Mach doch mal das Bad!

Bad renovieren: Fliesen, Fugen, Dusche

So verschieden die Ansprüche an ein Bad sind, so verschieden sind auch die Voraussetzungen. Wir haben deswegen nicht ein Bad komplett renoviert, sondern die Arbeiten in kleinere, machbare Einzelprojekte aufgeteilt. Sie haben also die Wahl! Fliesen, Fugen, Dusche oder Waschbecken: Wir haben nützliche Tipps, die Ihnen beim Renovieren des Badezimmers helfen!

Bad renovieren
Dank Renovierung: vom unansehnlichen Bad zum persönlichen Wohlfühl-Spa!© Lightfield Studios - stock.adobe.com

Für den einen ist es nur eine "richtige" Bad-Renovierung, wenn es staubt und Steine fliegen. Ein anderer ist bereits mit einer neuen Silikonfuge zufrieden. Wo fängt Renovieren an, und ab wann lohnt es sich? Das Team von selber machen ist der Meinung, dass sich jede noch so kleine Renovierungmaßnahme lohnt, wenn sie den Menschen dahinter glücklich und zufrieden macht. Das darf dann auch nur mal der Tausch einer Duschbrause sein.

Hier finden Sie 10 Anleitungen, um Ihr Bad schöner zu machen. Angefangen beim Auffrischen einer Fliesenfuge, dem Tausch von Waschtischarmaturen und Waschbecken über den Wechsel von zerbrochenen Fliesen bis hin zum Verputzen der Wand. Letzteres gehört aber schon zur Kür der Badrenovierung und bedarf eines mittleren Kraftaktes. Wer noch weiter gehen möchte, für den halten wir den Neueinbau einer Duschtasse nebst Duschkabine bereit. Lassen Sie sich also von uns "anstecken"!

1. Fliesen im Bad verputzen

Die Vorarbeit ist entscheidend: so auch bei demVerputzen von alten Fliesen. Ist die Oberfläche gereinigt, wird zunächst ein Haftvermittler aufgetragen. Danach rühren Sie sich eine Art Schlämme aus Haftvermittler und Feuchtraumputz an und bringen diese auf. Ist die Schlämme getrocknet, beginnt das eigentliche Verputzen. Zuletzt wird der Putz noch geschliffen und gestrichen.

Frischer Putzt lässte betagte Wände aufleben
Ansetzgips auftragen
© Eike Krebs

Schritt 1/17: Ansetzgips auftragen

Oft sind Bäder nicht bis zur Decke gefliest. Wer den Absatz bis zur Decke ausgleichen möchte, greift zu Gipsplatte und Ansetzgips.

Gipsplatte aufsetzen
© Eike Krebs

Schritt 2/17: Gipsplatte aufsetzen

Dazu die Gipsplatte passgenau zuschneiden und gegebenenfalls die Form mit einem Surformhobel (Gipshobel) anpassen, den Ansetzgips je nach auszugleichender Wanddicke in entsprechend großen Batzen auftragen und anschließend alles auf die Wand aufsetzen.

Wasserzuleitung abriegeln
© Eike Krebs

Schritt 3/17: Wasserzuleitung abriegeln

Wichtig! Vor der Demontage der alten Armaturen gehört die Wasserzuleitung abgeriegelt. Danach den Hahn an der Armatur leerlaufen lassen.

Armatur lösen
© Eike Krebs

Schritt 4/17: Armatur lösen

Mit einer Rohrzange werden die Anschlüsse der Armatur gelöst. Denken Sie dran, die Verschlussstopfen für die Wasserzuleitungen zu besorgen.

Z-Anschlüsse herausdrehen
© Eike Krebs

Schritt 5/17: Z-Anschlüsse herausdrehen

Nun noch die Z-Anschlüsse herausdrehen und die Verschlussstopfen eindrehen. Sie werden die Leitungen während der Bauphase verschließen.

Leitungen verschließen
© Eike Krebs

Schritt 6/17: Leitungen verschließen

Um die Heizung zu demontieren, müssen die Leitungen verschlossen sein. Dazu unten die Schraube abnehmen und die Inbusschraube eindrehen.

Verbindungsmutter lösen
© Eike Krebs

Schritt 7/17: Verbindungsmutter lösen

Das Thermostat zudrehen und anschließend die Verbindungsmutter mit der Rohrzange lösen. Bereits jetzt schon eine Auffangschale drunterstellen.

Heizkörper entleeren
© Eike Krebs

Schritt 8/17: Heizkörper entleeren

Löst man nun unten die Mutter, entleert sich der Heizkörper. Ist das gesamte Wasser abgelaufen, wird der Heizkörper von der Wand genommen.

WC abbauen
© Eike Krebs

Schritt 9/17: WC abbauen

Auch das WC samt Spülkasten muss weichen. Dazu am WC die Bodenschrauben lösen und die Keramik aus dem Abwasserrohr ziehen.

Abwasserrohr verschließen
© Eike Krebs

Schritt 10/17: Abwasserrohr verschließen

Nun liegt das Abwasserrohr frei, und kein Geruchsverschluss stoppt die unangenehmen Gerüche aus der Kanalisation. Nehmen Sie daher etwas Textil, und stopfen Sie es in einen Kunststoffbeutel. Den Kunststoffbeutel stecken Sie anschließend in das Abwasserrohr und verschließen es damit sauber!

Fliesen reinigen
© Eike Krebs

Schritt 11/17: Fliesen reinigen

Die Fliesen müssen fett- und seifenfrei sein, bevor sie verputzt werden. Damit wirklich alles runtergeht, wird dazu ein spezieller Reiniger genutzt.

Haftvermittler auftragen
© Eike Krebs

Schritt 12/17: Haftvermittler auftragen

Da auf den glatten Fliesen kein Putz halten würde, wird eine dünne Schicht Haftvermittler für Fliesen mit einem Deckenpinsel aufgetragen.

Schlämme anrühren
© Eike Krebs

Schritt 13/17: Schlämme anrühren

Nun wird zuerst eine Schlämme aus dem Feuchtraumputz und dem Haftvermittler angerührt und auf die Fliesen dünn aufgetragen.

Spachtel auftragen
© Eike Krebs

Schritt 14/17: Spachtel auftragen

Ist die Schlämme getrocknet, wird der pure Feuchtraumspachtel mit der Kelle einige Millimeter aufgezogen, verdichtet und angepresst.

Wand abziehen
© Eike Krebs

Schritt 15/17: Wand abziehen

Wenn der Putz schon etwas angezogen hat, wird für eine besonders homogene Oberfläche noch die Wand mit einem Flächenrakel abgezogen.

Wand mit Schleifgitter bearbeiten
© Eike Krebs

Schritt 16/17: Wand mit Schleifgitter bearbeiten

Für eine feine Putzoberfläche empfehlen wir, die Wände mit einem Schleifgitter zu überarbeiten. Anschließend erfolgt der farbige Anstrich.

Fertige Wand
© Eike Krebs

Schritt 17/17: Fertige Wand

Kein Vergleich zu der ursprünglichen, braunen Fliese! Der feine Putz strahlt Ruhe und Eleganz aus.

Tipp: Wer Putz auf Fliesen einsetzen möchte, sollte mit einer verzögerten Trocknungsdauer rechnen! Normalerweise zieht die Feuchtigkeit des Putzes zu großen Teilen in die Wand und trocknet von hier aus ab. Das ist hier durch die glasierte Fliese nicht möglich. Kalkulieren Sie daher ruhig zwei Tage länger für die Trockendauer ein. Noch ein Tipp zum Verputzen: Kleben Sie Malervlies mit Folienrücken als Schutz auf den Boden!

2. Fliesenfugen im Bad renovieren

Ablagerungen von Shampoo oder Badezusätzen lassen die Fugen mit der Zeit ergrauen. Hier helfen ein Fugenreiniger und eine Bürste sowie ein "Fugen-Frisch-Produkt". Zeigen sich bereits Stockflecken oder Schimmel, muss die Fuge erneuert werden. Das bedeutet: Fugen auskratzen und neu verfugen!

So wird die ergraute Fliesenfuge wieder frisch
Fugen reinigen
© Jalag

Schritt 1/6: Fugen reinigen

Auf die verschmutzten Fugen einen Fugenreiniger sprühen und einwirken lassen. Dann mit einer Bürste und Wasser kräftig abschrubben.

Fugenzement einbringen
© Jalag

Schritt 2/6: Fugenzement einbringen

Ein "Frische-Fuge-Produkt" (dünnschichtiger Fugenzement) in die Fugen einbringen.

Reste entfernen
© Jalag

Schritt 3/6: Reste entfernen

Nach angegebener Einwirkzeit die Reste mit einem Schwämmchen von der Fliese entfernen.

Fuge herausarbeiten
© Jalag

Schritt 4/6: Fuge herausarbeiten

Stufe 2, die Fuge muss raus: Mit einem Dremelfräser oder einer Fugenraspel werden die alten Fugen herausgearbeitet.

Fugenmasse einarbeiten
© Jalag

Schritt 5/6: Fugenmasse einarbeiten

Neue Fugenmasse in kleiner Menge anrühren, da die Verarbeitungszeit recht kurz sein kann. Die Masse diagonal oder kreisend mit einer Gummirakel in die Fuge einarbeiten.

Reste entfernen
© Jalag

Schritt 6/6: Reste entfernen

Fugenreste mit einem feuchten (nicht nassen) Schwamm entfernen.

3. Siphon in der Dusche reinigen

Wenn der Abfluss mal verstopft ist, ja was ist denn schon dabei ...?" Kennen Sie diesen Werbeslogan aus den 80ern noch? Klar, da schüttete man eine gehörige Portion Chemie in den Ausguss, und dann war’s das. Doch was tun, wenn es dann doch nicht klappt oder man einfach der Umwelt zuliebe mal auf die chemische Keule verzichtet? Dann heißt es Gummihandschuhe anziehen und Rohr aufschrauben! Meistens ist das eine Sache von gut zehn Minuten, und der Siphon funktioniert wieder staufrei.

Der Duschen-Siphon
Revisionsklappe öffnen
© Christian Bordes

Schritt 1/4: Revisionsklappe öffnen

Die Revisionsklappe (Zugangsklappe) öffnen.

Schraubverbindung lösen
© Christian Bordes

Schritt 2/4: Schraubverbindung lösen

Gummihandschuhe schützen vor Schmutz, und obendrein hat man noch mehr Griff mit ihnen. Lösen Sie die Schraubverbindungen ohne Werkzeug!

Rohr reinigen
© Christian Bordes

Schritt 3/4: Rohr reinigen

Rohr mit Flaschenbürste reinigen, Gummidichtungen eventuell tauschen.

Rohre gut verbinden
© Christian Bordes

Schritt 4/4: Rohre gut verbinden

Alles wieder fest zusammenschrauben.

4. Dusche neu verfliesen

Eine Dusche zu entfernen und komplett neu zu ersetzen ist schon mehr als ein bisschen Kosmetik im Bad. Wir haben hier zusätzlich noch die Fliesen im Duschbereich erneuert, da die Verwendung eines Feuchtraumputzes im Spritzwasserbereich nicht zu empfehlen ist.

Eine saubere Sache: die neue Dusche
Vorheriger Zustand
© Eike Krebs

Schritt 1/12: Vorheriger Zustand

So sieht die Dusche im ursprünglichen Zustand aus.

Rückbau der Duschtasse
© Chris Lambertsen

Schritt 2/12: Rückbau der Duschtasse

Alles muss raus! Aber seien Sie vorsichtig beim Rückbau der Duschtasse. Einige ältere Modelle besitzen noch Ablaufgarnituren, die nur von unten her zu lösen sind. Und wenn Sie dann keine Revisionsklappe finden (kommt öfter in Selbstbauhäusern vor!), dann müssen Sie sich erst einmal den Weg mit dem Hammer dorthin bahnen und alles lösen. Anderenfalls könnten die Abwasserleitungen abreißen, und das bedeutete noch mehr Arbeit.

Loch ausfüllen
© Chris Lambertsen

Schritt 3/12: Loch ausfüllen

Alte Duschtassen sind oft höher als neue. Mit einem Stück Gipsplatte lässt sich das entstandene Loch aber gut ausfüllen.

Fliesenkleber aufziehen
© Chris Lambertsen

Schritt 4/12: Fliesenkleber aufziehen

Den Fliesenkleber mit der Zahnkelle aufziehen.

Fliesen stabilisieren
© Chris Lambertsen

Schritt 5/12: Fliesen stabilisieren

Damit die Fliesen nicht abrutschen, helfen kleine Nägel in der Gipsplatte.

Fliesen einsetzen
© Chris Lambertsen

Schritt 6/12: Fliesen einsetzen

Mithilfe von Fugenkreuzen werden die Fliesen in gleichmäßigem Abstand ins Kleberbett gesetzt.

Fliesen zuschneiden
© Chris Lambertsen

Schritt 7/12: Fliesen zuschneiden

Fliesenschneider und Zange bringen die Fliesen auf das richtige Format.

Löcher anzeichnen
© Chris Lambertsen

Schritt 8/12: Löcher anzeichnen

Berücksichtigen Sie beim Einkauf, dass auch Löcher in die Fliesen gebohrt werden müssen.

Bohrkrone für Fliesen
© Chris Lambertsen

Schritt 9/12: Bohrkrone für Fliesen

Am besten nehmen Sie gleich eine vernünftige Bohrkrone aus dem Baumarkt mit!

Fliesen aufkleben
© Chris Lambertsen

Schritt 10/12: Fliesen aufkleben

Nach dem Bohren der Löcher können Sie die Fliese aufkleben.

Fugenmasse anmischen
© Chris Lambertsen

Schritt 11/12: Fugenmasse anmischen

Erst das Wasser in den Eimer, dann das Fugenpulver einrieseln lassen – nicht andersherum, dann gelingt auch eine klumpenfreie Masse!

Fugenmasse eintreiben
© Chris Lambertsen

Schritt 12/12: Fugenmasse eintreiben

Mit einer Gummirakel kreisend und mit Druck die Fugenmasse in die Fugen treiben. Anschließend mit einem feuchten (nicht nassen) Schwammbrett überreiben.

5. Duschtasse einziehen

Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann und kein Vergleich zum "Vorher". Wir benutzten hier zur Realisierung eine Duschkabine mit Türen zum Herausklappen sowie eine passende Duschtasse 90 × 90 cm.

Einbau mit leichter Neigung gewünscht
Abflussrohre verbinden
© Eike Krebs

Schritt 1/6: Abflussrohre verbinden

Spülmittel wirkt beim Verbinden der Abflussrohre zuerst wie Schmiermittel, später wie Kleber.

Füße einstellen
© Eike Krebs

Schritt 2/6: Füße einstellen

Stellen Sie die Füße der Duschtasse mit einer leichten Neigung zum Abfluss hin ein.

Anschlussschlauch verbinden
© Eike Krebs

Schritt 3/6: Anschlussschlauch verbinden

Der flexible Anschlussschlauch wird mit dem Abfluss in Verbindung gebracht.

Duschtasse mit Montageklebstoff versehen
© Eike Krebs

Schritt 4/6: Duschtasse mit Montageklebstoff versehen

Die Duschtasse nun an den Wandanschlussseiten mit einem Montageklebstoff (z. B. Pattex "Kleben und Dichten"; All for one) versehen.

Duschtasse einschieben
© Eike Krebs

Schritt 5/6: Duschtasse einschieben

Duschtasse in die Badezimmerecke schieben. Anschließend die Silikonfuge ausführen.

Fertige Duschtasse
© Eike Krebs

Schritt 6/6: Fertige Duschtasse

So sieht die neue Duschtasse aus.

Tipp: Eine glatte Silikonfuge, am besten mit fungizid (pilztötend) eingestelltem Bad-Silikon, lässt sich am leichtesten unter Verwendung eines Fugengummis herstellen. Dieses kleine und unscheinbare Werkzeug wird entlang der Silikonraupe gezogen und lässt die perfekte Fuge entstehen!

6. Dusche: neue Abtrennung einbauen

Der Einbau der Duschkabine ist durch die vorgefertigten Bauteile und Profile recht zügig erledigt. Allerdings müssen die unteren Schienen noch zusätzlich mit Bad-Silikon zur Duschtasse abgedichtet werden, damit die Kabine auch wirklich wasserdicht ist.

Damit die Silikondichtung vollkommen trocknen kann, sollten Sie die Dusche für mindestens 24 Stunden nicht benutzen. So lassen Sie dem Silikon genügend Zeit abzubinden. Ein Tipp zur Pflege der Duschkabine: Hängen Sie die Türen beim "Großreinemachen" aus. So gelangt man besser an knifflige Stellen.

Die Duschabtrennung wird aufgestellt
Bohrpunkt markieren
© Eike Krebs

Schritt 1/12: Bohrpunkt markieren

Bringen Sie die Wandanschlussprofile mit der Wasserwaage in Position, und beachten Sie, dass die Profile 15 mm weit von der Ecke angesetzt werden. Der Bohrpunkt für den Dübel wird mit einem wasserfesten Stift markiert.

Loch bohren
© Eike Krebs

Schritt 2/12: Loch bohren

Bohren Sie das Loch durch die Fliese zunächst ohne Schlagwerk, da anderenfalls die Fliese platzen könnte.

Wandanschlussprofil montieren
© Eike Krebs

Schritt 3/12: Wandanschlussprofil montieren

Legen Sie eine Spur Dichtungsmasse (etwa Pattex "Dichten und Kleben") auf die Rückseite des Wandanschlussprofils, und montieren Sie es mit den beiliegenden Rundkopfschrauben.

Wandanschlussprofil montieren
© Eike Krebs

Schritt 4/12: Wandanschlussprofil montieren

Das Wandanschlussprofil mit den beiliegenden Rundkopfschrauben montieren.

Laufschienen verbinden
© Eike Krebs

Schritt 5/12: Laufschienen verbinden

Die fest stehenden Glaspaneele werden mit den Laufschienen verbunden.

Elemente einschieben
© Eike Krebs

Schritt 6/12: Elemente einschieben

Nun die entstandenen Elemente in das Wandanschlussprofil schieben.

Durchgangsloch bohren
© Eike Krebs

Schritt 7/12: Durchgangsloch bohren

Elemente ausrichten und mit einem Metallbohrer ein Durchgangsloch durch Profil und Element bohren. Damit Sie mit dem Bohrer nicht abrutschen und das Metall zerkratzen, sollten Sie das zu bohrende Loch zuvor mit einem Metallkörner ankörnen.

Laufrollen einsetzen
© Eike Krebs

Schritt 8/12: Laufrollen einsetzen

Setzen Sie als Nächstes die Laufrollen für die beweglichen Elemente ein.

Dichtung einschieben
© Eike Krebs

Schritt 9/12: Dichtung einschieben

Die Dichtungen werden eingeschoben.

Griff befestigen
© Eike Krebs

Schritt 10/12: Griff befestigen

Den zweiseitigen Türgriff befestigen.

Türen einhängen
© Eike Krebs

Schritt 11/12: Türen einhängen

Nun können die Türen oben eingehängt werden. Die Laufrollen unten sind über Federn gelagert. Sie werden heruntergedrückt und in die Laufschiene eingeklickt.

Türen einstellen
© Eike Krebs

Schritt 12/12: Türen einstellen

Zuletzt werden die Türen eingestellt.

7. Waschbecken einbauen

Allem voran steht bei der Waschtischdemontage: Wasser komplett abdrehen! Danach lösen Sie die metallenen Wasserzuläufe und die Befestigungsmuttern. Schon ist der alte Waschtisch abmontiert. Wer wie wir vor der neuen Waschtischmontage noch eine Schicht Fliesen aufgeklebt hat, für den wird es nun spannend.

Mit der zweiten Schicht Fliesen muss nämlich der Wandanschluss verlängert werden! Dazu verwenden Sie Distanzmuffen, die ebenso mit Hanf und Dichtungsmasse oder Silikonband abgedichtet werden müssen.

Ein neues Waschbecken wird montiert
Distanzmuffe umwickeln
© Eike Krebs

Schritt 1/6: Distanzmuffe umwickeln

Um die neue Fliesenstärke auszugleichen, werden Distanzmuffen mit Hanf und Dichtungsmasse (z. B. Fermit) oder Silikonband eingedreht. Wichtig: Rauen Sie die Messingmuffen mit der Drahtbürste an, bevor Sie das Dichtungsmaterial umwickeln.

Silikon auftragen
© Eike Krebs

Schritt 2/6: Silikon auftragen

Da die Schraubverbindung innerhalb der Wand liegt und man erst sehr spät bemerkt, wenn die Verbindung undicht ist, empfehlen wir zusätzlich, noch einen Wulst Silikon um die Verbindungsstelle zu legen.

Eckventile umwickeln
© Eike Krebs

Schritt 3/6: Eckventile umwickeln

Die neuen Eckventile werden ebenso mit Dichtungsband eingedreht.

Waschbecken aufsetzen
© Eike Krebs

Schritt 4/6: Waschbecken aufsetzen

Nun das Waschbecken auf die Stockschrauben in der Wand setzen.

Waschbecken festziehen
© Eike Krebs

Schritt 5/6: Waschbecken festziehen

Unterlegscheiben aufschieben und alles mit den Muttern festziehen.

Anschlussfuge ausspritzen
© Eike Krebs

Schritt 6/6: Anschlussfuge ausspritzen

Die Anschlussfuge zwischen Waschbecken und Wand mit Bad-Silikon ausspritzen und mit einem Fugenwerkzeug glatt ziehen.

8. Waschtischbefestigung

Waschtischbefestigung
Fliese durchbohren
© Jalag

Schritt 1/4: Fliese durchbohren

Es kommt vor, dass die alten Befestigungsschrauben nicht mit den Löchern des neuen Waschbeckens übereinstimmen. Dann müssen die Befestigungen neu gesetzt werden: Kleben Sie einen Streifen Malerband auf die Fliesen, und zeichnen Sie die Bohrpunkte an. Das Malerband wird verhindern, dass Sie mit dem Bohrer abrutschen und die Fliesen zerkratzen. Dann das Schlagwerk der Bohrmaschine abschalten und vorsichtig die Fliese durchbohren. Ist die Fliese durchbohrt, wird das Schlagwerk wieder zugeschaltet.

Dübel einsetzen
© Jalag

Schritt 2/4: Dübel einsetzen

Um einen Waschtisch sicher anzuhängen, benötigen Sie einen Dübel, der auf die Wand abgestimmt ist. Ein Universaldübel wie hier würde z. B. in einem Hohllochziegel oder in Leichtbauwänden nicht halten.

Schraube eindrehen
© Jalag

Schritt 3/4: Schraube eindrehen

Mit zwei gekonterten Muttern wird die Schraube in den Dübel gedreht.

Waschtisch aufschieben
© Jalag

Schritt 4/4: Waschtisch aufschieben

Den Waschtisch aufschieben, die Distanzhülse einschieben und alles festziehen.

9. Waschbecken: neue Armatur montieren

Eine Armatur ist in Windeseile ausgetauscht, ist sie doch nur mit einer Mutter von der Unterseite befestigt. Bei dem Designsiphon muss allerdings noch ein Rohr gekürzt werden, was aber keine schwierige Aufgabe ist. Der verwendete Waschtisch stammt übrigens aus dem Max Bahr-Baumarkt und wird dort als Waschtisch-Set für 149 Euro verkauft. Es besteht aus Waschtisch, Armatur und einfachem Siphon. Der gezeigte Designsiphon rechts kostet 30 Euro (auch von Max Bahr).

Armatur und Siphon sicher anbringen
Armatur befestigen
© Eike Krebs

Schritt 1/8: Armatur befestigen

Die Armatur durch die Waschtischöffnung schieben und von der Unterseite mit dem beiliegenden Befestigunsmaterial festziehen.

Flexschläuche anziehen
© Eike Krebs

Schritt 2/8: Flexschläuche anziehen

Die metallenen Flexschläuche mit den Quetschverschraubungen auf die Eckventile drehen und mit einem Schraubenschlüssel anziehen.

Ablaufgarnitur montieren
© Eike Krebs

Schritt 3/8: Ablaufgarnitur montieren

Die komplette Ablaufgarnitur mit Dichtungsring montieren.

Geruchsverschluss messen
© Eike Krebs

Schritt 4/8: Geruchsverschluss messen

Geruchverschluss anhalten und Maß nehmen.

Geruchsverschluss absägen
© Eike Krebs

Schritt 5/8: Geruchsverschluss absägen

Das Rohr des Geruchverschlusses mit Malerband umkleben, damit es beim Sägen nicht aus Versehen zerkratzt, und mit einer Eisensäge mit neuem (!) Sägeblatt absägen sowie anschließend entgraten.

Gummidichtung einlegen
© Eike Krebs

Schritt 6/8: Gummidichtung einlegen

Die Gummidichtungen einlegen und nun alles gut verschrauben.

Geruchsverschluss verschrauben
© Eike Krebs

Schritt 7/8: Geruchsverschluss verschrauben

Benutzen Sie zum Festschrauben kein Werkzeug, sondern ziehen Sie die Rändelmuttern mit der Hand an.

Fertiges Waschbecken
© Eike Krebs

Schritt 8/8: Fertiges Waschbecken

Früher braun, jetzt zeitlos weiß.

10. Silikonfugen erneuern

Eine Silikonfuge, die von Schimmel befallen oder hart geworden ist und reißt, muss erneuert werden. Die wichtigste Voraussetzung für eine neue, dauerhafte Fugendichtung ist ein geeignetes Silikon. Gerade im Bad muss es fungizid (pilztötend) sein. Eine Fuge reißt auch, wenn sich ein Haus "setzt", sich also in sich bewegt. Dann entstehen sehr große Fugenrisse. Diese Risse verfüllt man dann mit einer Hinterfüllschnur aus weichem Schaumstoff und versiegelt anschließend alles wieder.

Eine neue Dichtung bitte!
Schimmelvernichter
© Chris Lambertsen

Schritt 1/8: Schimmelvernichter

Ein Schimmelvernichter kann ein Schimmelproblem in der Anfangsphase noch in den Griff bekommen.

Fuge herausschneiden
© Chris Lambertsen

Schritt 2/8: Fuge herausschneiden

Bei stärkerem Befall aber muss die Fuge erneuert werden. Dazu mit dem Messer oder dem sogenannten Fugenhai die Fuge herausschneiden.

Silikonentferner auftragen
© Chris Lambertsen

Schritt 3/8: Silikonentferner auftragen

Silikonreste werden mit einem Silikonentferner angelöst und abgewischt.

Malerband aufkleben
© Chris Lambertsen

Schritt 4/8: Malerband aufkleben

Für eine gleichmäßige Fugenbreite kleben Sie links wie rechts Malerband neben den Fugenspalt.

Fliesenrand vorstreichen
© Chris Lambertsen

Schritt 5/8: Fliesenrand vorstreichen

Poröse Fliesenränder werden mit einem Primer (z. B. Lugato-"Wie Gummi"-Voranstrich) vorgestrichen.

Fuge ausspritzen
© Chris Lambertsen

Schritt 6/8: Fuge ausspritzen

Die Fuge mit Silikon ausspritzen. Dabei sollte eine deutlich nach außen gewölbte Silikonraupe entstehen.

Silikon abnehmen
© Chris Lambertsen

Schritt 7/8: Silikon abnehmen

Das Silikon mit einem gerundeten Fugenwerkzeug abnehmen.

Malerband entfernen
© Chris Lambertsen

Schritt 8/8: Malerband entfernen

Das Malerband entfernen.

Tipp: Um Fugen zu säubern, kann man bei geringer Verschmutzung auf ein altes Hausmittel zurückgreifen. Dazu lauwarmes Wasser mit Backpulver vermischen, auftragen, einige Stunden einwirken lassen und dann kräftig abspülen.

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