Hammer-Arten im Überblick: Formen und Einsatzgebiete
Immer das richtige Schlagwerkzeug

Hammer-Arten im Überblick: Formen und Einsatzgebiete

­Ein Hammer gehört zur Grundausrüstung jedes Selbermachers. Welcher ist der richtige? Unter­schiede gibt es in Material, Kopfform und Gewicht. Wir stellen die verschiedenen Hammer-Arten und ihre Einsatzgebiete vor. 

 
Hammer-Arten im Überblick: Formen und Einsatzgebiete © Selbermachen Media
Hammer-Arten im Überblick: Formen und Einsatzgebiete

Das Werkzeug Hammer ist wohl eines der ältesten Werkzeuge, das die Menschheit kennt. Und auch heute noch gehört ein guter Hammer in jede Grundausrüstung eines Werkzeugkoffers.

Am gebräuchlichsten ist der Schlosser- und der Tischlerhammer. Mit 300 Gramm Gewicht ist er für die normalen Arbeiten gut geeignet. Kleine Nägel und Stifte lassen sich besser mit einem 100 Gramm leichten Hammer einschlagen. Als Ergänzung zur Erstausrüstung ist ein Schonhammer aus Kunststoff sehr nützlich.

Ein Hammer wird immer am hinteren Ende des Stiels angefasst, um die Schlagintensität richtig einzusetzen und genau zu treffen. Bei der Herstellung eines Hammers bekommen die Bahn, das heißt die flache Seite, und die spitze Finne einen anderen Härtegrad als die Bohrung, die zum Schluss den Hammerstiel aufnimmt.

Das entscheidet über die Qualität eines Hammers, denn Bahn und Finne müssen schlagfest, dürfen aber nicht spröde sein, damit beim Schlag nichts absplittern kann. Oder einfacher ausgedrückt: Kopf und Stiel müssen fest miteinander verbunden sein!

Hammer: Werkzeug-Arten im Überblick

Den Nagel auf den Kopf getroffen. Kein Problem mit einem Schlosserhammer.

Den Nagel auf den Kopf getroffen. Kein Problem mit einem Schlosserhammer. Er ist der Klassiker unter den Hämmern und sollte in keinem Haushalt fehlen. Die häufigsten Einsatzgebiete sind das Einschlagen von Nägeln oder auch Dübeln.  

Hammerformen: links der Schlosserhammer, in der Mitte der Tischlerhammer. Der Ingenieurhammer hat einen runden Kopf.

Hammerformen: links der Schlosserhammer, in der Mitte der Tischlerhammer. Der Ingenieurhammer hat einen runden Kopf.

Einen Fäustel (links, zwischen 1000 – 2000 Gramm) braucht man für Meißel- und Metallarbeiten. Vorschlaghämmer (rechts) mit langem Stiel wiegen bis zu 10 Kilogramm.

Einen Fäustel (links, zwischen 1000 – 2000 Gramm) braucht man für Meißel- und Metallarbeiten. Vorschlaghämmer (rechts) mit langem Stiel wiegen bis zu 10 Kilogramm. Aufgrund des Gewichtes sollten sie unbedingt mit beiden Händen geführt werden. Sie werden häufig bei Abbrucharbeiten, Wanddurchbrüchen oder zum Einschlagen von Pfählen eingesetzt.

Schonhämmer haben Köpfe aus Hartgummi oder Kunststoff.

Schonhämmer haben Köpfe aus Hartgummi oder Kunststoff. Ein Schlag auf weiches Material, wie zum Beispiel Holz, hinterlässt keine Druckspuren.

Holzhämmer und Klöpfel sind leichter und werkzeugschonend. Beitel und Schnitzwerkzeuge werden damit bearbeitet.

Holzhämmer und Klöpfel sind leichter und werkzeugschonend. Beitel und Schnitzwerkzeuge werden damit bearbeitet.

Der Klauenhammer zieht auch Nägel wie ein Kuhfuß.

Der Klauenhammer zieht auch Nägel wie ein Kuhfuß. Der Latthammer hat eine magnetische Rinne zum Ansetzen des Nagels.

Spezial-Hämmer im Überblick.

Die Spezialisten: Die scharfe, breite Finne des Maurerhammers (links) dient zum Zerteilen von Steinen, mit der Bahn werden Steine angeklopft. Mit der breiten, abgerundeten Finne des Furnierhammers wird Furnier angerieben (Mitte).

Schlacke von der Schweißnaht wird mit den Spitzen des Schweißerhammers (rechts) entfernt. Vergleichsweise leicht sind der Fliesenhammer mit spitzer Finne und der Glaserhammer mit dem polierten Kopf (unten).

Schutzkappen machen aus Fäustel und Schlosserhammer Schonhämmer.

Schutzkappen machen aus Fäustel und Schlosserhammer Schonhämmer. So bleiben zum Beispiel Pflaster beim Anklopfen unbeschädigt.

TEXT: Peter-Michael Stange; FOTO: Selbermachen Media
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