Frostsicher verfugen im Außen- und Feuchtbereich
Fliesen sind jahrzehntelang haltbar und bewähren sich auch vor dem Haus und bei starker Belastung. Nur richtig verlegt und verfugt müssen sie sein.
Der Gesamteindruck des verfliesten Treppenaufganges und des Bodens wird ganz entscheidend durch die Fugen geprägt. Schon beim Verlegen muss die Fugenbreite mit der Größe der Fliesen in Einklang gebracht werden. Je größer die Fliese, desto breiter sollte die Fuge sein.
Eine gleichmäßig durchgehaltene Fugenbreite versteht sich eigentlich von selbst. Eingequetschte oder zu kleine Anschnittfliesen stören das Bild. Nach der Breite der Fuge richtet sich auch die Beschaffenheit des Fugenfüllers, denn nicht jeder Mörtel ist für jede Fugenbreite anwendbar.
Die Frage nach der Farbe des Fugenmörtels lässt sich für den Außenbereich leicht beantworten: Ständige Verschmutzungen lassen die Fugen nach einiger Zeit sowieso grau erscheinen. Aus diesem Grunde ist ein grauer, farbpigmentfreier Fugenmörtel zu empfehlen. Das Erscheinungsbild der gefliesten Fläche ändert sich nicht wesentlich und bleibt einheitlich.
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Eine ausfüllende Arbeit
Der letzte, aber nicht der unwichtigste Arbeitsgang beim Verlegen von Fliesen ist das Verfüllen der Fugen. Es erscheint so einfach, es sind jedoch einige Punkte zu beachten, um nicht das ganze Ergebnis der Verlegearbeiten zunichte zu machen.
Mit der Arbeit kann ca. 2 – 3 Tage nach dem Verlegen der Fliesen begonnen werden. Als Werkzeuge werden:
- Kelle,
- Gummischieber mit langem Stiel,
- Schwammbrett,
- Schwamm und
- ein weicher Lappen benötigt.
Das Verfugen der Sockelleisten und die anschließende Reinigung des Bodens muss wohl oder übel auf den Knien rutschend ausgeführt werden. Der fließfähig angerührte Mörtel wird auf den Fliesen ausgegossen und diagonal zum Fugenverlauf in die Fugen durch ständiges Hin- und Herwischen eingeschlämmt.
Offenporige, saugende Beläge sind vor dem Beginn der Arbeiten vorzunässen. Die Arbeiten im Außenbereich sollten nicht bei praller Sonne ausgeführt werden, um ein zu schnelles Austrocknen der Fugen zu vermeiden.
Man beginnt mit einer kleinen Fläche, um sich an die Arbeit mit diesem Material zu gewöhnen. Im weiteren Verlauf kann dann großflächiger gearbeitet werden. Bei Bodenplattierungen wird die Fläche unmittelbar nach dem Ausschlämmen mit trockenem, unangemachtem Fugenmörtel abgestreut und einige Minuten danach mit dem Gummiwischer wieder abgefegt.
Nach dem Anziehen, d. h. wenn der Fugenmörtel nicht mehr herausgerieben oder herausgewaschen werden kann, wird sofort mit der Feinreinigung des Bodens begonnen. Mit einem großen, feuchten Schwamm, der immer wieder ausgewaschen werden muss, werden die Flächen gereinigt.
Dann noch verbleibende Schleier werden mit einem trockenen Tuch wegpoliert. In ganz hartnäckigen Fällen kann noch mit einem Zementschleierentferner nachbehandelt werden. Da die Fugen noch nicht ganz durchtrocknet sind, müssen sie vor Regen, Frost und zu schneller Austrocknung durch Abdecken mit einer Folie geschützt werden.
Tips vom Fachmann zum farbechten Verfugen
Bei allen Fugenmörteln können leicht Farbabweichungen auftreten, die das Gesamtbild stören können. Um das zu vermeiden, sollte man folgende Hinweise beachten:
1. Die Fugenbreite sollte einheitlich sein, damit der Fugenmörtel gleichmäßig abtrocknen kann. Einheitliche Abstände erhält man, wenn man Fliesenkreuze einsetzt.
2. Um eine gleichmäßige Fugentiefe zu erreichen, müssen schon beim Verlegen Kleberreste, die sich in die Fugen gedrückt haben, mit einem Holzkeil ausgekratzt werden.
3. Nach dem Schlämmen werden die Bodenfliesen dann mit trockenem Mörtel abgestreut, um überschüssige Feuchtigkeit aufzunehmen
4. Bei farbigem Fugenmörtel besonders darauf achten, dass der Mörtel immer mit der gleichen Menge Wasser angemacht und wirklich gründlich verrührt wird.
5. Frische Fugen immer erst etwas anziehen lassen. Sie müssen an der Oberfläche leicht angetrocknet sein. Anschließend mit einem feuchten Schwamm reinigen.
© Holz
Fugenmörtel wird für die Bodenverfugung in schlämmbarer, leicht fließfähiger Beschaffenheit angemacht.
© Holz
Diagonal zum Fugenverlauf muss der Fugenfüller auf dem Boden verteilt werden, damit alle Zwischenräume gefüllt werden.
© Holz
Gummischieber mit langem Stiel erleichtern das mehrfache Hin- und Herwischen. Der Füller wird vollfugig eingearbeitet.
© Holz
Sockelfliesen werden mit dem Spachtel, dem Schwammbrett oder auch per Hand verfugt, um Wandverschmutzungen zu vermeiden.
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Fugenmaterial wird trocken auf den Boden gestreut und nach einigen Minuten mit dem Gummischieber grob abgezogen.
© Holz
Fugenmörtel leicht anziehen lassen, bis er an der Oberfläche hart geworden ist. Mit dem feuchten Schwammbrett feinreinigen.
© Holz
Treppen werden mit der obersten Stufe beginnend verfugt. Mit dem Schwammbrett wird der Mörtel hohlraumfrei eingearbeitet.
© Holz
Fugen werden mit trockenem Fugenmörtel abgestreut, um überschüssige Feuchtigkeit aufzunehmen.
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Grobreinigung der gefliesten Treppe mit dem feuchten Schwammbrett, wobei das Material nochmals gut in die Fugen gedrückt wird.
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Feinreinigung der gefliesten Treppe mit einem feuchten Schwamm, der während der Arbeit laufend ausgewaschen werden muss.
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Keramische Beläge im Außenbereich sind dauerhaft und schön, wenn sie fachgerecht mit dem richtigen Material verlegt werden.
© Holz
Keramische Beläge sind im Außenbereich besonderen Belastungen ausgesetzt. Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen erfordern sorgfältige Verarbeitung.