Arbeitszimmer unterm Dach | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin

Dachausbau

Arbeitszimmer unterm Dach

Ihr alter, ausgebauter Dachraum liegt seit Jahren brach, weil Sie ihn nicht renovieren mögen? Wir sagen: selbst schuld! Im ersten Teil unseres Modernisierungs-Projekts zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre ungenutzte Dachkammer fachgerecht dämmen!

 
Ein modernisieter Dachraum kann sich sehen lassen! © Selbermachen
Ein modernisieter Dachraum kann sich sehen lassen!

Früher schon mal Arbeitszimmer gewesen, knapp 16 Quadratmeter groß, dunkel und voller Erinnerungsstücke, an die sich keiner mehr erinnern kann: Das war unser Dachraum bis November 2012. Die Aufgabenstellung war klar: Wir wollten ein helles, freundliches und nach neuestem Standard gedämmtes Homeoffice schaffen.

Gleich für den ersten Punkt brauchen wir aber schon den Profi. Die Wahl für das neue Dachfenster fiel auf die „Cabrio“-Variante von Velux, bei der sich der untere Fensterteil zu einer senkrechten Brüstung aufstellen lässt und das Ganze zu einem Mini-Balkon wird. Der Einbau ist ganz klar dem geschulten Profi vorbehalten – wer beim Einbau zuschaut, weiß, warum. Das „Cabrio“ ist mit seinen Maßen 94 x 225 cm ein wahres Einfallsstor für das Tageslicht, und allein seine Anwesenheit verändert einen Dachraum total. Übrigens: Der Einbau eines Dachflächenfensters, egal welcher Größe, braucht keine Genehmigung.

Es lauern aber ein paar Tücken: Eine Gipsbauplatte wiegt zwischen 10 und 12,5 kg pro Quadratmeter, je nach Dachflächengröße kommen schon mal ein paar Tonnen zusammen. Grundsätzlich sollten Sie Ihren Dachraum vor den Arbeiten also mit einem Statiker untersuchen, der den Zustand und die Dimensionierung der Dachhölzer in Augenschein nimmt. Wenn dieser grünes Licht gibt, können Sie loslegen. Einen Helfer werden Sie mindestens brauchen – Sie wissen schon, die Platten sind schwer.

© SelbermachenEin kleiner Raum, aber rund vier Kubikmeter Abfall! Die Hälfte ist alte Dämmung, also Sondermüll. Sie wird in spezielle Fasersäcke, auch KMF-Bag genannt, umgefüllt und über einen Fachbetrieb entsorgt.

Dachfenster austauschen: Arbeit für den Dachdecker!

  1. Laibungsfutter entfernen© Selbermachen

    Laibungsfutter entfernen

    Jeder Eingriff in die Dachhaut hat Folgen für die Statik des gesamten Dachstuhls. Deswegen sollten Sie Ihre neuen Dachfenster immer vom Profi einbauen lassen. Einige Hersteller wie Velux geben nur dann eine Garantie auf die Fenster, wenn der Dachdecker speziell geschult wurde. Das Laibungsfutter alter Dachfenster ist oft genagelt oder verschraubt. Es muss komplett raus.
  2. Fenster entfernen© Selbermachen

    Fenster entfernen

    Der Profi öffnet die Beplankung auf der Innenseite exakt nach Größe des neu einzubauenden Fensters, dann kommt das alte Fenster raus.
  3. Fenster entfernen© Selbermachen

    Fenster entfernen

    Der Profi öffnet die Beplankung auf der Innenseite exakt nach Größe des neu einzubauenden Fensters, dann kommt das alte Fenster raus.
  4. Eindeckrahmen einsetzen© Selbermachen

    Eindeckrahmen einsetzen

    Dachpfannen und Lattung werden entfernt, ein Sparren wird gekürzt und zwei Wechsel eingezogen. Moderne Dachfenster brauchen Eindeckrahmen, bevor die Fensterteile eingesetzt werden.
  5. Fensterteile einsetzen© Selbermachen

    Fensterteile einsetzen

    Dachpfannen und Lattung werden entfernt, ein Sparren wird gekürzt und zwei Wechsel eingezogen. Moderne Dachfenster brauchen Eindeckrahmen, bevor die Fensterteile eingesetzt werden.

Dach dämmen ist einfach, aber staubig

Die alte muss raus, definitiv. Dämmwolle aus den 70er-Jahren zu entfernen ist wahrlich kein Spaß, vor allem weil sie oft mit allerlei Alufolien oder sonstigen Bahnen kaschiert ist. Aber da müssen Sie durch! Natürlich nur mit Atemmaske gegen Faserstäube. Die gute Nachricht: Die modernen Mineralfaser matten und -rollen für den Einbau jucken erheblich weniger. Alte Dämmmatten sollten Sie für den Abtransport in spezielle Fasersäcke packen.

Das brauchen Sie

Abreißen will gelernt sein Auch wenn es sich erst mal leicht anhört – vor Jahrzehnten eingeschlagene Zimmerernägel können beim Herausziehen erbitterten Widerstand leisten. Deshalb brauchen Sie mitunter schweres Gerät zum Ablösen alter Beplankungen und Traglatten. Neben dem Latthammer sind das ein massiver Kuhfuß mit einem ordentlichen Hebel (sprich Länge) und eine Säbelsäge. Wenn Sie das Holz brachial entfernen, achten Sie unbedingt auf stecken gebliebene Nägel.

Dach dämmen: Schritt für Schritt (Teil 1)

  1. Laibungsfutter entfernen© Selbermachen

    Laibungsfutter entfernen

    Jeder Eingriff in die Dachhaut hat Folgen für die Statik des gesamten Dachstuhls. Deswegen sollten Sie Ihre neuen Dachfenster immer vom Profi einbauen lassen. Einige Hersteller wie Velux geben nur dann eine Garantie auf die Fenster, wenn der Dachdecker speziell geschult wurde. Das Laibungsfutter alter Dachfenster ist oft genagelt oder verschraubt. Es muss komplett raus.
  2. Fenster entfernen© Selbermachen

    Fenster entfernen

    Der Profi öffnet die Beplankung auf der Innenseite exakt nach Größe des neu einzubauenden Fensters, dann kommt das alte Fenster raus.
  3. Fenster entfernen© Selbermachen

    Fenster entfernen

    Der Profi öffnet die Beplankung auf der Innenseite exakt nach Größe des neu einzubauenden Fensters, dann kommt das alte Fenster raus.
  4. Eindeckrahmen einsetzen© Selbermachen

    Eindeckrahmen einsetzen

    Dachpfannen und Lattung werden entfernt, ein Sparren wird gekürzt und zwei Wechsel eingezogen. Moderne Dachfenster brauchen Eindeckrahmen, bevor die Fensterteile eingesetzt werden.
  5. Fensterteile einsetzen© Selbermachen

    Fensterteile einsetzen

    Dachpfannen und Lattung werden entfernt, ein Sparren wird gekürzt und zwei Wechsel eingezogen. Moderne Dachfenster brauchen Eindeckrahmen, bevor die Fensterteile eingesetzt werden.

Dran denken: bleiben Sie im System

Zur sogenannten Luftdichtschicht gehört die Dampfbremsfolie, die Klebebänder für die Folienstöße und die Klebemasse für die Anschlüsse an Boden und Giebelwand. Wichtig: Die Kleber sind bei jedem Herstelller auf die jeweils eigene Folie abgestimmt, deshalb sollten Sie aus Gewährleistungsgründen alles aus einer Herstellerhand verwenden. Zur Befestigung brauchen Sie dann nur einen Handtacker (für die Ecken) oder einen Hammertacker (für die Fläche).

Dach dämmen: Schritt für Schritt (Teil 2)

  1. Folie eindrücken© Selbermachen

    Folie eindrücken

    Zum Anschluss der Dampfbremsfolie an die Giebelwände ziehen Sie einen durchgehenden Klebestrang mit der Kartusche auf die Wand. Drücken Sie die Folie mit einem Faltenwurf in die Klebemasse ein und reiben sie auf der ganzen Länge so fest, dass eine 1 bis 2 mm dicke Kleberschicht stehen bleibt. Der Faltenwurf verhindert Spannung in der Folie.
  2. Folienbahnstoß abkleben© Selbermachen

    Folienbahnstoß abkleben

    Sämtliche Folienbahnenstöße und Klammerstellen kleben Sie mit dem Klebeband (bei „Rockfol“ das hellblaue) sauber ab.
  3. Folienloch abkleben© Selbermachen

    Folienloch abkleben

    Bei Durchdringungen, etwa Lampenkabel, kleben Sie das Folienloch mit dem flexiblen dunkelblauen Klebeband lückenlos ab.
  4. Direktabhänger anschrauben© Selbermachen

    Direktabhänger anschrauben

    Die Direktabhänger tragen später die Tragprofile für die Gipsplatten und gleichen Unebenheiten in der Sparrenlage aus. Sie haben einen Abstand von 50 cm, sodass eine Fermacellplatte (100 x 150 cm) von drei Tragprofilen getragen wird und die Plattenstöße mittig aufliegen.
  5. Schenkel aufbringen© Selbermachen

    Schenkel aufbringen

    Die beiden Schenkel biegen Sie auf. Vorsicht, sie sind scharfkantig!
  6. Deckenprofile schneiden© Selbermachen

    Deckenprofile schneiden

    Die Deckenprofile schneiden Sie mit dem Trennschleifer auf Maß. Handschuhe und Schutzbrille tragen!
  7. Profile fixieren© Selbermachen

    Profile fixieren

    Profile anschließend von oben und unten mit Schnellbauschrauben an den Abhängern fixieren…
  8. Schenkel zurückbiegen© Selbermachen

    Schenkel zurückbiegen

    …dann die Schenkel wieder zurückbiegen.
  9. Tragprofile fluchten© Selbermachen

    Tragprofile fluchten

    Eine festgeklemmte Latte hilft beim Fluchten der Tragprofile. Kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen die Flucht in beide Richtungen.
  10. Dachfenster abdichten© Selbermachen

    Dachfenster abdichten

    Zu jedem Dachflächenfenster von Velux bekommen Sie auch eine exakt passende Dampfbremsschürze. Die besteht aus einer ringförmig geschlossenen Kunststofffolie, die mit einer Kante in die umlaufende Dachfensternut eingedrückt und dort luftdicht angeschlossen wird. Die andere Kante wird später mit dem beiliegenden Klebeband an die Dampfbremsschicht der Dachfläche angeschlossen.
  11. Folienrand eindrücken© Selbermachen

    Folienrand eindrücken

    Zum Schürzen-Set gehört auch ein spezieller Eindrückstift, der gleichzeitig Bleistift ist. Mit dem roten gerundeten Ende drücken Sie den verstärkten Folienrand der Schürze sorgfältig in die Fensternut ein, sodass er satt und flach aufliegt. Die in den verstärkten Rand eingearbeiteten Ecken müssen exakt in den Ecken der Fensternut liegen.
  12. Schrauben eindrehen© Selbermachen

    Schrauben eindrehen

    An den rot markierten Punkten (je vier pro Fensterecke) drehen Sie vorsichtig die mitgelieferten Schrauben ein. Damit ist die Dampfbremsschürze luftdicht angeschlossen und gesichert.
  13. Schürze verlängern© Selbermachen

    Schürze verlängern

    Eine Besonderheit weist das „Cabrio“ von Velux auf: Die Dampfbremsschürze muss wegen der enormen Länge des Fensters von 225 cm verlängert werden. Dazu schneiden Sie die an der Oberseite schon eingearbeitete Schürze etwa in der Mitte sauber und rechtwinklig ab. Dann montieren Sie den unteren Teil der Schürze wie in den vorherigen Schritten beschrieben. Die Verlängerungen kleben Sie mit dem Klebeband exakt dazwischen und drücken den verstärkten Folienrand in die Fensternut.
  14. Luftdichter Anschluss© Selbermachen

    Luftdichter Anschluss

    So entsteht ein rundum luftdichter Anschluss des Fensters. Das ist wichtig, da gerade hier undichte Stellen für Zugluft sorgen und damit zu Wärmeverlust, Kondenswasser und schließlich Schimmel führen können.

Untersparrendämmung: dämmt auch die Sparren

  1. Untersparrendämmung: das Material© Selbermachen

    Untersparrendämmung: das Material

    Bei einer Zwischensparrendämmung werden die Sparren zur Wärmebrücke, weil sie schlechter dämmen als die Mineralwolle. Eine 5 cm dicke Untersparrendämmung, quer über die ganze Fläche verlegt, ist eine gute Möglichkeit, die Gesamtdämmung deutlich zu verbessern.
  2. Dämmmatte anbringen© Selbermachen

    Dämmmatte anbringen

    Die aufgebogenen Direktabhänger werden in diesem Fall zur Befestigung für die Dämmmatten. Die Dämmmatten schieben Sie einfach auf die Abhänger, sodass die durch die Dämmung durchstechen. Bitte nicht mit einem Messer nachhelfen, sonst beschädigen Sie die Folie.
  3. Dämmmatten aufschieben© Selbermachen

    Dämmmatten aufschieben

    Die aufgebogenen Direktabhänger werden in diesem Fall zur Befestigung für die Dämmmatten. Die Dämmmatten schieben Sie einfach auf die Abhänger, sodass die durch die Dämmung durchstechen. Bitte nicht mit einem Messer nachhelfen, sonst beschädigen Sie die Folie.
  4. Profil verschrauben© Selbermachen

    Profil verschrauben

    Die Profile verschrauben Sie wie gehabt an den Abhängern, die Matten werden so festgeklemmt. Mit einer Untersparrendämmung haben Sie eine wärmebrückenfreie Dämmschicht geschaffen.
  5. Untersparrendämmung© Selbermachen

    Untersparrendämmung

    Die Profile verschrauben Sie wie gehabt an den Abhängern, die Matten werden so festgeklemmt. Mit einer Untersparrendämmung haben Sie eine wärmebrückenfreie Dämmschicht geschaffen.

Dämmung: das brauchen Sie

Um die Dämmung einzubauen, brauchen Sie nicht viel Werkzeug. Sehr empfehlenswert ist ein richtiges Dämmstoffmesser, mit dem Sie die dicken Dämmmatten mühelos durchschneiden können – Cutter gehen hier gar nicht. Dämmstoffmesser bekommen Sie in jedem Bau markt. Eine Richtlatte (150 cm) ist ebenfalls wichtig, damit die Schnitte gerade werden. Zollstock, Bleistift und eine Atemschutzmaske (P2) gegen Faserstaub in der Atemluft machen Ihren Werkzeugpark fürs Dämmen schon komplett.

Dachfenster müssen luftdicht sein

Gerade in Fensterlaibungen von Dachflächenfenstern entstehen häufig Wärmebrücken, und der Schimmel ist früher oder später zur Stelle. Grund dafür ist oft ein mangelhafter nicht luftdichter Anschluss der Dampfbremsfolie an die Dachfenster. Zum Fenster passende Dampfbremsschürzen bieten Ihnen die Möglichkeit, den Anschluss selbst zu machen, allerdings ist hier Sorgfalt gefragt. Das gilt besonders für den Umgang mit dem Cutter.

Dach dämmen: Schritt für Schritt (Teil 3)

  1. Dampfbremsschürze ankleben© Selbermachen

    Dampfbremsschürze ankleben

    Die Dampfbremsschürze kleben Sie dann spannungs- und lückenlos an die Folie der Luftdichtschicht.
  2. Platte zuschneiden© Selbermachen

    Platte zuschneiden

    Bei der Beplankung mit Gipsfaserplatten beginnen Sie mit der Giebelwand. Dachneigung abmessen, übertragen und die Platten per Stichsäge zuschneiden.
  3. Platte anschrauben© Selbermachen

    Platte anschrauben

    Die alte Dämmplattenschicht bleibt. Sie ist auf einer Lattung verschraubt, deren Verlauf Sie durch Abklopfen herausfinden können. Die neuen Platten einfach auf die alten schrauben. Als Schraubenlänge brauchen Sie dann 45 mm.
  4. Giebelwand© Selbermachen

    Giebelwand

    Die Giebelwand ist schnell fertig. Gespachtelt wird erst, wenn alle Platten, auch die an den Schrägen, montiert sind.
  5. Fermacellplatten einritzen© Selbermachen

    Fermacellplatten einritzen

    Der Zuschnitt der Fermacellplatten funktioniert bei geraden Schnitten mit einem „Gipsplattenreißer“ …
  6. Faserplatten einritzen© Selbermachen

    Faserplatten einritzen

    … der eine spezielle Hakenklinge aufweist. Wichtig: bei Faserplatten unbedingt mehrmals einritzen …
  7. Platten brechen© Selbermachen

    Platten brechen

    … damit Sie die stabilen Platten über eine gerade Kante (am besten auf dem Plattenstapel) gut brechen können.
  8. Bruchkanten nachbearbeiten© Selbermachen

    Bruchkanten nachbearbeiten

    Die Bruchkanten müssen Sie mit einem sogenannten Trockenbauhobel nachbearbeiten, damit Sie die Plattenstöße später sauber verspachteln können.
  9. Beplankung© Selbermachen

    Beplankung

    Fangen Sie bei der Beplankung mit den ganzen Platten oben an, dann haben Sie später den fummeligen Zuschnitt unten auf einer angenehmen Arbeitshöhe. Ein zweiter Mann ist beim waagerechten Ausrichten und Verschrauben sehr hilfreich.
  10. Schraube eindrehen© Selbermachen

    Schraube eindrehen

    Mit einem Schnellbauschrauber (hier ein Akkugerät von Dewalt) drehen Sie die Schnellbauschrauben so tief ein, dass sie nur knapp unter der Platten oberfläche sitzen – das reicht für eine saubere Spachtelung.
  11. Gipsgrate abstoßen© Selbermachen

    Gipsgrate abstoßen

    Die „Gipsgrate“, die beim Schrauben entstehen, stoßen Sie mit dem Spachtel ab.
  12. Schraubenkopf nachziehen© Selbermachen

    Schraubenkopf nachziehen

    Herausstehende Schraubenköpfe ziehen Sie von Hand nach. Spezielle Trockenbauspachtel haben dafür den passenden Bit ins Griffende integriert (hier von Wolfcraft).
  13. Fugenmasse anrühren© Selbermachen

    Fugenmasse anrühren

    Die Fugenmasse mischen Sie mit Wasser an und rühren sie durch …
  14. Fugenmasse durchrühren© Selbermachen

    Fugenmasse durchrühren

    … bis eine homogene, pastose Masse entsteht, die an Teig erinnert.
  15. Masse einarbeiten© Selbermachen

    Masse einarbeiten

    Mit dem Glätter arbeiten Sie die Masse tief in die Fugen ein.
  16. Fugen nachschleifen© Selbermachen

    Fugen nachschleifen

    Nach der Trocknung schleifen Sie die Fugen mit einem Schleifgitter nach. Achtung: Schleifpapier würde sich durch Gips schnell zusetzen.
  17. Feinspachtelung© Selbermachen

    Feinspachtelung

    Eine zweite Feinspachtelung füllt Fehlstellen und Riefen auf.
  18. Anschlussfugen zuspachteln© Selbermachen

    Anschlussfugen zuspachteln

    Die Anschlussfugen spachteln Sie ebenfalls zu, ein Klebeband verhindert den direkten Kontakt zum Giebel.

Tipp: Die Fugenbreite soll 5 bis 7 mm betragen. Das erreichen Sie, indem Sie zwei Zollstockglieder zwischen die Platten schieben. Am besten von einem alten, kaputten Exemplar zwei „Abstandhalter“ fertigen und bei der Montage zwischen die Platten halten oder legen – das erspart viel Gefummel. Die „Gleitfuge“ verhindert, dass die Fugenspachtelung früher oder später reißt. Dafür wird vor dem Beplanken der Schrägen ein spezielles Klebeband oder einfach ein Paketband auf den Giebel geklebt. Wenn Sie nach der Beplankung an das Klebeband heranspachteln (überstehendes Klebeband anschließend mit dem Cutter abschneiden), verhindert es einen festen Kontakt zum Giebel.

Dach dämmen: Schritt für Schritt (Teil 4)

  1. Lage der Stromleitung messen© Selbermachen

    Lage der Stromleitung messen

    Die Lage der Stromleitung für das Licht messen Sie von der Giebelwand aus.
  2. Durchlass ausschneiden© Selbermachen

    Durchlass ausschneiden

    Mit einer Lochsäge schneiden Sie den Durchlass aus.
  3. Stromleitung durchfädeln© Selbermachen

    Stromleitung durchfädeln

    Fädeln Sie die ausgewickelte Stromleitung durch das Loch. Die Sicherung muss dafür natürlich ausgeschaltet worden sein.
  4. Deckenplatte festschrauben© Selbermachen

    Deckenplatte festschrauben

    Schrauben Sie die Deckenplatte an der Unterkonstruktion fest. Zu den beiden Schrägen sollten Sie eine Spachtelfuge von 5–7 mm lassen.
  5. Drempel verkleiden© Selbermachen

    Drempel verkleiden

    Fehlen noch die beiden Drempel: Hier müssen Sie noch eine Unterkonstruktion bauen, an der man die Gipsplatten verschrauben kann.
  6. Schaumstoffband auftragen© Selbermachen

    Schaumstoffband auftragen

    Unsere Konstruktion besteht aus einer Bodenlatte und einer Latte für die Schräge. Ein Schaumstoffband an der Bodenlatte minimiert Schallübertragungen auf den Boden.
  7. Bodenlatte verschrauben© Selbermachen

    Bodenlatte verschrauben

    Sie wird anschließend einfach im Boden verschraubt oder verdübelt.
  8. Punkt durchbohren© Selbermachen

    Punkt durchbohren

    Die zweite Latte bohren Sie an den geplanten Befestigungspunkten vor, halten Sie sie an die Schräge und bohren diese Punkte in die Gipsplatten durch.
  9. Gipsplattendübel eindrehen© Selbermachen

    Gipsplattendübel eindrehen

    Dann haben Sie den perfekten Ansatz für die Gipsplattendübel, die Sie per Schrauber eindrehen.
  10. Latte fixieren© Selbermachen

    Latte fixieren

    Mit passenden Schrauben für die Dübel fixieren Sie jetzt die Latte an der Schräge.
  11. Gipsplatte verschrauben© Selbermachen

    Gipsplatte verschrauben

    Die zugeschnittene Gipsplatte verschrauben Sie nun an den beiden Latten. Beachten Sie auch hier den Bodenabstand von etwa 7 bis 10 mm.
  12. Hohlwanddosen installieren© Selbermachen

    Hohlwanddosen installieren

    Die Kabel und Leitungen können Sie ganz einfach hinter den Drempel verlegen. In diesem Fall müssen Sie darauf achten, dass die Luftdichtschicht durch die Durchführung der Kabel nicht undicht wird (Durchdringungen sauber abkleben).
  13. Löcher sägen© Selbermachen

    Löcher sägen

    Für die Hohlwanddosen bekommen Sie die passende Lochsäge im Baumarkt. Der Abstand der Dosenmittelpunkte liegt bei 71 mm.
  14. Kabel installieren© Selbermachen

    Kabel installieren

    Auch Telefon, Netzwerk- und Boxenkabel lassen sich installieren. Bei Leerrohren hilft ein Kabelzieher.

Aufkleber abziehen

Zugegeben – das klingt sehr simpel, ist aber nicht ohne: Ziehen Sie die Aufkleber recht bald nach Einbau der Dach flächenfenster ab. Durch eine lang anhaltende Sonneneinstrahlung kann sich nämlich der Klebstoff auf der Rückseite regelrecht in das Glas „einbrennen“ und ist dann nur noch unter Einsatz von Chemikalien halbwegs zu entfernen. Kleberreste können Sie entweder von Hand abrubbeln oder mit etwas Aceton entfernen.

Das brauchen Sie

Ein vernünftiger Schrauber erspart im Trockenbau viel Arbeit und Nerven. Um die Schnellbauschrauben exakt und schnell eindrehen zu können, nehmen Sie entweder einen Akkuschrauber mit einem Schraubvorsatz oder gleich einen echten Schnellbauschrauber kaufen. Der macht sich durch seine unkomplizierte Handhabung und seine exakten Schraubungen schon bei mittelgroßen Flächen ab etwa 100 qm bezahlt – aber immer mit Wechselakku!

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren