Arbeiten mit dem Streichmaß

Das Streichmaß gehört zu den klassischen Anreißwerkzeugen des Tischlers. Wir zeigen, wie man damit arbeitet.

 
Unterschiedliches Material und leicht abgewandelte Formen unterscheiden die einzel­nen Streichmaße voneinander. In Funktion und Arbeitsweise sind sie aber alle gleich. © Selbermachen
Unterschiedliches Material und leicht abgewandelte Formen unterscheiden die einzel­nen Streichmaße voneinander. In Funktion und Arbeitsweise sind sie aber alle gleich.

Mit dem Streichmaß werden Breiten- und Dickenmaße parallel zur Kante angerissen. Das praktische Werkzeug ist vielseitig einsetzbar und für genaues Arbei­ten bei der Holzbearbeitung unerlässlich. Bei Holzverbindungen mit Schlitz und Zapfen zum Beispiel müssen die Risse an beiden Teilen den gleichen Abstand zur Bezugskante haben. Die einmal eingestellten Abstände bleiben mit dem Streichmaß erhalten.
 

Wie funktioniert das Streichmaß?

Die Standardmodelle bei den Streichmaßen bestehen aus einem Anschlag und den verschiebbaren Stäben, die mit Stahlstiften zum Anreißen versehen sind. Mit diesen Stiften wird auf der Holzoberfläche durch Anreißen mar­­­kiert. Ferner kommen auch Bleistifte, Stahlklingen oder Schneidräder zum Einsatz. Die Stäbe sind einzeln mit einer Schraube fixierbar. Qualitätsstreichmaße sind aus harter Weißbuche gefertigt.

Beim Anreißen mit dem Streichmaß muss das Gerät ständig an der Werkstückkante anliegen. Den Hauptdruck der Hand müssen Sie daher gegen die Kante des Werkstücks richten. Das Streichmaß wird dabei leicht schräg auf Zug geführt.

Wichtig: Die Risse müssen zwar deutlich sichtbar sein, dürfen aber nicht zu tief in das Holz gehen. Es sei denn, der Anriss ist eine Sägekante oder er wird später durch andere Bauteile verdeckt.
 

Kein Streichmaß zur Hand? Dieser Trick hilft

Wenn Sie kein Streichmaß besitzen, um auf eine Werkstück eine Linie anzuzeichnen, können Sie sich mit einem Meterstab, Bleistift und ihren Fingern behelfen.

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