Echtholzboden

Holzfußboden im Bad

Fliesen als  Bodenbelag sind der Klassiker. Aber auch im Bad ist ein echter Holzfußboden möglich. Wir sagen Ihnen, worauf es beim Verlegen ankommt!

Badezimmer mit Echtholzparkett
Badezimmer mit Echtholzparkett© Selbermachen

Holzfußböden strahlen eine gewisse  Wärme und Behaglichkeit aus. Etwas, worauf man eigentlich auch im Bad gerne setzt. Da Holz in Bezug auf Nässe und Feuchtigkeit deutlich empfindsamer ist, als Fliesen und Co haben viele bisher auf einen Holzfußboden verzichtet. Wenn Sie jedoch einige  Tipps beachten, spricht nichts gegen einen echten Holzfußboden im Bad.

Wärme und Natürlichkeit. Das sind die Schlüsselempfindungen, die uns Entspannung und letzten Endes auch Erholung verschaffen. Ein Echtholzboden ist daher aufgrund seiner Beschaffenheit wie dafür gemacht, uns diese Erholung zurückzubringen. Denn einen warmen Holzboden unter den Fußsohlen zu spüren ist etwas Wunderbares!

Holzfußboden im Bad verlegen - geht das überhaupt?

Holz und Wasser vertragen sich nun einmal nicht – sagte man noch vor einiger Zeit. Das hat sich inzwischen zum Glück geändert, und ein echter Holzfußboden im Bad ist realisierbar geworden.

Die Verlegung unterscheidet sich in nur wenigen im  Vergleich zu anderen Räumen, dafür aber bei entscheidenden Punkten:

Holzfußboden verlegen - Untergrund mit ​Ausgleichsmasse vorbereiten

Untergrund vorbereiten
Schleifmaschine
© Selbermachen

Schritt 1/7: Schleifmaschine

Mit einer Schleifmaschine aus dem Maschinenverleih und ...

Schleifband mit Körnung 16
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Schritt 2/7: Schleifband mit Körnung 16

... einem Schleifband mit Körnung 16 werden die Fliesen angeraut.

Staub absaugen
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Schritt 3/7: Staub absaugen

Den entstandenen Staub gut absaugen.

Begrenzer für Ausgleichsmassen
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Schritt 4/7: Begrenzer für Ausgleichsmassen

Um ringsherum eine Dehnungsfuge zu erhalten, wird im Randbereich ein sogenannter "Begrenzer für Ausgleichsmassen" aus Schaumstoff fixiert. Dieser Schaumstoffstreifen wird nach dem Aushärten der Ausgleichsmasse wieder entfernt.

Masse anrühren
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Schritt 5/7: Masse anrühren

Nun den angeschliffenen Boden mit einem Haftgrund für Fliesen (etwa Ceresit Haftgrund extrem) vorstreichen und nach dem Trocknen die Ausgleichsmasse auftragen. Geben Sie zum Anrühren der Masse (Ceresit Bodenausgleich 0–20 mm) den Inhalt des Gebindes in einen Kunststoffbehälter.

Rührquirl
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Schritt 6/7: Rührquirl

Ein Rührquirl für die Bohrmaschine ist unbedingt notwendig, um die Masse klumpenfrei anzurühren.

Ausgleichsmasse ausgießen
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Schritt 7/7: Ausgleichsmasse ausgießen

Die selbstnivellierende Ausgleichsmasse auf den Fliesenboden gießen.

Holzfußboden im Bad - vollflächige Verklebung

Parkett im Bad verlegen
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Beginnen Sie mit der Verlegung des Bodens in einer rechten Ecke. Dabei sollte sich die Verlegerichtung nach der Hauptlichtquelle im Raum, wie etwa einem Fenster, richten. Verlegen Sie also das Parkett längs des einfallenden Lichts.

Die Parkett-Pakete dürfen übrigens erst unmittelbar vor der Verlegung ausgepackt werden. In den Wintermonaten müssen die verschlossenen Pakete sogar der Verlegetemperatur von etwa 18 Grad angepasst werden. Gibt es dann eventuell eine längere Unterbrechung beim Verlegen, sollen die Dielen auch wieder in die Folie eingepackt werden, damit sie weder Feuchtigkeit ziehen noch austrocknen.

Spezielle Herausforderungen?
Rohrausschnitt
© Tillman Straszburger

Schritt 1/3: Rohrausschnitt

Entsprechend dem Rohrdurchmesser mit einem Forstnerbohrer Löcher bohren. Dann die Stege mit einer Säge aussägen. Den Sägeschnitt schräg (45 Grad) ausführen. So bleibt der Schnitt nahezu unsichtbar.

Rohrausschnitt
© Tillman Straszburger

Schritt 2/3: Rohrausschnitt

Erst den größeren Teil des Parkettstücks verkleben und anschließend das Passstück einsetzen. Durch den 45-Grad-Schnitt und den entsprechenden Leim schließen sich die Fugen wieder sehr gut.

Krumme Wände
© Tillman Straszburger

Schritt 3/3: Krumme Wände

Bei Unebenheiten in den Wänden sollte das allererste Parkettstück genau zugesägt werden. Dieser Arbeitsschritt ist äußerst wichtig, weil die Fuge zur Wand nur etwa 5 bis 8 mm betragen darf.

Parkett perfekt verlegt
Kleberfilm abziehen
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Schritt 1/10: Kleberfilm abziehen

Öffnen Sie den Deckel des Klebers, und prüfen Sie, ob sich ein Film gebildet hat. Das kann manchmal vorkommen, wenn der Kleber längere Zeit gestanden hat. Rühren Sie diesen Film nicht unter, sondern ziehen Sie ihn einfach ab! Alles andere würde zu Klümpchen im Kleber führen.

Parkettreihen anzeichnen
© Selbermachen

Schritt 2/10: Parkettreihen anzeichnen

Tragen Sie immer nur so viel Kleber auf, wie Sie innerhalb von etwa 10 bis 15 Minuten verarbeiten können. Wir empfehlen, die Breite von zwei Parkettreihen anzuzeichnen und nur so breit den Kleber aufzutragen!

Länge aufzeichnen
© Selbermachen

Schritt 3/10: Länge aufzeichnen

Beginnen Sie auf der rechten Seite mit einem Drittelstück des Parketts.

Diele kürzen
© Selbermachen

Schritt 4/10: Diele kürzen

So können Sie sicher sein, dass Sie auf jeden Fall einen Versatz der Fugen erhalten.

Kleber auftragen
© Selbermachen

Schritt 5/10: Kleber auftragen

Tragen Sie mit einem normalen Spachtel den Kleber auf den Zahnspachtel auf, und ...

Kleber verteilen
© Selbermachen

Schritt 6/10: Kleber verteilen

... verteilen Sie den Kleber auf der markierten Fläche.

Abstandskeile einsetzen
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Schritt 7/10: Abstandskeile einsetzen

Für eine 5 bis 8 mm breite Fuge zum Randbereich werden Abstandskeile eingesetzt. Tipp: Bauchemie ist nichts für ungeschützte Hände. Tragen Sie beim Kleberauftrag besser Handschuhe.

Endstück einsetzen
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Schritt 8/10: Endstück einsetzen

Links im Raum angekommen, wird das Endstück passgenau zugesägt und eingesetzt.

Endstück mit Schlagklotz einsetzen
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Schritt 9/10: Endstück mit Schlagklotz einsetzen

Wenn das Stück zu schwer einzusetzen ist, nehmen Sie für die lange Seite einen Schlagklotz zu Hilfe.

Endstück mit Montageeisen einsetzen
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Schritt 10/10: Endstück mit Montageeisen einsetzen

Um das Stück in der kurzen Seite einzusetzen, wird das Montageeisen benutzt.

Die schützende Randfuge
Wand und Boden abkleben
© Selbermachen

Schritt 1/4: Wand und Boden abkleben

Damit kein Wasser seitlich unter das Parkett gelangen kann, muss es ringsherum mit einer Fuge aus silikonfreier Fugendichtmasse versiegelt werden. Kleben Sie dazu den Boden sowie die Wand mit jeweils einem Streifen Malerband ab, um diese vor herausquetschender Dichtmasse zu schützen

Randbereich versiegeln
© Selbermachen

Schritt 2/4: Randbereich versiegeln

Versiegeln Sie den Randbereich mit Kartusche und Fugendichtmasse.

Fugenwerkzeug
© Selbermachen

Schritt 3/4: Fugenwerkzeug

Ein Fugenwerkzeug ist ein großer Helfer. Mit ihm bekommen Sie auch als Ungeübter eine wirklich tolle Fuge hin.

Klebeband entfernen
© Selbermachen

Schritt 4/4: Klebeband entfernen

Nicht vergessen: Klebeband sofort entfernen, sonst klebt es mit an!

Holzfußboden verlegen - das Wasser kann kommen!

Parkett im Bad
© Selbermachen

Bevor der Badespaß beginnen kann, sollte der Holzfußboden zunächst noch zweimal mit einem Holzboden-Pflegeöl behandelt werden. Das Öl dringt tief ins Holz ein, wirkt oberflächenverdichtend und wasserabweisend. Dabei bleibt die Oberfläche dennoch dampfdurchlässig und offenporig.

Oberflächen gut geschützt
Grüner Schleifpad
© Selbermachen

Schritt 1/6: Grüner Schleifpad

Mit einem Tellerschleifgerät und einem grünen Schleifpad (grün zeigt die Grob- beziehungsweise Feinheit des Schleifmittels an) wird ...

Fläche überarbeiten
© Selbermachen

Schritt 2/6: Fläche überarbeiten

... die gesamte Fläche einmal überarbeitet.

Staub absaugen
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Schritt 3/6: Staub absaugen

Der entstandene Schleifstaub wird mit einem Staubsauger abgesaugt.

Fläche ölen
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Schritt 4/6: Fläche ölen

Jetzt kann die Fläche geölt werden. Das Öl wird mit einer fusselfreien Mohair-Kurzhaarrolle aufgetragen. Damit die Wand vom Öl verschont bleibt, hält man ein Stück Pappe oder einen Rest Parkett zwischen sie und die Rolle.

Öl abnehmen
© Selbermachen

Schritt 5/6: Öl abnehmen

Überschüssiges Öl wird mit einem Lappen abgenommen.

Fläche abschleifen
© Selbermachen

Schritt 6/6: Fläche abschleifen

Nach 12 Stunden wird noch einmal "gepaded" und die zweite Ölschicht aufgetragen.

Holzfußboden im Bad - das wichtigsten zusammengefasst

  • Warum muss Parkett im Bad immer vollflächig verklebt werden? Weil bei schwimmend verlegten Böden das Wasser über die erforderliche Randfuge unter das Holz laufen könnte und so kapitalen Schaden anrichten würde.
  • Warum darf kein Lack als Oberflächenversiegelung im Bad eingesetzt werden? Durch das Arbeiten des Holzes entstehen an den Kanten der einzelnen Lamellen kleinste Risse und Fugen im Lack. Hier kann wiederum Feuchtigkeit eindringen und zu Anquellungen führen.
  • Und was ist mit Wachsoberflächen? Vom Material her ist dies grundsätzlich nicht geeignet. Das schichtbildende Oberflächenfinish wird nur durch zweimaliges Ölen erreicht.
  • Kann der geölte Boden später noch einmal abgeschliffen werden? Ja, das ist kein Problem.
  • Was mache ich, wenn das Parkett beschädigt wurde, etwa durch ein heruntergefallenes Glas? Öloberflächen können fachgerecht repariert werden: Meist reicht ein partielles Schleifen und Nachölen.

Holzfußboden - Sicherheits-Tipps

Bei den mit dem Öl behafteten Materialien wie Lappen und Rolle entsteht während der Trocknung Wärme, und es kann zur Selbstentzündung kommen. Lassen Sie daher nie zusammengeknüllte Lappen einfach liegen. Verwahren Sie diese Dinge mindestens 3 Tage in einem mit Wasser gefüllten Eimer.

Beachten Sie all diese Tipps, steht einem Holzfußboden im Bad nichts mehr im Weg.

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