So machen Sie Schablonen

Mit der Schablonentechnik Wände und Möbel gestalten

Faszinierend, wie man mit Spaß am Gestalten Wände, Tische und vieles mehr mit Schablonentechnik und Farben verschönern kann. Wir zeigen Ornamente, die zum Nachmachen einladen.

Mit der Schablonentechnik Wände und Möbel gestalten
Mit der Schablonentechnik Wände und Möbel gestalten© Chris Lambertsen

© Chris Lambertsen

Lieben Sie das Flair eines Landhauses mit floralem Wandschmuck oder eher grafische Muster? Der Stil ist Geschmackssache, denn die Schablonentechnik ist ausgesprochen anpassungsfähig. Wir haben mit der Schablonentechnik ein paar neue Ideen für Wände, Tische und Fußleisten gefunden und stellen Ihnen diese nun vor.

© T. Straszburger

Falls Ihnen unser Entwurf des Titelmotivs gut gefällt, können Sie das abgebildete Muster als Vorlage benutzen und auf dem Kopierer ganz nach Belieben vergrößern, um dann eine Schablone anzufertigen. Unser Muster, vier gleich große Teile von je 13 x 14 cm, haben wir im Abstand von 2 cm zueinander angeordnet.

Das Schablonenpapier – am besten geeignet ist Polyesterfolie (1 x 1 m, rund 7 Euro im Bürobedarf) – falten Sie zweimal, so dass vier Viertel entstehen. Auf eines der Viertel wird das Motiv übertragen. Damit das Motiv daneben spiegelbildlich erscheint, klappt man das Papier zusammen und zeichnet vom ersten Motiv durch. Wenn man jetzt erneut faltet, kann man jeweils zwei Muster in einem Arbeitsgang schneiden.

Die Wand schablonieren

Die Wand schablonieren
Schablone aufzeichnen
© Eike Krebs

Schritt 1/5: Schablone anfertigen

Zuerst das Papier (30 x 30 cm) zweimal falten, so dass gleichgroße Teile entstehen. Auf die abgebildete Teilschablone legen und durchzeichnen, dann einmal falten und wieder durchzeichnen.

Schablone ausschneiden
© Selbermachen

Schritt 2/5: Schablonen ausschneiden

Der Bogen mit den gegenläufigen Mustern in der anderen Richtung falten und je zwei Motive in einem Arbeitsgang mit einem Cuttermesser ausschneiden.

Geklebtes Raster
© Chris Lambertsen

Schritt 3/5: Geklebtes Raster

Die Gesamtgröße unserer vierteiligen Schablone beträgt 29 x 30 cm. Bei der Aufteilung der Wand (vorher die Gesamtfläche mit Bleistift markieren) werden 2 cm für das Klebeband zugegeben. Kleben Sie das Raster auf, um einen Rahmen für die Schablone zu haben.

Schablone auftupfen
© Chris Lambertsen

Schritt 4/5: Schablone auftupfen

Mit einem speziellen Stupfpinsel wird die Farbe aufgetupft. Beim Stupfen entsteht ein dicker Farbrand, den man immer wieder mit warmem Wasser entfernt, wenn man die Schablonen umsetzt. Sorgfältig abtrocknen!

Klebeband abziehen
© Selbermachen

Schritt 5/5: Klebeband abziehen

Ist die Farbe getrocknet, kann man das Klebeband abziehen.

Originelle Ornamente

© Chris Lambertsen
© T. Straszburger

Auf den ersten Blick erscheint diese Tischplatte wie mit Intarsien kunstvoll eingelegt. Selbst bei genauem Hinsehen kann man kaum erkennen, dass wir diese Oberfläche mit Lasurfarbe und Schablonen hergestellt haben. Das klassische Motiv, eine Windrose, kann man sich relativ leicht selbst herstellen. Damit die Proportionen stimmen, haben wir die einzelnen Strahlen des Sterns dem Tischformat angepasst.

Die dunkle Grundfläche, die unsere Windrose einrahmt, wird mit Klebeband abgedeckt. Bevor die Fläche bearbeitet wird, muss sie mit feinem Schleifpapier geschliffen werden, sonst haftet keine Farbe. Ist die Schablonentechnik ausgeführt, wird zum Schluss ein Schutzlack aufgetragen.

Intarasien für den Tisch

„Intarsien“ für den Tisch
Tisch gelb grundieren
© Chris Lambertsen

Schritt 1/5: Tisch gelb grundieren

Die geschliffene und abgeklebte Tischplatte wird mit einer Acryl- Vorstrichfarbe, die mit ocker Abtönfarbe eingefärbt wurde, vorgestrichen. Dieser Farbton ist unsere Grundfarbe.

Strahlen tupfen
© Chris Lambertsen

Schritt 2/5: Strahlen tupfen

Die Strahlen werden der Länge nach halbiert und ausgeschnitten. Beginnen Sie beim Stupfen mit den dunklen Hälften. Gestupft wird mit einer Acryllasur im Farbton Ebenholz.

Schablone umdrehen
© Chris Lambertsen

Schritt 3/5: Schablone umdrehen

Um die helle Strahlenhälfte zu tupfen, wird die Schablone gewendet und wieder aufgelegt. Für diese Lasur haben wir die Farbe Mahagoni gewählt. Die

Streifen tupfen
© Chris Lambertsen

Schritt 4/5: Streifen tupfen

Die Randschablone besteht aus gleichmäßig angeordneten Rechtecken, die erst mit einer hellen Lasur (Nussbaum) ausgestupft wird.

Schblone versetzen
© Chris Lambertsen

Schritt 5/5: Schblone versetzen

Durch Versetzen der Schablone nach links oder rechts können verschiedene Farbtöne gestupft werden. Wir haben die Schablone dreimal verschoben.

Die Fußleiste schablonieren

© Chris Lambertsen

Solche Motive wie dieses Zopfmuster auf der Fußleiste gibt es fertig abgebildet in einigen Fachbüchern und im Internet. Diese können Sie auf Polyesterfolie übertragen und ausschneiden.

Buchtipps

© Chris Lambertsen

"Dekors in Schablonentechnik" Dieses Buch richtet sich an Leser, die ihre dekorativen Ideen in die Tat um setzen möchten. Das Ziel dieses Werks von Pujol- Xicoy und Casals besteht darin, Schritt für Schritt anhand von Abbildungen klar und leicht verständlich den Ablauf der Schablonentechnik zu erklären und auszuführen. Aufgeteilt in sechs Kapitel erhält man fundierte Infos von traditionellen bis zu heutigen Techniken. 144 Seiten, 29,90 Euro. Edition Michael Fischer, ISBN 3-933033-42-X

"Schablonieren" Tricks und Raffinessen zur Farbgebung, zur Gestaltung und zur Technik des Schablonierens schildert Ilse Maierbacher in ihrem Buch. Dabei stellt die Autorin fantasievolle Beispiele, Kombinationen und Variationen für alle Räume vor. Im Vordergrund stehen hier Wände und Flächen, die effektvoll gestaltet werden. Zum Schluss der Ausgabe sind 80 Schablonenvorlagen abgebildet. 128 Seiten, 44,90 Euro. DVA, ISBN 3-421-03395-1

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