Strukturierte Wände auffrischen

Mineralfarbe: Die Farbe für alle Höhen und Tiefen

Mineralfarbe ist die beste Lösung für strukturierte Wände und Stuck. Die Poren und Riefen bleiben mit Mineralfarbe deutlicher sichtbar als bei anderen Farben.

Mineralfarbe - Stuck streichen
© Gerhard Seybert - stock.adobe.com

Strukturtapeten oder auch Stuck setzen schöne, dezente Blickpunkte auf ansonsten schlichten Wänden und Decken. Aber auch Strukturtapeten benötigen von Zeit zu Zeit einen frischen Anstrich. Herkömmliche Wandfarbe würde die feinen Muster jedes Mal etwas mehr verschwinden lassen. Mineralfarbe hingegen funktioniert anders und hält die Strukturen sichtbar.

Die hohe Deckkraft von Dispersionsfarbe basiert auf einem hohen Anteil an Pigmenten, Bindemitteln und Füllstoffen, und Letztere nehmen ihren Namen sehr wörtlich. Gerade feinere Strukturen an der Wand wie bei Präge- oder Strukturtapeten oder auch Dekorputzen gehen spätestens nach dem zweiten Anstrich verloren.

Strukturierte Wände mit Mineralfarbe streichen

Mineralfarben hingegen haben oft die gleiche hohe Deckkraft wie eine gute Dispersionsfarbe, sind dabei aber so dünn, dass die Strukturtapete oder Putz erhalten bleiben. Mineralisch heißt in diesem Zusammenhang, dass die Farbe einen relativ hohen Anteil an feinsten Gesteinsmehlen hat, zum Beispiel Marmormehl. Die mineralische Basis sorgt dafür, dass die Wandoberfläche Raumfeuchte aufnehmen, speichern und in Dürrezeiten auch wieder abgeben kann.

Dieses Prinzip funktioniert umso besser, je mehr von den anderen Bestandteilen ebenfalls mineralischen Ursprungs sind – also etwa der Dekorputz darunter oder die nach Bedarf beigemischten mineralischen Farbpigmente. Insofern stößt auch eine mineralische Wandfarbe irgendwann an ihre Grenzen, denn einen beispielsweise Kunstharz-gebundenen Untergrund oder eine Vinyltapete kann auch sie nicht zum "Atmen" bringen.

Aber auf alten Strukturputzen und auch auf glatten, diffusionsoffenen Untergründen kommen die Vorzüge der Mineralfarbe voll zur Geltung. Durch den hohen Gesteinsanteil ist sie nach der Trocknung sehr hart in der Oberfläche und damit sehr abriebfest. Die Verarbeitung funktioniert genauso wie bei herkömmlichen Wandfarben, wobei die eher dünnflüssige Konsistenz das Aufrollen noch etwas einfacher macht. Ein weiterer Vorteil: Durch das Fehlen jeglicher Kunstharzanteile lassen sich gebrauchte Rollen und Pinsel nach der Arbeit spielend einfach wieder auswaschen.

Worauf Sie beim Streichen von Wänden sonst noch achten müssen, lesen Sie hier.

Weiße Mineralfarbe einfärben

Mineralische Farbe kommt meist in Weiß daher, sie kann allerdings mit mineralischen Pigmenten eingefärbt werden. Die Pigmente werden als Ergänzung in Döschen zu angeboten. Auf diese Weise können Sie den Farbton sehr genau einstellen und bei Bedarf auch wiederholen.

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