzer und Klammern entfernen, Papier vorsichtig entfalten und hängend trocknen lassen. 
  2. Einen Briefumschlag vorsichtig auseinanderfalten, die Form auf das DIN A3 große Shibori-Papier übertragen und ausschneiden. 
  3. Die Knicklinien mit einer Stricknadel vorfalzen. 
  4. Mithilfe von Sprühkleber den Umschlag mit einem einfarbigen Papier füttern. Alternativ können Sie auch einen weißen Umschlag mit Shibori- Papier füttern. Mit Klebestift den Umschlag wieder zusammenkleben. 
  5. Für die Grußkarte Shibori-Papier mit Sprühkleber einsprühen und auf eine weiße Klappkarte kleben (oder Sie recyceln eine Karte, bei denen Ihnen das Motiv nicht gefällt). Überstände mit Lineal und Cutter abschneiden.

Tipp!
In übrig gebliebene Farbe einfach eine weiße Grußkarte halb eintauchen - so entsteht ein toller Ombre-Effekt. 
 

Tischset


Hätten Sie´s gewusst? Diese Technik, bei der feine Linienmuster im Stoff entstehen, nennt sich Bomaki. 

So wird´s gemacht: 

  1. Stoff auf die Bügelunterlage legen und ziehharmonikaartig zusammenfalten, dabei jede Falte in Form bügeln. 
  2. Eine Ecke zum Dreieck falten. 
  3. Alles umdrehen und die gesamte noch nicht gefaltete Seite auf den Stoffstreifen zum Dreieck knicken. Alle Falten sorgfältig bügeln. Die Schritte wiederholen, bis Sie einen aus Dreiecken zusammengefalteten Streifen vor sich liegen haben. 

  1. Ein Ende des Streifens mit einer Wäscheklammer am oberen Rand des Rohrs festklemmen. 
  2. Den Rest des Streifens stramm um das Rohr wickeln, das Ende mit Masking Tape befestigen. 
  3. Die Kordel um das Rohr wickeln und fest verknoten. Anschließend das Rohr im Uhrzeigersinn immer rundherum drehen und dabei die Kordel gleichmäßig stramm drumherumlaufen lassen. Am Ende fest verknoten. Alle Klammern und Tapes entfernen.

  1. Den Stoff auf dem Rohr zusammenschieben, sodass lauter kleine Rettungsringe entstehen. 
  1. Den vorbereiteten Stoff in kaltem, klarem Wasser mindestens 10 Minuten einweichen. Das Färbebad nach Packungsanweisung zubereiten. 
  2. Das Rohr mit dem Stoff in das Färbebad stellen und nach drei Minuten das Fixiermittel hinzugeben. Das Tuch weitere 30 Minuten färben, dabei immer wieder bewegen. 
  3. Den Stoff auf dem Rohr mit kaltem Wasser auswaschen, bis das Wasser ziemlich klar bleibt. Kordel entfernen, Tuch abnehmen, auseinanderfalten und nochmals ausspülen. Trocknen lassen und bügeln.

Sie möchten noch mehr über die japanische Färbekunst lernen? Dann könne Sie hier weiterlesen: 
 

  Shibori – Färben auf Japanisch
  Edition Michael Fischer
  ISBN: 978-3-86355-374-6
  48 Seiten

 

Text: Charlotte Meindl, Fotos: EMF/ Johanna und Theresa Rundel
Fotos: 
Edition Michael Fischer
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