Treppen

Hunderampe selber bauen – so geht’s!

Wer einen Hund hat, weiß: Hunde neigen zu Gelenkproblemen und sollten deshalb insbesondere im Welpenalter keine Treppen steigen. Aber auch erwachsene Vierbeiner können mit Stufen und beim Einsteigen ins Auto Probleme bekommen. Erfahren Sie, wie Sie in wenigen Schritten eine einfache Hunderampe selber bauen und so Stufen für Ihren Hund vermeiden.

Hunderampe selber bauen
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Arthrose ist eine schmerzhafte Gelenkerkrankung, die aufgrund von Verschleiß nicht nur den Menschen, sondern auch Hunde und andere Tiere betreffen kann. Dabei werden die Gelenke steif und jede Beugung und übermäßige Bewegung tut weh. Die gute Nachricht: Arthrose beim Hund ist medikamentös behandelbar! Außerdem ist es ratsam, dem Vierbeiner das Steigen von Treppen und hohe Sprünge zu ersparen.

Eine ebenso einfache, wie elegante Lösung dafür, ist eine selbstgebaute Rampe fürs Auto und für zu Hause. Pluspunkt: Haben Sie einen recht großen und damit schweren Hund, müssen Sie ihn nicht tragen beziehungsweise ins Auto heben. Das schont auch Ihre Gelenke und Ihren Rücken!

Hunderampe selber bauen - diese Punkte sind wichtig

Hunderampe selber bauen - Autorampe
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Was Sie über Arthrose beim Hund wissen müssen

Arthrose ist eine der häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates beim Hund. Jeder fünfte Hund erkrankt an Arthrose. Die Krankheit kann bei allen adulten Hunden, unabhängig von Rasse und Alter vorkommen und ist nicht heilbar.

86 % der Hundehalter*innen in Deutschland wissen laut einer aktuellen Online-Umfrage von Zoetis zwar, dass es diese Krankheit gibt, jedoch ist nur der Hälfte von ihnen bewusst, dass Arthrose-bedingte Schmerzen medikamentös behandelt werden können.

Was sind die Symptome von Arthrose beim Hund?

Neben psychischen Anzeichen wie Trägheit, weniger Temperament und weniger Verspieltheit, leiden die betroffenen Hunde häufig unter anderem an steifem Gehen, haben Probleme beim Aufstehen und Springen und bleiben beim Spazierengehen oft zurück.

Laut Umfrage zeigt jeder 5. Hund akut Anzeichen der Krankheit. Doch nur rund die Hälfte der Befragten gibt an, ausreichend vom Tierarzt/ der Tierärztin über Arthrose aufgeklärt zu sein.

Was können Sie tun?

Es gibt neben bereits bekannten Wegen auch neue Optionen, dem Hund die Schmerzen spürbar zu lindern und so zu einem glücklichen Leben beizutragen.

57 % der befragten Hundehalter*innen wünschen bei der Therapie eine langfristige Heilung der Schmerzen sowie eine schnelle Schmerzlinderung.

Die ausführliche Beratung und Therapie bei einem Tierarzt/einer Tierärztin sind essenziell und der Schlüssel zu einer langfristigen und wirkungsvollen Schmerzkontrolle und Verlangsamung der Arthrose.

3 Gründe, warum es sich lohnt, eine Hunderampe selber zu bauen

Das Bauen einer Hunderampe kann viele Vorteile bieten, sowohl für den Hundebesitzer als auch für den Hund selbst. Hier sind einige der wichtigsten Vorteile:

Der Handel bietet zwar eine große Auswahl an den verschiedensten (Hunde-)Rampen für das Auto und für Treppen, oft sind diese jedoch recht teuer oder passen einfach nicht zu den individuellen Bedürfnissen des Hundes oder Hundebesitzers.

  • Wenn man eine Hunderampe selber baut, fällt eigentlich nur der Materialpreis an, der im Verhältnis relativ gering ist.
  • Außerdem haben Sie dann die Möglichkeit, eine Rampe anzufertigen, die perfekt auf Ihre Bedürfnisse passt.
  • Ferner sind Rampen aus dem Handel oft zweckgebunden. Das bedeutet, sie sind entweder für Treppen oder für Autos konzipiert. Universal-einsetzbar sind die wenigsten.

Hunderampe selber bauen – Anleitung

Um eine Hunderampe selber zu bauen, braucht es nur geringes handwerkliches Geschick und auch eine überschaubare Menge an Material. In der folgenden Anleitung zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie es geht.

Beim Material empfehlen wir Holz oder PVC. Wichtig ist vor allem, dass der Werkstoff in einer ausreichenden Stärke gewählt wird, um das Gewicht Ihres Hundes problemlos zu tragen.

  1. Messen Sie die Höhe des Bereichs, den Ihr Hund mit der Rampe überwinden soll, und bestimmen Sie dann die benötigte Länge und Breite. Die Maße der Rampe sollten so gewählt sein, dass diese lang genug ist, um einen flachen Neigungswinkel zu haben und Ihr Hund genug Platz hat, darauf zu gehen.
  2. Schneiden Sie das Material zurecht. Alternativ können Sie sich die Bretter auch bereits beim Kauf im Baumarkt zusägen lassen.
  3. Verbinden Sie die Bretter im Anschluss nach Ihren Vorstellungen. Sie können Scharniere oder Bolzen verwenden, um die Rampe an den Endpunkten zu befestigen. Während bei einer Treppenrampe eine dauerhafte Befestigung sinnvoll sein kann, muss bei einer Autorampe natürlich darauf geachtet werden, dass diese leicht an- und abgebaut werden kann. Dabei ist es essenziell, dass die Befestigung zwar nicht zu locker ist und dem Hund nichts passieren kann, sich die Rampe also nicht versehentlich lösen kann oder ähnliches. Gleichzeitig sollte die Befestigung jedoch auch keine Schäden am Auto verursachen. Bringen Sie zum Beispiel eine kleinere Leiste auf der Unterseite am oberen Rand der Rampe an, an der das Brett an Kanten und dergleichen eingehängt wird.
  4. Nutzen Sie rutschfeste Materialien. Es ist wichtig, dass die Oberseite der Rampe rutschfest ist, damit Ihr Hund sicher darauf laufen kann. Befestigen Sie alten Teppichboden, Gummimatten oder ein anderes rutschfestes Material auf der Rampe. Dieses wird entweder verklebt oder festgetackert. Bei letzterem Vorgehen bitte unbedingt darauf achten, dass die Tackernadeln so im Holz verschwinden, dass der Hund sich daran nicht verletzen kann.
  5. Testen Sie die Rampe: Stellen Sie sicher, dass die Rampe stabil genug ist und dass Ihr Hund sie sicher benutzen kann.

Wenn Sie diese Punkte beachten, können Sie ganz leicht eine Hunderampe bauen und Ihren Vierbeiner dadurch deutlich entlasten.

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