Hitzefrei!

Sicht- und Sonnenschutz für Dachfenster

Sonnenstrahlen sind eine rechte Wohltat. Doch unterm Dach kann es schon mal unerträglich heiß werden. Abhilfe schafft dann das richtige Beschattungssystem.

 
Sonnenschutz für Dachfenster © Bordes / Hersteller
Angenehm kühl - auch im Sommer

Unsere Übersicht verschiedener Systeme zeigt, wie Sie drinnen auch im Hochsommer ein gutes Raumklima und einen kühlen Kopf bewahren.

Innen angebrachte Beschattungssysteme an Dachfenstern erreichen einen bis zu 70-prozentigen Hitzeschutz – da lässt es sich sogar bei sommerlichen Höchsttemperaturen aushalten. Rollos, Markisen oder Rolladen, die draußen am Fenster montiert werden, garantieren dieselben Vorteile wie die im Inneren angebrachten Beschattungsvarianten.

1. Jalousie

© T. Straszburger Der Hitzeschutz beträgt 50%, mit Thermo-Beschichtung sogar bis zu 70%. Die Montage der Jalousie ist kein Problem. Die Schienen- oder Speichenführung wird links und rechts mittels Schrauben an die Rahmen beziehungsweise den Fensterflügeln befestigt. Die Intensität der einfallenden Sonnenstrahlen lässt sich stufenlos durch die um 180°drehbaren Lamellen aus Metall, Holz oder Kunststoff regulieren.

2. Doppelfaltstore

© T. StraszburgerBei diesem System laufen zwei unterschied- liche Faltstore-Qualitäten in derselben Schie- ne, können aber unabhängig voneinander an ihrer Griffleiste bewegt werden. Der eine kann transparent, der andere verdunkelnd sein. So kann man Tag und Nacht den richtigen Stoff wählen. Die Stoffe lassen sich so flach zusammenschieben, dass man sie in dieser Variante „Tag und Nacht“ kaum als doppelt wahrnimmt.

3. Insektenschutz

© T. StraszburgerEin PVC-beschichtetes Glasfasernetz vor dem geöffneten Fenster verhindert, dass die Insek- ten in Wohnräume unter dem Dach gelangen. Dieses Netz beeinträchtigt die Helligkeit kaum, so dass tagsüber die Räume lichtdurchflutet bleiben. Abends kann man ohne Sorge vor Insekten das Licht einschalten und die Nachtluft zur Kühlung nutzen. Wird das Rollo nicht benötigt, rollt es sich in einem Kasten auf.
 

4. Im Bad

© T. StraszburgerDurch eine beidseitig wasserabweisende Teflon-Beschichtung ist der Rollostoff „aqua“ der Firma Teba besonders für den Einsatz in Badezimmern und Wellnesszonen geeignet. Auf dem maßkonfektionierten Rollo bleiben weder Wasser- noch Stockflecken zurück, dabei wirkt das Teflon schmutzabweisend. Und eine zusätzliche fungizide Ausrüstung wirkt lang anhaltend gegen Schimmelpilze.
 

5. Faltstore

© T. StraszburgerDer Hitzeschutz beträgt knapp 60%. Faltstores, die mit einer entsprechenden Thermobeschichtung versehen sind, reflektieren die einfallende Licht- und Wärmestrahlung sogar bis zu 70 %. Weiterer Pluspunkt im Winter: Dreht man die Thermorückseite nach innen, so wird die Innenwärme wieder in den Raum zurückgeworfen. Das spart Energie und schont den Geldbeutel.

Der Montageaufwand ist überschaubar, da sich Faltstores ähnlich leicht anbringen lassen wie Jalousien. Und noch eine weitere Besonderheit bietet dieses Beschattungssystem: Es lässt sich an den beidseitigen Schienen so verschieben, dass entweder oben, unten oder an beiden Enden ein Sicht- oder Lichtschlitz enstehen kann. Darüber hinaus bieten Faltstores ein sehr sanftes Licht im Plissee-Look.
 

6. Rollo

© T. StraszburgerDer Hitzeschutz beträgt etwa 60 %. Mit einer Thermo-Beschichtung erhöht sich dieser Effekt. Rollos sind relativ einfach anzubringen. Sie werden an den vorhandenen Zubehörträgern befestigt. Bei älteren Velux-Fenstern erhält man nachträglich Universalträger. Rollos sind ein praktischer Sonnenschutz, die eine angenehme Raumatmosphäre bieten und mit Verdunk- lungsrollos kombiniert werden können.
 

7. Elektro-Rollo

© T. StraszburgerEine außergewöhnliche Lösung bietet der Hersteller Sunshine Wintergarten mit dem außenliegenden Rollo an. Allerdings lässt sich diese Beschattungsvariante nur mit dem Panorama-Dachflächenfenster-System des Herstellers kombinieren, das aus ein oder zwei horizontal verschiebbaren Flügeln besteht und mit Festflügeln kombinierbar ist. Mit diesem System lässt sich eine Dachfläche von bis zu 10x 3,5m öffnen.
 

8. Markise

© T. StraszburgerDer Hitzeschutz einer grauen Stoffmarkise beträgt etwa 96 %, der eines schwarzen Gittergewebes rund 88%. Die Montage ist relativ einfach. Die Markisen werden außen über dem Fenster angebracht. Zwei Haltekrallen am unteren Fensterrahmen nehmen den Stab der Markise auf. Ein effektiver Sonnenschutz, der die Hitzestrahlung vor der Scheibe abfängt, so dass der Raum nicht aufgeheizt wird.
 

9. Rollladen

© T. StraszburgerRollläden bieten bestmöglichen Rundumschutz vor Hitze und Licht, Lärm und Kälte, Sicht und Einbruch. Ein optionaler Lichtsensor übernimmt das eigenständige Öffnen und Schließen. Vom Selbsteinbau sollten Sie allerdings tunlichst die Hände lassen! Denn auch mit einer ausführlichen Montageanleitung ist hier ausschließlich der Fachmann gefragt. Der Hitzeschutz bei Rollläden beträgt 96%.
 

10. Dachbeschattung selbst gebaut

Selbst bei hohen Sommertemperaturen werden Räume unterm Dach zu Ihrem Lieblingsort – vor allem, wenn Sie individuell geplante Sonnenschutzsysteme einbauen.

© Selbermachen Um diesen Bauvorschlag zu realisieren brauchen Sie zwei Führungsschienen. Die Führung selbst übernehmen dabei Winkel- und/oder Flachprofile, die Sie an die tragenden Holzleisten schrauben müssen. Die Schenkellängen der Winkelprofile sind mit mindestens 10/30 mm großzügig zu wählen. So bieten sie genug Breite, um einerseits die notwendigen Schrauben setzen zu können und andererseits den Beschattungselementen in der Höhe genügend Spiel zu lassen.

Als Bespannungsmaterial haben wir Japanpapier gewählt. Japanpapier ist halbtransparent und damit zwar blickdicht und schattenspendend, aber natürlich nicht zur Verdunklung des Raums geeignet.

Eine erhöhte Stabilität des Beschattungsrahmens garantiert ein rückseitiges Stützkreuz (Ikea/„Ivar“) aus verzinktem Stahl.

Tipp: Die Führungsschienenkonstruktion besteht aus tragenden Holzleisten und führenden Kunststoff- oder Aluminiumwinkeln. Werden Kunststoffwinkel verwendet, müssen sie mit großköpfigen Schrauben fixiert und die Löcher dafür unbedingt vorgebohrt werden, da sie sonst einreißen.
 

Dachbeschattung selber bauen: Anleitung

  1. Aufzeichnung der FührungsleisteAufzeichnung der Führungsleiste© Bordes

    Aufzeichnung der Führungsleiste

    Zeichnen Sie sich den Verlauf der Führungsleiste mittels eines Richtscheits oder einer Wasserwaage auf die Wand. Ein leichter Bleistiftstrich genügt, damit hinterher nicht nochmals übergestrichen werden muss. Orientieren Sie sich dabei an der Unterkante des Dachflächenfensters und legen Sie hier Richtscheit oder Wasserwaage an.
  2. Verschrauben der AusgleichsleisteVerschrauben der Ausgleichsleiste© Bordes

    Verschrauben der Ausgleichsleiste

    Verschrauben Sie beiderseits des Fensters zunächst eine Ausgleichsleiste in Stärke des Fensterrahmens. Darauf befestigen Sie dann die eigentliche Tragleiste für die Beschattungselemente.
  3. FeinjustierungFeinjustierung© Bordes

    Feinjustierung

    Maßgebend für die genaue Justierung der oberen Tragleiste ist das eingestellte Element. Lassen Sie zwischen den Kunststoffleisten etwa 2 bis 3 mm Luft.
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