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Boden

Tipp - Parkett und Teppich richtig verlegen

Das Verlegen von Bodenbelägen ist heute längst keine Aufgabe mehr, die ausschließlich der Profi erledigt. Viele Heimwerker möchten diese Arbeit lieber selbst in die Hand nehmen. Um folgenschwere Fehler zu vermeiden und von einem einwandfreien Ergebnis zu profitieren, müssen einige Faktoren beachtet werden. Wir haben nachfolgend Tipps zur richtigen Vorgehensweise bei Parkett und Teppichboden arrangiert. Zum Verlegen der verschiedenen Laminatvarianten haben wir in einem separaten Beitrag bereits umfangreich informiert.

Tipps zu Parkett und Teppich © Selbermachen

Parkett – Klick-Systeme als Alternative

Das Verlegen von klassischem Parkett ist im Vergleich zu Laminat, Teppichboden und Co. etwas aufwändiger und erfordert handwerkliches Geschick sowie die entsprechenden Kenntnisse über die Eigenheiten des Fußbodens. Wer sich nicht absolut sicher ist, der Herausforderung gewachsen zu sein, sollte besser in Fachkräfte investieren, anstatt sich im Nachhinein über Schäden und Unebenheiten zu ärgern. In der Regel kann beim jeweiligen Hersteller beziehungsweise Händler von Parkett ein hauseigener Verlege-Service in Anspruch genommen werden, welcher regional verfügbar ist. Um herauszufinden, ob die gewünschte Dienstleistung angeboten wird, lohnt sich der Blick auf die Internetpräsenzen, die heute nahezu jeder Anbieter vorweisen kann. Heimwerker,

 die zum Beispiel Bodenbeläge in Kiel finden und gleichzeitig professionell verlegen lassen möchten, können auf der Website von Knutzen Wohnen Kontaktdaten einsehen und weiterführende Angaben direkt beim Händler anfordern. Wie in diesem Beispiel haben Kunden beim Kauf von Parkett nahezu bei jedem Fachhändler die Möglichkeit auf geschulte Bodenleger zurückzugreifen. 
Wer Parkett selber verlegen möchte, muss einiges beachten. Eine Trittschalldämmung ist bei Parkett nahezu immer vorteilhaft. Der unerwünschte Trittschall wird damit reduziert. Das Dämmmaterial wird unter dem Parkett über dem Unterboden platziert und fungiert dort als wertvolle Zwischenschicht. Da Parkett und Unterboden anschließend keinen direkten Kontakt mehr haben, ist geräuschloses Gehen garantiert. Während bei manchen Produkten die Trittschalldämmung integriert ist, können Heimwerker das Material beim separaten Kauf selbstständig auswählen. Das Spektrum reicht von Kokosfasern über Styropor und Holzfaser-Platten. Jedes Material hat seine individuellen Eigenschaften. 

Unter dem Sammelbegriff Parket werden vielerorts drei verschiedene Varianten angeboten:

  • Massivholzdielen
  • Dreischicht-Parkett
  • Holzboden

Bei Massivholzdielen kann das Verlegen über die Vernagelung oder die schwimmende Alternative mit Klick-Klammern erfolgen. Dreischicht-Parkett erleichtert das Verlegen mit einem Schichtensystem. Aufgrund der geringen Aufbauhöhe, die bei Renovierungen häufig zur Verfügung steht, wird der dünne und meist günstigere Holzboden bevorzugt. Holzböden werden schwimmend verlegt und können in der Regel sofort betreten werden. Generell ist es elementar, dass Parkett Zeit hat sich dem Raumklima anzupassen. Das beugt Unebenheiten und sonstigen Unregelmäßigkeiten vor.

Was vor einigen Jahren nur bei Laminat bekannt war, steht heute auch Parkettliebhabern zur Verfügung: Der Klick-Parkett. Für Heimwerker ist der Griff zu diesem Produkt empfehlenswert, weil es das Verlegen massiv beschleunigt und vereinfacht. Die folgende Tabelle führt die einzelnen Schritte beim Verlege-Vorgang auf:  
 

Dampfbremse und Trittschalldämmung Nachdem der Untergrund vorbereitet wurde und eben, tragfähig, sauber sowie trocken ist, muss möglicherweise eine Dampfbremse verlegt werden. Dies ist beim Verlegen auf Fliesen oder Estrich wichtig. Eine PE-Folie von mindestens 0,2mm Stärke ist gefragt. Danach folgt die Trittschalldämmung.
 
Ausrichtung und Dehnungsfuge Moderner Klick-Parkett erfordert keinen Leim und lässt sich sehr einfach verlegen. Parkett wird in Längsrichtung zum Lichteinfall platziert. Ist die Fläche größer als rund zehn Meter in Länge bzw. Breite raten Experten zur Dehnungsfuge.
 
Verlegen Mit einer Nut wird die erste Dielenreihe an der Wand mit mindestens einem Zentimeter Abstand mit Distanzkeilen verkeilt, damit das Holz Platz zum Arbeiten hat. Am Reihenende werden Dielen vermessen und passgenau zugeschnitten.
 

Wie andere Parkett-Arten wie Stab- oder Mosaik-Parkett verlegt werden, hat die Redaktion des Heimwerkerportals Henkelhaus zusammengefasst.

Teppichboden verlegen

Beim Verlegen von Teppichböden möchten wir gleich zu Beginn auf einen wichtigen Punkt aufmerksam machen. Denn unter dem Begriff Teppichboden sind mehrere Ausführungen an Bodenbelägen erhältlich, die sich teilweise markant voneinander unterscheiden und damit eine individuelle Vorgehensweise beim Verlegen erfordern.
Die Bezeichnung Teppichboden umfasst Velours und Schlingenware. Das Trägergewebe von Velours ist von den eingenähten Schlingen geprägt, die an der Oberseite aufgeschnitten werden. Besonders widerstandsfähig ist Velours, wenn die aufgeschnittenen Schlingen verdrillt sind. Bei Schlingenware wird Garn als Schlingen fixiert, um den Fußboden besonders angenehm und weich zu machen.
Eine weitere Möglichkeit den Fußboden mit Teppich zu versehen, bietet das Verlegen von Teppichfliesen. Hier sind Unterlage und Flor verklebt. Unter dem Namen Teppich wird gewebtes oder geknüpftes Naturmaterial wie Schurwolle oder Sisal verkauft. Im Vergleich zu Teppichboden aus Flor oder Velours muss der Heimwerker für Teppiche mehr bezahlen. Ein Beispiel ist der Orientteppich, der in traditionellen Manufakturen geknüpft wird. Die günstigere Alternative sind Nadelflies und Nadelfilzteppiche. Sie sind allerdings einfacher verarbeitet: Kunstfasern werden auf einer Unterlage fixiert und unterhalb beispielsweise mit Latex, geschäumtem Kunststoff oder Jute verstärkt.

Anleitung zum Verlegen:

  • Bei Teppichboden hat man die Wahl zwischen doppelseitigem Klebeband und dauerhafter Fixierung, um das Material mit dem Untergrund zu verbinden und ein Verrutschen zu verhindern. Dieser Punkt sollte im Voraus bedacht werde
  • n. Ab 20 Quadratmetern Fläche ist eine dauerhafte Fixierung über eine vollflächige Verklebung oder Verklettung sinnvoll. Eine lose Platzierung ist nur bei kleineren Flächen ratsam. In Mietwohnungen und überall dort, wo der Bodenbelag flexibel sein muss, sollte er nicht dauerhabt mit dem Untergrund verbunden werden. 
  • Zuschnitt: Im Idealfall wird Teppichboden mit einem Überstand von zehn Zentimetern beim Händler zugeschnitten. Im vorbereiten Raum wird das Material anschließend ausgelegt und glattgestrichen. An jeder Seite wird der Teppich dann auf einen Überstand von circa drei Zentimetern gekürzt.
  • Fixierung mit Klebeband: Erfolgt die Fixierung des Teppichbodens mit doppelseitigem Klebeband, wird der Teppich nun wieder entfernt. Entlang der Wände muss das Klebeband aufklebt werden. Teppichmaterial wieder auslegen, ausrichten und nach und nach die Schutzfolie des Klebebandes abziehen. Der Teppichboden kann somit Stück für Stück befestigt werden. Die überstehenden Ränder lassen sich mit einem Teppichmesser entfernen. Zum Schluss werden die Fußleisten montiert.
  • Teppich-Fixierung: Alternativ zum Klebeband kommt eine Teppichfixierung zum Einsatz. Einige Produkte sind ideal für Teppichboden mit glattem Schaumrücken. Hierbei können alte Bodenbeläge wie PVC direkt überdeckt werden. Mit Parkett oder Steinböden funktioniert das nicht. Der Untergrund muss sorgfältig gereinigt werden und tragfähig sein. Teppichboden wird zuvor im Raum ausgerichtet, bevor rund 50 Prozent zusammengerollt werden. Auf die freie Bodenfläche wird das Fixierungsmaterial gleichmäßig aufgetragen. Nach einer gewissen Wartezeit, wird der Teppichboden auf das Material gelegt und angedrückt. Im Anschluss folgt die Wiederholung des Vorgangs mit der anderen Hälfte des Raums. In der Regel dauert es einen Tag bis der Teppichboden begehbar ist. Das Abziehen und Entfernen des Teppichs ist ohne Probleme möglich.
  • Dauerhafte Verklebung: Die Vorgehensweise ähnelt der Befestigung mit Teppich-Fixierer nahezu vollständig. Allerdings spielt die Zeitspanne zwischen Auftragen des Klebers und Kontakt zum Teppichmaterial eine zentrale Rolle.
  • Teppichfliesen: Teppichfließen werden von der Mitte des Raums ausgehend verlegt. Teurer aber sehr praktisch sind selbstliegende Teppichfliesen. Sie erfordern keinerlei Klebstoffe. Das Risiko für unerwünschte Wohngifte sinkt. Selbstklebende Teppichfliesen sind günstiger und unterhalb mit einer klebenden Beschichtung versehen. Sie macht zusätzlichen Kleber unnötig, erschwert aber den Austausch. Damit die Teppichfließen gerade verlaufen, können Heimwerker eine Gerade mit Malerkrepp am Boden entlang ziehen. Das erleichtert die korrekte Positionierung. Bei selbstklebenden Elementen ist es empfehlenswert die Schutzschicht des Klebers erst dann abzuziehen, wenn der gesamte Raum ausgelegt ist. Fehler lassen sich so nachträglich korrigieren. Mit doppelseitigem Klebeband werden Einzelteile provisorisch angebracht.

Abschließend haben wir ein Heimwerkervideo zum Verlegen von Teppichboden integriert, das auf wesentliche Tricks hinweist:

Fotos: 
pixabay.com: jactod, miniqueaustralia
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