Werkzeug für Brennholz

Äxte, Beile und Keile

Es ist kein weiter Weg vom Baum bis zum Kamin. Wir zeigen Ihnen eine Übersicht von Äxten, Spaltäxten, Beilen und Spalthämmer sowie Keile, die bei der Holzarbeit wichtig sind.

Damit wird Holz zu Brennholz
Äxte, Spaltäxte, Beile, Spalthämmer und Co helfen bei der Zerkleinerung von großen Holzstücken in Brennholz.© Jalag/Holz

  

Eine richtige Holzhacker-Ausrüstung besteht aus einer Axt, einem Beil, einem Spalthammer und wenigstens zwei Keilen. Das leichte Handbeil ist fürs Abschlagen und Zerkleinern von Buschholz nützlich. Eine langstielige Axt hilft beim Entasten. Und dem Spalthammer bleiben die groben Arbeiten.

Hinweis: Die auf den Bildern gezeigten Werkzeuge sollen lediglich zur Veranschaulichung dienen. Die verlinkten Produkten sind nicht zwingend identisch mit den abgebildeten.

Beile, Spaltäxte, Äxte und Spalthämmer

Übersicht: Beile, Spaltäxte, Äxte und Spalthämmer
© Jalag/Holz

Beile

Wer mit Holz heizt, braucht auch ein Beil – schon um Spanholz fürs Anfeuern zu machen. Die lange Tradition japanischer Stahlbearbeitung findet sich in einem leichten Handbeil* (1) und einem schweren Forstbeil* (2) wieder. Das Erste ist etwas für den Outdoor-Einsatz, um Holz fürs Lagerfeuer zu machen, das Zweite hilft beim Entasten. Moderne Beile* haben oft einen Kunststoffgriff (3). Der Nachteil besteht darin, dass die Vibrationsübertragung recht stark ausgeprägt sein kann. Der Vorteil ist jedoch der leichte Stiel und, dass Schwerpunkt im Haupt liegt. Aus Nordschweden kommt dieses (auf dem Bild exemplatisch dargestellte) geschmiedete 700-g-Beil* (4) von Gränsfors Bruks. Ein handliches Schwergewicht von Bahco* (5) mit immerhin 800 g Gewicht und ergonomischem "Kuhfußgriff".

Spaltäxte

Bei dem gezeigten Beispiel handelt es sich um ein hochwertiges japanisches Mini-Spaltaxt* (6), die das Spalten von Anfeuerholz kinderleicht macht. Die Spaltaxt von Fiskars* zeichnet sich durch einen leichten, hohlen, glasfaserverstärkten Kunststoffstiel aus, der Vibrationen absorbiert und einen 1050 g schweren Kopf trägt (7). Dasselbe Gewicht hat die Spaltaxt*"Tomahawk" (8), die wie das Beil (3) einen Kunststoffgriff hat, durch den das Haupt verschraubt ist. Auch in Japan wird Holz gespalten, zum Beispiel mit dieser stark balligen Axt* (9). Statt eines balligen Querschnitts hat diese Axt beidseitig Spreizkeile*(10). Fast schon ein Spalthammer ist diese schwedische Spaltaxt* mit ausgeprägter Hammerbahn (11).

Äxte

Eine Fällaxt in klassisch amerikanischer Form*, aber aus Schweden (12). Eher etwas für den "Hausgebrauch" ist diese günstige Axt* (13). Für Profis geeignet dagegen ist dieses Modell mit kwf-* und FPA-Zeichen, die professionelles Arbeitsgerät auszeichnen (14). Eher für Sammler ist diese geschmiedete, norwegische Axt* nach historischem Vorbild aus dem 9. Jahrhundert (15).

Spalthämmer

Spalthämmer* haben eines gemeinsam: ihr hohes Gewicht! Ob aus schwedischer Manufaktur (16), von einem internationalen Werkzeugkonzern (17) oder als deutsches Profiwerkzeug (18), mit dem breiten Haupt, der schmalen Schneide und der massiven Hammerseite spalten Sie auch meterlange Holzstämme fast mühelos.

Übersicht: Beile, Spaltäxte, Äxte und Spalthämmer
Äxte, Beile, Keile
© PR

Schritt 1/4: Äxte, Beile, Keile

Das Haupt entscheidet den Einsatz. Dicke, ballige Querschnitte spalten Holz, schlanke, scharf geschliffene Häupter dienen zum Fällen und Entasten.

Machete
© Fiskars

Schritt 2/4: Machete

Die Machete* macht sich nützlich, wenn Bäume entastet und entrindet werden sollen.

Die Axt
© Jalag/Straszburger

Schritt 3/4: Bestandteile der Axt

Die Bezeichnungen können regional unterschiedlich sein. Sie gelten für Äxte und Beile

Axt schleifen
© Jalag/Holz, PR

Schritt 4/4: Axt schleifen

Schön scharf muss das Werkzeug sein. Mit einem Axt- und Messerschärfer* lassen sich Äxte leicht und sicher nachschleifen.

Holzspalten mit Keilen

Spaltkeile
© Jalag/Holz

Wer sich die Arbeit mit der Axt nicht recht zutraut, kommt mit Keilen zum Ziel. Statt kräftiger Hiebe auf den Klotz, die dazu führen können, dass die Axt im Holz stecken bleibt, statt es zu spalten, statt die Axt samt Klotz über den Kopf zu schwingen, mit dem Risiko, dass der Klotz dabei abfällt, kann man den Keil mit leichten Schlägen an einer günstigen Stelle ansetzen und dann mit kräftigen Schlägen eintreiben. Wo der Keil angesetzt werden sollte, ist bei genauem Hinsehen leicht zu erkennen. Die Schnittfläche zeigt nämlich bereits nach kurzer Trocknungszeit die Andeutung von Rissen, die von außen auf die Markröhre, das Zentrum des Stammes zulaufen. Hier würde der Klotz auch ohne Zutun im Lauf der Zeit aufreißen, und wenn man diese oft noch sehr dünnen Linien nutzt und genau da den Keil eintreibt, lässt sich das Holz relativ leicht teilen.

Spaltkeile

Japanischer Spaltkeil (19) mit geschmiedetem Keilschuh am Holzschaft. Stahlspaltkeil* von Gränsfors (20), mit leichter axialer Drehung. Schlanker Spaltkeil aus geschmiedetem Stahl* (21). Drehspaltkeil* (22) mit um 90 Grad gedrehter Schneide und Einkerbungen für besseren Halt. Kleiner Holz-Spaltkeil* von Fiskars (23) für schwer spaltbare Stämm. Dazu ein handlicher 4-kg-Vorschlaghammer*

Achtung: Die Arbeit mit Äxten, Beilen, Spalthämmern und Keilen ist definitiv nicht ungefährlich. Achten Sie stets auf Ihre Sicherheit sowie darauf, andere nicht zu gefährden! Tragen Sie am besten angemessene Schutzkleidung!

Spaltkeil aus Holz selber machen
Holzkeil schnitzen
© Michael Holz

Schritt 1/4: Holzkeil schnitzen

Holzkeil aus einer Wagenradspeiche: Zunächst den oberen Rand anfasen, damit das Holz beim Draufschlagen mit dem Beil nicht splittert.

Der fertige Keil
© Michael Holz

Schritt 2/4: Der fertige Keil

hat sehr glatte Schnittflächen, da mit dem Beil mehr schabend als schlagend gearbeitet wird.

Eichenholzkeil
© Michael Holz

Schritt 3/4: Eichenholzkeil

Der Eichenholzkeil aus einem alten Tischbein ist wirkungsvoll und hält lange.

Keil spitzen
© Michael Holz

Schritt 4/4: Keil spitzen

Mit dem Beil wird der Keil nun angespitzt. Dabei wechselnd von beiden Seiten arbeiten, damit die Schneide genau in der Mitte entsteht.

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