Dekorative Papiervorlagen

Mit der Découpage-Technik Möbel verschönern

Mit der Découpage-Technik (französich für "ausschneiden") können Sie mit dekorativen Papiervorlagen oder auch Servietten, Klebstoff und etwas Klarlack hübsche Motive aufs Tablett, kleinen Aufbewahungsboxen oder Vintage-Möbeln zaubern. 

 
Découpage-Technik © Christian Bordes
Mit der Découpage-Technik können Sie Deko-Elemente verschönern

Découpage – das französische Wort bedeutet so viel wie "ausschneiden". Bei dieser Technik werden ausgeschnittene Bildmotive auf ein Werkstück geklebt und mit mehreren Lackschichten überstrichen. Danach wirkt das aufgeklebte Bild wie ein aufgemaltes Original.

Geeignet für Découpagearbeiten sind fast alle Untergründe wie zum Beispiel Holz, Pappe sowie Kunststoff, wobei sich glatte Oberflächen besser bearbeiten lassen als strukturierte.

Je nachdem, welcher Gegenstand neu gestaltet wird, sollte man darauf achten, dass das ausgewählte Motiv in die Umgebung passt. Schachteln und kleine Kästen vertragen auch verspielte Muster. Bei Kleinmöbeln, Tabletts und Spiegelrahmen sind dezente Farben und klassische Bildmotive eher angebracht.

Wird die Fläche nicht vollständig mit Papier beklebt, kann man einen Grundanstrich auftragen und diesen den Farben des Motivs anpassen. Achten Sie aber darauf, dass Anstrich und Lack in der Art (Wasser- oder Kunstharzbasis) zusammenpassen.

Damit das ausgewählte Objekt auch später Ihren Vorstellungen entspricht, ist es ratsam, diese Technik auf einer Pappe auszuprobieren. Denn das spezielle Découpage-Papier, das man im Kreativmarkt kaufen kann, ist dünner als fotokopierte Vorlagen oder Geschenkpapier. Das heißt, der Auftrag mit Klebstofflack und Pinsel bei den verschiedenen Papierarten bedarf einiger Übung.

Voraussetzung für ein gutes Gelingen sind die Schneidwerkzeuge. Mit einer speziell geformten Schere und dem Skalpell lassen sich besonders scharfe Schnitte durchführen. Wichtig: Beim Skalpell eine Unterlage benutzen.
 

Découpage-Technik: Schachtel kreativ gestalten

  1. Pappschachtel bekleben© Selbermachen

    Pappschachtel bekleben

    Die Oberfläche der Pappschachtel wurde hier mit einer Kaseinfarbe im Ton des Papiers grundiert. Diese Plakafarben (Pelikan) sind wasserverdünnbar, untereinander mischbar, und sie können abgetönt werden.
  2. Motive ausschneiden© Selbermachen

    Motive ausschneiden

    Das filigrane Lavendelmuster wird erst mit dem Skalpell auf der Schneidunterlage großzügig ausgeschnitten. Die Feinschnitte an Blüten und Gräsern lassen sich am besten mit der spitzen Schere bewältigen.
  3. Motive aufkleben© Selbermachen

    Motive aufkleben

    Um die fein ausgeschnittenen Motive auf die gewünschte Stelle zu kleben, wird der Klebstofflack (Brause) mit einem Pinsel aufgestrichen, dann das Papier aufgeklebt und wiederholt mit Klebstofflack überstrichen.
  4. Schutzlack aufpinseln© Selbermachen

    Schutzlack aufpinseln

    Der Schutzlack kommt zum Schluss. Objekte, die häufig benutzt werden, benötigen zwei Schichten. Nach der ersten Schicht den Lack eine Stunde lang trocknen lassen. Danach erfolgt der zweite Auftrag.

Interessante Gestaltungsmöglichkeiten bieten auch Kinoplakate, Poster mit architektonischen Sehenswürdigkeiten und Reliefs aus der Antike. Außerdem sind Kunstbücher ein wahrer Fundus. Zeichnungen von Heilkräutern, Pilzen und Tieren lassen sich besonders gut auf Tabletts arrangieren.

Auch Geschenkpapiere bieten tolle Muster zum Verzieren an. Das Gute an diesen Vorlagen: Die Motive können Sie sich auf dem Fotokopierer – dem Objekt entsprechend – vergrößern oder verkleinern.