Beistelltisch mit zwei Alternativen

Variablen Couchtisch selber bauen

Glänzend steht er da, unser Couchtisch mit der edlen Eichenplatte. Als Zugabe haben Sie bei unserem Bauvorschlag außerdem noch die Wahl zwischen zwei Alternativen: einem farbigen Tablett und einem kleinen Schaukasten, um den Tisch zu komplettieren.

 
Variabler Couchtisch mit Tablett © Chris Lambertsen
Variabler Couchtisch mit Tablett

Unser Couch-Tisch ist ein echter Verwandlungskünstler: Statt Schaukasten und Tablett können Sie auch einfach eine größere Tischplatte auf das Untergestell setzen. Dann ist das darunter versteckte Fach für unterhaltsame Brettspiele größer und die schöne Eichenplatte kommt besser zur Geltung.

Die zwei Versionen des Couchtisches: Sie haben die Wahl!

Version 1:

Das rote Tablett schenkt dem Couchtisch eine peppige Ecke und jugendliche Frische.

Und: Unter der Tischplatte lassen sich ganze Spielesammlungen unterbringen. (FOTO: Chris Lambertsen/ Selbermachen Media GmbH)

 

Version 2:

Eine Minivitrine mit Eichenholzrahmen ergänzt die Tischplatte in zeitloser Eleganz. 

Praktisches Detail: Statt Utensilien wie Kerzen und Servietten, die man gern in Tischnähe hat, können Sie aber auch flache Sammelstücke unter dem Glas rechts zur Schau stellen. (FOTO: Chris Lambertsen/ Selbermachen Media GmbH)

 

Der Clou unseres Bauvorschlags sind Gehrungsverbindungen: Die Stoßfugen von Platte und Beinen fallen so mit den Kanten zusammen und treten nicht in Erscheinung. Bei der Tischplatte kann man auf diese Weise eine 4 cm dicke Platte vortäuschen, erst recht, wenn Massivholzleisten verwendet werden.

Das Beste: Der Tisch ist auch noch günstig: je nach Ausführung kostet er nur zwischen 60 und 70 Euro.

Schöne Kanten auf Gehrung verleimt

Alle Rahmenecken sind ebenfalls auf Gehrung gefertigt – bei der Tischplatte wie beim Tablett und auch beim Schaukasten. Und wir haben noch einen zweiten Gestaltungstrick angewendet. Zwischen Untergestell- und Eichentischplatte verläuft eine Schattenfuge. Sie ist erforderlich, wenn Schaukasten oder Tablett auf kleinen Gummi- oder Filzfüßen stehen sollen.

Stückliste Couchtisch

Die Eichenplatte „schwebt“ 3 mm über dem Untergestell, da sie auf dem 2,4 cm hohen MDF-Rahmen aufliegt. Mit 3 mm dicken Filzunterlagen erreichen Tablett und Schaukasten dieselbe Höhe:

Die Skizze für unseren Couchtisch.

(Zeichnung: Tillman Straszburger/ Selbermachen Media GmbH)

Tischuntergestell

1 Stück, Tischplatte, MDF-Platte, 90 x 60 x 1,6 cm
16 Stück, Beinteile, MDF-Platte, 40* x 6*x 1,6 cm
4 Stück, Montageklötze**, 2,8 x 2,8 x 3,2 cm
4 Stück, Halteleisten, 55,9* x 2,4 x 1,6 cm

Tischplatte, abnehmbar:

1 Stück, Tischplatte, Tischlerplatte mit Eichenfurnier, 60*x60*x1,9 cm
4 Stück, Rahmen, Massivholzleisten, Eiche, 60*x4x2 cm

Tablett, abnehmbar:

1 Stück, Tablettboden, MDF-Platte, 60*x30*x1,2 cm
2 Stück, Tablettrahmen, 60*x4x1,2 cm
2 Stück, Tablettrahmen, 30*x4x1,2 cm

Schaukasten, abnehmbar:

2 Stück, Massivholzleisten, Eiche, 60*x4x2 cm
2 Stück, Massivholzleisten, Eiche, 30*x4x2 cm
1 Stück, Boden, Glasplatte, 58x28x0,5 cm

Die Tischplatte

Beim Bauen starten Sie am besten mit der Eichenplatte. Sollten dabei überraschenderweise Maßabweichungen auftreten, können Sie das Untergestell noch entsprechend anpassen.

Die Eichenfurnier-Tischlerplatte (etwa 62 x 62 cm) erhält rundum Gehrungsschnitte, so dass sie auf exakt 60 x 60 cm kommt. (FOTO: Chris Lambertsen/ Selbermachen Media GmbH)

Auch die Eichenholzleisten für den Rahmen werden zunächst mit Zugabe und erst danach im 45-Grad-Winkel genau auf Länge gesägt. (FOTO: Chris Lambertsen/ Selbermachen Media GmbH)

Um die Rahmenteile miteinander zu verleimen, legt man sie auf eine ebene Unterlage. Die Ecken müssen präzise 90 Grad ergeben. (FOTO: Chris Lambertsen/ Selbermachen Media GmbH)

Wenn die Gehrungskanten an Rahmen und Tischplatte gleichmäßig mit Leim eingestrichen sind, werden sie aneinandergelegt. (FOTO: Chris Lambertsen/ Selbermachen Media GmbH)

Die Untergestell-Tischplatte erhält einen Halterahmen aus MDF-Plattenstreifen. Ist die erste Halteleiste angeleimt, folgen links und ...(FOTO: Chris Lambertsen/ Selbermachen Media GmbH)

... rechts die Anschlussleisten. Nach dervierten Leiste werden die Kanten geschliffen undangefast. Tischplatte probeweise aufstecken. (FOTO: Chris Lambertsen/ Selbermachen Media GmbH)

Die Beine

Erst nach dem Aushärten des Leims werden die Beine geschliffen, auf der Kreissäge gekürzt und oben rundum ein 3-mm-Falz angelegt.

Je vier Beinteile – noch etwas zulang zugeschnitten – werden dichtan dicht nebeneinandergelegt ... (FOTO: Chris Lambertsen/ Selbermachen Media GmbH)

... und mit Klebeband fixiert.Dann wenden, Verbindungsflächengleichmäßig mit Leim bestreichen. (FOTO: Chris Lambertsen/ Selbermachen Media GmbH)

Die Beinteile zusammenrollenund die letzte Leimfuge mitKlebeband pressen und fixieren. (FOTO: Chris Lambertsen/ Selbermachen Media GmbH)

Klötze 16 mm vom Rand entferntaufleimen und -schrauben – zurspäteren Befestigung der Beine. (FOTO: Chris Lambertsen/ Selbermachen Media GmbH)

Das Tablett

Ebenfalls komplett auf Gehrung: das Tablett.

Die kurzen Rahmenteile erhaltenauf der Innenseite mittig je einGriffloch (Durchm. 20 x 5 mm). (FOTO: Chris Lambertsen/ Selbermachen Media GmbH)

Beim Verleimen müssen dieRahmenteile plan aufliegen. Eineebene Unterlage ist erforderlich. (FOTO: Chris Lambertsen/ Selbermachen Media GmbH)

Der Schaukasten

Aus Massivholz und Glas: der Schaukasten.

Nach dem Zuschnitt kommendie Eichenleisten für den Rahmenzum Nuten auf die Kreissäge. (FOTO: Chris Lambertsen/ Selbermachen Media GmbH)

Vor dem Verleimen den Rahmen mit der Glasplatte probeweisezusammenfügen. (FOTO: Chris Lambertsen/ Selbermachen Media GmbH)

Der SELBER MACHEN Lakier-Tip:

Hochglänzende Oberflächen beim Tischgestell und beim Tablett erzielt man am besten mit einem Kunstharzlack. Um Trockenzeit zu sparen, kann für den Voranstrich auch ein (leicht verdünnter) Acryllack verwendet werden.

Artikel aus selber machen Ausgabe 04/2015. Jetzt abonnieren!
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