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Dachrinnen

Regenrinnen

Neben Zink sind Kunststoff und Kupfer die meistverwendeten Materialien für Dachrinnen. Welches die Wahl gewinnt, entscheidet nicht nur der Preis.

 
Kunststoffrinne © Chris Lambertsen
Kunststoffrinne

Warum eine Kunststoffrinne nehmen, wo Zink doch viel länger hält? Dann könnte man doch auch gleich Kupfer oder sogar Edelstahl für den Dachkanal wählen. Neben der Optik, die zum Haus passen soll, spielen sicher der Preis und die Kosten für die Montage eine gewichtige Rolle. Am preiswertesten und zugleich am einfachsten zu verarbeiten sind Dachrinnen aus Kunststoff. Sie werden grundsätzlich gesteckt und mit einem speziellen Kunststoffkleber dauerhaft verbunden. Der Nachteil dabei ist, dass Einzelteile nicht mehr austauschbar sind. Das Gewicht der Rinnenteile ist gering, und die Einzelteile der Rinne passen präzise zueinander. Das macht Kunststoffrinnen zum Favoriten für alle, die ihre Rinne selbst montieren wollen.

Kupferrinne© SelbermachenDurch Stecksysteme kann man heute auch Metallrinnen selbst montieren. Sie verlangen aber ein sehr genaues Ausrichten, da die Rinnenböden am Ende des Kanals nicht passen, wenn sie auch nur ein wenig verformt werden. Bei Metallrinnen, die nicht steckbar sind, lohnt sich für Selbermacher eine Zusammenarbeit mit dem Dachdecker oder Spengler. Dort kaufen Sie Material und lassen sich beraten. Die zeitaufwendige Montage vor Ort macht man selbst und spart so teure Arbeitszeit des Profis. Rinneneisen und Fallrohrschellen sowie das Zuschneiden der Rinnenteile kann man dann selbst erledigen. Der Fachmann kommt anschließend nur noch, um die Rinnenteile miteinander zu verlöten.

Zinkrinne© SelbermachenDer Vorteil der Zinkrinnen ist das gute Verhältnis zwischen günstigem Preis und Langlebigkeit. Nach einigen Monaten Bewitterung können sie – als einzige – passend zum Haus farbig gestrichen werden. Kupferrinnen sind deutlich teurer, halten aber fast ewig. Die absolute Oberklasse unter den Rinnenmaterialien sind extrem haltbare Dachrinnen aus Edelstahl, die preislich aber noch über Kupfer liegen und die nur der Profi montieren kann.

Drei Materialien im Vergleich

Material Regenrinne Zink© PRRinnen aus Kunststoff unterscheiden sich von Kupfer- wie von Zinkrinnen durch drei Eigenschaften: Sie sind grundsätzlich steckbar, sie sind extrem passgenau, sie werden mit Klebstoff montiert.

Bei Metall wird üblicherweise gelötet und nur selten gesteckt.

Nicht nur Geschmackssache: Die Form der Rinne

Kastenrinnen aus Metall oder Kunststoff sind aus optischen Gründen manchmal besser geeignet, als die üblichen halbrunden Rinnenprofile. Sie eignen sich gut für kleinere Dachflächen bis etwa 25 qm, beispielsweise von Gartenhäusern oder Carports.

Regenrinne halbrund© PRGrößere Dachflächen brauchen Rinnen, die viel Wasser aufnehmen können. Beim Austausch orientiert man sich an der bisherigen Rinnengröße, bei Neubauten sollte man einen Dachdecker nach dem benötigten Rinnenquerschnitt fragen. Hier gibt es neben den Halbrundrinnen auch halbovale Querschnitte (zum Beispiel Vario von Riegelhof & Gärtner, Duplex von Marley) die schlanker wirken aber etwas mehr Fassungsvermögen als halbrunde Rinnen haben. Die halbovalen Rinnen sind bisher aber nur aus Kunststoff erhältlich.

Mit Zubehör funktioniert die Dachrinne perfekt

Laubfänger für die Dachrinne sollten selbstverständlich sein. Gerade dort, wo viele Bäume sind, hat man mindestens zweimal im Jahr die lästige Aufgabe, die Rinne von Laub und Samen zu befreien. Vergisst man es, wird das Regenwasser irgendwann über den Rinnenrand abfließen.

Laubsieb Ablaufloch© SelbermachenEin Laubsieb im Ablaufloch (ab etwa 20 Euro) hilft, da es das meiste Laub zurückhält. Besser sind rund vorgeformte Laubfanggitter, die in Halbrundrinnen eingelegt werden (etwa 9 Euro/m). Noch besser sind flache Laubfanggitter, die auf der Rinne liegen und von denen der Wind das Laub einfach fortbläst.

Regenwasserklappe© SelbermachenDie Regenwasserklappe sorgt bei jedem Guss dafür, dass sich Ihre Regentonne füllt. Ist die Tonne voll, wird die Klappe einfach nach oben geklappt und das Wasser fließt durchs Fallrohr ab. Riegelhof & Gärtner, etwa 30 Euro.

SELBER MACHEN 11/2007

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