Gartengeräte

Gerätehaus selber bauen

Ein Gerätehaus für den Garten muss nicht eintönig braun sein. Unser Gerätehäuschen ist platzsparend, regensicher und bringt mit seinen bunten Farben frischen Wind in den Garten.

Gerätehaus bauen
Trotz der kleinen Grundfläche passen in unser Häuschen alle Utensilien für die tägliche Gartenarbeit.© Chris Lambertsen

Gartengeräte brauchen oft weniger Platz als man denkt. Unser Gerätehaus hat eine Grundfläche von nur 0,6 Quadratmetern aber es ist so geschickt genutzt, dass Sie alles übersichtlich unterbringen können.

Damit Sie sich bei Bedarf bequem unterstellen können, beträgt die Türhöhe etwa zwei Meter und die 2,17 Meter.

Die Geräte stehen bei allzeit offener Tür bestens belüftet, aber dennoch regensicher. Bodenbretter, die auf Lücke gelegt werden, verhindern, dass sich Nässe im Haus sammeln und Schaden anrichten kann.

Entscheidend ist ein stabiles Fundament. Da unser Gartenhaus zwar relativ klein ist, aber dem Wind eine nicht zu unterschätzende Angriffsfläche bietet, muss es stabil in der Erde verankert sein.

Das übernehmen insgesamt vier Gehwegplatten in den Maßen 50 x 50 x 5 cm. Die graben Sie einfach paarweise so weit senkrecht in den Boden ein, dass sie noch etwa 6 bis 8 cm herausragen.

Wichtig: Alle vier Kanten müssen waagerecht auf einer Höhe verlaufen, so dass der Bodenrahmen aus KDI-Fichtenholz eine ebene Auflage zum Verschrauben findet.
Gerätehaus
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© Chris Lambertsen

Schritt 1/3: Aufhänger für Gartenwerkzeuge

Einfache, an die Querriegel geschraubte Bretter sorgen für eine breite Aufhängung und gesicherte Ablagen.

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Schritt 2/3: Kabelschelle und Fahrradspanner

Kabelschellen und Fahrradspanner bieten Kleingeräten einen guten und elastischen Halt.

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Schritt 3/3: Spleitex-Seil

Ein Spleitex-Seil (∅ 20 mm), mit Goldspray lackiert, verdeckt die unschönen Profilholzkanten am Eingang.

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Fichtenholz ist auch das Material für den Rest des Gerätehäuschens, und zwar in Form von Profilbrettern, Quadrat- und Rechteckleisten. Wir haben uns bemüht, gängige Holzquerschnitte aus dem Baumarkt zu verwenden.

Falls Ihr Holz in seinen Abmessungen nicht hundertprozentig übereinstimmt, hat das keinen Einfluss auf das Bauprinzip und die Außenmaße der Bauteile. Die werden nämlich grundsätzlich erst nach dem Zusammenstecken und rückseitigen Verschrauben mit einer Handkreissäge auf Maß geschnitten.

So fallen automatisch an den Rändern Nuten und Federn weg, außerdem entfällt das Ausrichten von fertig zugeschnittenen Brettern. Bei dem günstigen Preis von Fichtenholz kann man den etwas höheren Verschnitt verkraften.

Einzige konstruktive Herausforderung ist das Ausschneiden des Türbogens aus den Profilbrettern der vorderen Giebelwand. Wir empfehlen, den Halbkreis mit dem Radius von 30 Zentimeter mit einem Zirkel auf ein Stück Pappkarton vorzuzeichnen, mit der Schere auszuschneiden und dann erst auf das Holz zu übertragen.

Fichte im Außenbereich bedarf dringend des Schutzes. Der besteht aus einem Anstrich mit Universalgrund und einem Decklack Ihrer Wahl. Dieser wird zweimal aufgestrichen, damit das Holz nicht mehr saugt.

Tipp: Verwenden Sie Acryllacke. Sie trocknen schneller als Alkydharzlacke, und Sie können Ihren Pinsel mit Wasser auswaschen.

Gerätehaus bauen: Material

Profilbretter, Fichtenholz

  • 16 Stück à 203 cm (19,5 x 96 mm; Seiten)
  • 19 Stück à 235 cm (19,5 x 96 mm; Giebel)
  • 7 Stück à 40 cm (19,5 x 96 mm; Eingang)
  • 18 Stück à 81,5 cm (19,5 x 96 mm; Dach)

Rechteckleisten, Fichtenholz

  • 2 Stück à 101 cm (25 x 55 mm; Rückwand)
  • 1 Stück à 107,5 cm (25 x 55 mm; Rückw. unten)
  • 8 Stück à 61 cm (25 x 55 mm; Seiten)
  • 6 Stück à 20 cm (25 x 55 mm; Giebel vorne)
  • 8 Stück à 66 cm (25 x 55 mm; Dach)
  • 4 Stück à 80 cm (10 x 55 mm; Ortgang)
  • 2 Stück à 81,5 cm (20 x 30 mm; Traufleisten)

Bretter, Fichtenholz kesseldruckimpägniert

  • 3 Stück à 54 cm (30 x 70 mm; Bodenrahmen)
  • 2 Stück à 107 cm (30 x 70 mm; Bodenrahmen)
  • 7 Stück à 102 cm (21 x 90 mm; Boden)

Sonstiges:

  • 1 Packung Bitumenschindeln (etwa 3 qm)
  • 1 Spleitex-Seil, Länge 6 m
  • 4 Gehwegplatten, 50x50x5 cm
  • etwa 400 Spaxschrauben, 4x40 mm
  • 4 Rahmendübel, 10x80 mm

Die Bodenkonstruktion

Die Bodenkonstruktion ist ein einfacher Rahmen aus kesseldruckimprägniertem Fichtenholz, der mit 120er-Spaxschrauben verbunden ist. Er liegt auf den Gehwegplatten auf und trägt sowohl die Wände als auch die Bodenbretter.

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Die Maße für das Gerätehaus

Bei allen Bauteilen, die einen Schräg- oder Gehrungsschnitt erhalten, handelt es sich in der Zeichnung um die genauen Zuschnittmaße. In der Materialliste oben finden Sie hingegen die Rohmaße der Hölzer. Zum Vergößern hier klicken

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Die Rück- und Seitenwände
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© Chris Lambertsen

Schritt 1/5: Bretter grundieren

Bevor Sie die Profilbretter zusammenstecken, müssen sie grundiert und vorlackiert werden. So erscheinen später am fertigen Gartenhaus nach dem unvermeidlichen Arbeiten des Holzes keine ungestrichenen Federn.

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Schritt 2/5: Querriegel und Leisten zuschneiden

Alle Querriegel und Leisten lassen sich hervorragend in einer Schneidlade auf Länge schneiden. Eine Tischkreissäge ist somit unnötig, eine Stichsäge zu unpraktisch.

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Schritt 3/5: Markierung setzen

Stecken Sie so viele Bretter zusammen, bis die geforderte Breite erreicht ist. Die Querriegel legen Sie auf, richten sie aus und zeichnen zwei diagonal versetzte Bohrlöcher je Brett an.

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Schritt 4/5: Ansicht

Haben Sie die Bohrlöcher vorgebohrt und, ganz wichtig, angesenkt, verschrauben Sie die Querriegel mit den Profilbrettern. Achten Sie darauf, dass die Schrauben nicht auf der Vorderseite wieder austreten.

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Schritt 5/5: Wände zusägen

Erst wenn die Querriegel verschraubt sind, schneiden Sie die Wände mit der Handkreissäge in Länge und Breite auf Maß. Achtung: Die beiden Seitenwände erhalten oben einen 30°-Schrägschnitt. Benutzen Sie immer eine festgeklemmte Anschlagsleiste.

 

Der Türausschnitt
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Schritt 1/3: Türausschnitt

Die vorderen Giebelwand erhält den Türausschnitt. Um den Verschnitt zu minimieren, legen Sie Restbretter so aus, das sie Giebel und halbrunden Ausschnitt abdecken. Federn vorstreichen nicht vergessen!

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Schritt 2/3: Tür aussägen

Sind die Bretter mit Querriegeln verschraubt, legen Sie sich eine Pappschablone mit der Rundung auf, übertragen die auf die Bretter und schneiden sie per Stichsäge aus. Für die Schrägen verwenden Sie wieder die Handkreissäge.

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Schritt 3/3: Montageleiste verschrauben

Vorder- und Rückwand benötigen aufrechte Leisten an den Seiten für die Verbindung mit den Seitenwänden. Sie springen um Profilbrettstärke von den Außenkanten zurück. Eine Montageleiste hält den Ausschnitt stabil.

 

Das Dach
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Schritt 1/3: Dachflächen verschrauben

Für die beiden Dachflächen können Sie die Spaxschrauben von außen in die beiden Sparren setzen. Vorbohren und versenken sind auch hier Pflicht. Wichtig: Überprüfen Sie immer wieder die Rechtwinkligkeit der Flächen.

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Schritt 2/3: Erste Bahn Schindeln anbringen

Das Verlegen der Bitumenschindelbahnen beginnt an der Traufkante. Von der ersten Bahn schneiden Sie mit dem Cutter die Schindeln ab und nageln sie mit der Schnittkante nach oben auf die Dachflächen, so dass auch die unbesandete Kontaktfläche oben liegt. Wichtig: 1. Die Nägel sollen mit etwa 3 cm Abstand zum oberen Rand und mittig zu den Schindeln der zweiten Bahn angeordnet sein. 2. Die Nägel sollen so weit eingeschlagen werden, dass die Köpfe auf der Bahn aufliegen, sich aber nicht eindrücken. 3. Die Bahn soll etwa 2 cm Traufüberstand haben.

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Schritt 3/3: Zweite Bahn Schindeln anbringen

Die zweite Bahn beginnt mit einer ganzen Schindel, die dritte mit einer halben und so weiter. Der Klebestreifen der Unterseite (Schutzfolie nicht abziehen!) liegt auf der Kontaktfläche der Oberseite; die Bahnen verkleben durch das Auflagegewicht miteinander. Die Nägel werden 3 cm oberhalb der Einschnitte eingeschlagen.

 

Die endgültige Montage
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Schritt 1/4: Wände und Boden verschrauben

Bei der Montage Wände miteinander und dem Bodenrahmen verschrauben. Löcher vorbohren und ansenken.

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Schritt 2/4: Bodenbretter verschrauben

Die Bodenbretter auf Lücke setzen und mit dem Bodenrahmen verschrauben.

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Schritt 3/4: Ortgangsleisten verschrauben

Die Ortgangleisten sind L-förmig verleimt. Das erleichtert das Anschrauben unter den Dachflächen.

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Schritt 4/4: Übergänge abdichten

Übergänge zwischen Ortgangsleisten und Dachflächen dichten Sie mit Bitumen ab.

Zeichnung: Tillman Straszburger, Fotos: Chris Lambertsen

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