Dünnbettverlegung von Wand- und Bodenfliesen

Fliesenklebe-Tech­nik

Dünnbettverlegung von Wand- und Bodenfliesen

Das Dünnbettverfahren ist die gebräuchlichste und zugleich einfachste Tech­nik des Fliesenklebens. Es kann auf allen ebenen Wand- und Bodenflächen angewendet werden. So einfach geht's. 

 
Fliesenklebe-Tech­nik: Dünnbettverlegung von Wand- und Bodenfliesen © Selbermachen Media
Fliesenklebe-Tech­nik: Dünnbettverlegung von Wand- und Bodenfliesen

Bei der Dünnbettverlegung wird der Kleber in einer dünnen Schicht von 2 bis 6 Millimeter aufgetragen. Unebenheiten des Untergrundes können nicht ausgeglichen werden. Mosaike und gleichmäßig dünne Fliesen werden im Floatingverfahren verklebt.

Sockelfliesen setzt man üblicherweise im Butteringverfahren an, wobei der Kleber auf der Fliesenrückseite aufgetragen wird. Muss eine absolut hohlraumfreie Verklebung gewährleistet sein, zum Beispiel bei Grobkeramik und Naturstein mit stark profilierter Rückseite oder im Außen- und Dauernaßbereich, kombiniert man beide Techniken zum Butteringfloatingverfahren. Beim kombinierten Verfahren erhöht sich der Kleberverbrauch um circa 50 Prozent.

Beim Vorbereiten des Klebers ist zu bedenken, dass nur so viel Kleber angezischt wird, wie in der Verarbeitungszeit verbraucht werden kann. Wichtig ist, dass der Kleber erst angemacht wird, wenn alle Arbeiten wie Untergrundvorbereitung, Vermessen und Anzeichnen der Fliesenfläche abgeschlossen sind.

Die Fläche, auf der der Kleber aufgekämmt wird, darf auch nur so groß sein, dass sie in der Zeit bis zur Hautbildung – circa 15 Minuten – verfliest werden kann. In dieser Zeit kann der Sitz der in das Klebebett gedrückten Fliese noch korrigiert werden.

Danach er­härtet sich der Kleber, und die Haftfähigkeit läßt nach. Die Hinweise auf der Ver­packung geben Aufschluß über die Zeiten.

Die Dünnbettverlegung von Wand- und Bodenfliesen: Schritt-für-Schritt

Fliesenkleber wird beim Floatingverfahren abschnittweise auf den Untergrund aufgebracht.

Fliesenkleber wird beim Floatingverfahren abschnittweise auf den Untergrund aufgebracht. Der Kleber bleibt circa 10 Minuten of­fen, danach lässt die Haftfähigkeit nach.

Ein wichtiger Arbeitsgang ist das gleichmäßige Durchkämmen des aufgebrachten Fliesenklebers.

Ein wichtiger Arbeitsgang ist das gleichmäßige Durchkämmen des aufgebrachten Fliesenklebers. Die Zahnung des Spachtels richtet sich nach der Größe und der Rückseite der zu ­verlegenden Fliese.

Kleberstege müssen nach dem Aufkämmen über die ganze Fläche gleichmäßig und voll sein.

Kleberstege müssen nach dem Aufkämmen über die ganze Fläche gleichmäßig und voll sein. Fliesen dürfen nie "knirsch", das heißt mit Kontakt zum Untergrund verlegt werden.

Die Zahnung des Spachtels ist richtig, wenn nach dem Andrücken der Fliese die Rückseite mindestens zu 60 Prozent mit Kleber bedeckt ist. Diese Fliese hat ausreichend Kontaktfläche.

Die Zahnung des Spachtels ist richtig, wenn nach dem Andrücken der Fliese die Rückseite mindestens zu 60 Prozent mit Kleber bedeckt ist. Diese Fliese hat ausreichend Kontaktfläche.

Kombiniertes Verfahren ist die Technik, Kleber sowohl auf den Untergrund als auch auf die Fliese aufzutragen.

Kombiniertes Verfahren ist die Technik, Kleber sowohl auf den Untergrund als auch auf die Fliese aufzutragen. Es wird bei Rückseitenprofilierungen über 2 Millimeter angewandt.

TEXT:Peter-Michael Stange; FOTO: Selbermachen Media
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