Ideen für Fettfutter

Vogelfutter selber machen

Im Winter unterstützen wir die Vögel bei der Nahrungssuche gerne mit Vogelfutter. Die Vogelfütterung löst keine großen Naturschutzprobleme, aber sie hilft einigen häufigen Arten – deswegen kann man Meisenknödel oder Fettfutter im Supermarkt kaufen. Aber warum kaufen, wenn man das Futter auch einfach selber machen kann? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr eigenes Vogelfutter machen!

zwei Meisen
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Grundsätzlich gilt, dass unterschiedliche Vogelarten auch unterschiedliches Futter fressen. Achten Sie also darauf, welche Vögel Sie häufig in Ihrem Garten beobachten.

Amseln, Drosseln, Rotkehlchen und Heckenbraunelle gehören zu den Weichfutterfressern: Äpfel, Rosinen oder Getreideflocken sind optimal. Diese können einfach am Boden ausgestreut werden. Bei Äpfeln ist es wichtig, diese im Ganzen auf den Boden zu legen, da kleinere Stücke schnell frieren und nicht gefressen werden.

Grundrezept für Vogelfutter mit Pflanzenfett:

Um Vogelfutter selbst herzustellen, benötigen Sie etwa 250g ungesalzenes Pflanzenfett im Block (z.B. Kokosfett) oder Rindertalg, sowie die doppelte Menge an ungewürzten Körnern (Erdnüsse, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne), Rosinen oder Haferflocken – je nachdem, für welche Vogelart das Futter bestimmt ist. Reines Fett in Form von Margarine oder Butter oder salzhaltiges Futter ist für Vögel gefährlich – es bringt den Hochleistungsstoffwechsel der Vögel aus dem Gleichgewicht!

Das Pflanzenfett erhitzen Sie vorsichtig in einer Pfanne oder einem Topf, ohne es aufzukochen. Ist es geschmolzen und sehr flüssig, fügen Sie das ausgewählte Futter hinzu. Damit die Masse auch bei Kälte nicht hart und brüchig wird, können Sie einen Schuss Salatöl oder Speiseöl beimischen.

Öl in der Pfanne schmelzen
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Nun können Sie verschiedenste Formen und Gefäße mit dem noch etwas warmen Vogelfutter befüllen. Nutzen Sie bei der Befüllung eine Unterlage aus altem Zeitungspapier, damit das Fett nicht auf die Arbeitsplatte tropft.

Es ist ebenfalls wichtig, einen langen Stock in die noch weiche Masse zu stecken, damit sich die Vögel später an ihm festhalten können.

Über Fettfutter und Körnergemische, sowie Erdnussbruch, Sonnenblumenkerne und energiereiche, ölhaltige Sämereien freuen sich insbesondere Finken, Spechte und Meisen. Hier bevorzugen Meisen hängendes Futter, wohingegen Spechte und auch Kleiber das Futter an einer Baumrinde oder in einem Futterholz fressen.

Hier zeigen wir Ihnen verschiedene Ideen für Vogelfutter:

Futterglocken: Gefüllte Kokosnuss-Schalen oder Blumentöpfe:

Für diese Idee stecken Sie einen Ast in das Wasserabflussloch eines kleinen Blumentopfes oder in ein Loch in der Kokosschale. Der obere Teil des Astes dient der Befestigung der Futterglocke am Baum oder Balkon, am unteren Teil können sich die Vögel festhalten.

Futterglocke
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Fixieren Sie den Ast im Bodenloch, indem Sie ihn mit Pappe oder einer Kordel umwickeln. Anschließend füllen Sie die warme Futtermischung ein und lassen die Glocke erkalten.

Futterglocke bemalen
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Sie können die Gefäße auch von außen bunt anmalen und den Topf anschließend mit Fett einreiben, damit sich die Farbe bei Regen nicht löst.

Vogelfutter am Stiel:

Hier füllen Sie die warme Futtermischung in Joghurtbecher oder andere Gefäße aus Plastik. In die noch weiche Masse stecken Sie verästelte Zweige oder Kordeln. Nach dem Auskühlen tauchen Sie die Becher von außen kurz in heißes Wasser, um die Form zu lösen.

fertiges Futter am Stiel
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Sie können das fertige Vogelfutter mit den Zweigen oder Kordeln am Baum befestigen.

Fettfutter-Herzen:

Für bezaubernde Motive nehmen Sie ein Backblech mit Alufolie, und breiten darauf verschiedene Plätzchenformen aus. Die Formen befüllen Sie mit der warmen Vogelfuttermasse. Vergessen Sie nicht, hierbei gleich ein dekoratives Band zum Aufhängen einzuarbeiten. Ist die Masse ausgekühlt, so können Sie die Formen lösen und die Leckerbissen im Garten aufhängen.

Futterherzen
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Meisenknödel:

Meisenknödel enthalten als Körnermischung Sonnenblumenkerne und Hanf oder feine Sämereien, sowie Haferflocken. Mischen Sie diese Mischung unter flüssiges Pflanzenfett. Aus der halb erstarrten Masse lassen sich leicht Kugeln formen, die Sie auf Backpapier auskühlen lassen.

selbst geformte Meisenknödel
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Futterholz - speziell für Spechte und Kleiber:

Streichen sie die noch warme Körner-Fett-Mischung für Meisenknödel in Ritzen besonders borkiger Baumrinde, in Astlöcher oder Mauerspalten.

Kreative Alternativen zu Astlöchern sind Futtereulen oder Futtermännchen, die mit Fettfutter gefüllt die Vögel magisch anziehen. Solche Holzarbeiten sind zum Beispiel bei dem Familienbetrieb Zobel erhältlich.

Futterholz
© Karsten Zobel Holzarbeiten
Futtereule
© Karsten Zobel Holzarbeiten
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