Kommode aufwerten

Möbelknöpfe selber machen

Ihre schlichte Kommode wollen Sie aus dem Dornröschenschlaf wecken und ihr einen persönlichen Stempel aufdrücken? Neue Schubladenknöpfe können die Lösung sein. Wir zeigen, wie man sie herstellt.

 
Möbelknöpfe © Chris Lambertsen
Mit selbst gemachten Möbelknöpfen lassen sich alte Kommoden schnell aufwerten

Ähnlich wie in der Mode, wo die kleinen Accessoires dem Kleidungsstück den letzten Schliff geben, so ist es auch mit Möbeln aus dem Kaufhaus. Auch wenn sie in vielen Haushalten Einzug gehalten haben, kann man ihnen eine ganz persönliche Note verleihen und sie somit zum Unikat machen. Das geht zum einen mit einer ausgefallenen Farbgestaltung. Aber viel individueller ist es, Möbelknöpfe selbst anzufertigen.

Formen aus Kunststoff werden im Kreativ- und Bastelmarkt in vielen verschiedenen Motiven angeboten (etwa 4 Euro). Man kann auch Formen für die Herstellung von Seifen oder Backformen verwenden. Wer kreativ ist, stellt natürlich seine Formen – zum Beispiel aus Knetmasse – selber her.

Als Vorzeigeobjekt haben wir einen Sekretär mit vielen Schubladen gewählt. Da sich hinter jedem Schubfach nützliche Dinge des täglichen Lebens wie Schlüssel, Knöpfe, Stifte und Briefpapier verbergen, haben wir die Knöpfe jeweils mit dem entsprechenden Symbol gekennzeichnet. Wenn Sie den Schubladeninhalt mit Worten dokumentieren wollen, müssen Sie die Buchstaben spiegelverkehrt in die Knetmasse ritzen, sonst wird die gewünschte Ordnung chaotisch.
 

Anleitung für Möbelknöpfe in Rosen-Optik

  1. Material© Chris Lambertsen

    Material

    Nur wenige Grundmaterialien wie Reliefgießpulver, eine Kunststoffform und kleine Befestigungsknöpfe aus Holz müssen Sie kaufen, um diese wunderschönen Möbelknöpfe in Form einer Rose herzustellen. Entsprechend der Farbe des Möbels kann man sie farblich mit Acryllack gestalten.
  2. Reliefmasse anrühren© Chris Lambertsen

    Reliefmasse anrühren

    Zum Anrühren der Reliefmasse einen Gießbecher oder Plastikgefäß verwenden. Das Mischverhältnis ist 3:1, das heißt drei Teile Pulver auf einen Teil Wasser (Anleitung auf der Packung unbedingt beachten!) Das Pulver gleichmäßig ins Wasser einstreuen, bis sich nichts mehr absetzt. Dann vorsichtig mit einem Holzstab umrühren.
  3. Reliefmasse eingießen© Chris Lambertsen

    Reliefmasse eingießen

    Die Reliefmasse wird von innen nach außen fadendick in die Rosenform gegossen. Zügig gießen, damit keine Luftblasen entstehen und durch Rütteln der Form die Gießmasse glätten.
  4. Aushärten lassen© Chris Lambertsen

    Aushärten lassen

    Es dauert zirka 30 bis 40 Minuten, bis die Masse ausgehärtet ist. Vor dem Trocknen der Reliefmasse muss die Befestigung für den Rosenknopf vorbereitet werden. Dazu nehmen Sie einen kleinen Schubladenknopf aus Holz, streichen das Kopfende dick mit Holzleim ein und drücken es in die Rückseite der Rose.
  5. Aus der Form nehmen© Chris Lambertsen

    Aus der Form nehmen

    Sind die Rosenknöpfe ausgehärtet, lassen sie sich leicht aus der elastischen Form nehmen.
  6. Kanten nacharbeiten© Chris Lambertsen

    Kanten nacharbeiten

    Überstehende Kanten, die auch recht scharfkantig sind, am besten mit einem Cuttermesser entgraten und mit feinem Schleifpapier (240er-Körnung) nacharbeiten.
  7. Lackieren© Chris Lambertsen

    Lackieren

    Nach absolutem Durchtrocknen der Rosen, das dauert zirka eine Nacht, kann man sie anmalen. Hier eignet sich am besten Acryllack in der Farbe Ihrer Wahl. Die Farbe mit einem Pinsel auftragen und mit einem weichen Tuch die noch nasse Farbe zum Teil abwischen, dadurch entsteht eine interessante Schattierung.