Grillen

Grillkamin im Garten bauen

Ein schöner Platz für Grill und Kaminfeuer im Garten ist schnell gebaut: Schritt für Schritt zum Grillkamin.

 
Ein Grillkamin im Garten sorgt für gesellige Stunden. © Jalag/Michael Holz
Ein Grillkamin im Garten sorgt für gesellige Stunden.

An lauen Sommerabenden möglichst lange draußen zu sitzen, gemütlich und mit einem leckeren Steak auf dem Rost – darauf freut man sich den ganzen Winter.

Glücklich, wer da nicht jedes Mal wieder den (meist unvollständigen) Billiggrill auf drei Beinen samt rostigem Zubehör auspacken muss, sondern es sich an einem schönen Grillkamin gemütlich machen kann.

Grillkamin aus dem Baumarkt

Bausätze für Grillkamine bekommen Sie in jedem Baumarkt. Die Konstruktion und das Material sind in fast allen Fällen gleich, in der Regel müssen Sie dabei lediglich Fertigteile aus Leichtbeton aufeinandersetzen und verkleben.

Dabei ist der Begriff Leichtbeton etwas irreführend. Die über zwei Meter hohen Grillkamine wiegen rund 400 bis 500 Kilo. Das bedeutet, dass auch die größeren Einzelteile ein ordentliches Gewicht haben. Vorsicht also beim Transport. Ein kräftiger Helfer ist auch beim Aufbau sehr hilfreich, vor allem, weil man die unhandlichen Teile millimetergenau ausrichten muss.

Bei der Suche nach dem richtigen Standort muss man darauf achten, dass die Öffnung des Feuerraums nicht in Richtung der Sitzplätze zeigt. Durch die abgestrahlte Hitze und eventuellen Funkenflug kann es auch in einigem Abstand noch recht ungemütlich werden.

Grillkamin selber machen: Anleitung

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So einen Grillkamin-Bausatz bekommen Sie schon für rund 200 Euro im Baumarkt. Mitgeliefert werden alle Betonbauteile und der Grillrost. Mörtel und Farbe kosten extra.

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Das Wichtigste zuerst: Für das Fundament heben Sie ein 10 bis 15 cm tiefes Loch aus, füllen es mit Verlegesand. Den verdichten Sie am besten mit einem Handstampfer (kann man mieten) und legen zwei 50 x 50 cm große Gehwegplatten in Waage nebeneinander aus.

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Stellen Sie das Holzlager-Element mittig auf die Platten, und richten Sie es ebenfalls waagerecht aus. Eine Befestigung ist nicht nötig.

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Auch die schwere Simsplatte legen Sie nur trocken auf und richten sie mittig aus.

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Das Feuerraumteil stellen Sie mit seinen Seitenwänden genau über die Seitenwände des Holzlagerteils. Richten Sie die genuteten Seitenwände so aus, …

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… dass Sie genug Abstand haben, um den Grillrost problemlos einschieben zu können.

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Das nächste Teil, die Haube, wird mit dem Feuerraumteil „verklebt“. Dafür muss man einen Schamottemörtel verwenden.

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Auch der „Schornstein“ wird vermörtelt. Zeitungspapier im Feuerraum verhindert Flecke durch Mörtelkleckse.

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Als Letztes folgt die Schornstein-Abdeckung, die Sie ebenfalls vermörteln. Lassen Sie den Grillkamin etwa einen Tag lang aushärten.

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Wenn Sie das Betongrau des Kamins nicht mögen, ist ein weißer Rollputz das Mittel der Wahl. Er verdeckt die grobe Betonstruktur und gibt dem Ganzen eine edlere und freundlichere Anmutung. Wichtig ist die satte Vorbehandlung mit einem Tiefgrund, der das Saugverhalten der Steine reguliert. Dabei sollte man den Feuerraum aber aussparen.

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Danach sollte man eine weiße Grundierung auftragen. Dadurch wird der folgende Rollputz besser decken und das Ergebnis garantiert nicht scheckig.

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Dann folgt der feine Rollputz. Mit ihm kann man auch kleine Unregelmäßigkeiten an den Kanten ausspachteln.

Grillkamin im Garten: Oder doch lieber selbst gebaut?

Natürlich müssen Sie nicht zwangsweise auf einen Fertigbausatz aus dem Baumarkt zurückgreifen. Mit ein wenig Fantasie und handwerklichem Geschick lassen sich die verschiedensten Grills bauen.

 

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