Terrassenbox

Aufbewahrungsbox für die Terrasse

Diese Aufbewahrungsbox für den Garten und die Terrasse ist stabil, bietet viel Stauraum und ist dank passgenauem Zinndeckel besonders wetterfest. Hier kommt die Bauanleitung!

Terrassenbox bauen
Diese selbstgebaute Terrassenbox bewahrt Spielzeug, Kissen und mehr sicher und wetterfest auf.© Hans Juhl/Lasse Hansen/Rune Michaelsen

Aufbewahrungskisten für die Terrasse sind praktisch, halten aber in der Regel nicht lange. Diese Erfahrung haben viele von uns mit Gartenboxen aus dem Baumarkt gemacht, die oft schon  nach dem ersten Winter undicht und wackelig werden.

Aufbewahrungsbox für die Terrasse

Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, die perfekte Kissen- und Aufbewahrungsbox für die Terrasse selbst zu bauen. Entstanden ist eine Kiste, die robust ist und ohne Probleme Herbst und Winterwetter aushalten kann. Zudem ist sie einfach zu bauen und das Material nicht zu teuer.

Einen besonderen Kniff haben wir uns für den Deckel der Aufbewahrungsbox ausgedacht: Damit er dicht schließt und haltbar ist, haben wir ihn mit einem Zinkblech abgedeckt. Dieses wurde nach unseren Wünschen von einem Klempner angefertigt.

Tipp: Auch fertig gekaufte Gartenboxen können Sie mit einem eigens zugeschnittenen Blech gegen Wind und Wetter absichern.

Fertig zugeschnitten und mit einem umlaufenden Rand versehen, muss man das Zinkblech dann nur noch auf der Sperrholzplatte des Deckels anbringen.

Material:

Terrassendielen 20 x 95 mm: 10x Bretter à 100 cm und 10x Bretter à 35 cm

Wasserfeste Sperrholzplatten 12 mm für Deckel 110 x 45 cm und Boden 90 x 38,5 cm; im Baumarkt zuschneiden lassen

Balken 100 x 100 mm für 4x Eckstützen à 60 cm

Zinkblech 0,6 mm dick, 112,5 x 47,5 cm (umlaufend mit 12 mm gebogenem Rand)

Montagekleber, 2x Scharniere 50 x 20 mm, Edelstahlschrauben 4 x 40 mm, Grundierung und Holzschutzmittel

Werkzeug:

Bitaufsatz
Bleistift
Bohrschrauber
Handkreissäge
Holzbohrer 3,5 mm
Kappsäge
Klüpfel
Pinsel
Zimmermannswinkel
Zollstock

Vorbereitung der Teile

Zunächst beginnt man mit dem Zuschneiden aller Teile: Während des Sägens alles probeweise zusammenstecken – so kann man bei Bedarf nachkorrigieren. Die Eckstützen entstehen aus einem quadratischen Balken (100 x 100 cm), dem an zwei Seiten je ein längliches Teilstück entfernt wird.

Tipp: Erst die Längsschnitte (3 und 5 cm) sägen, dann den Balken auf 60 cm ablängen.

Vorbereitung der Teile
Holz zusägen
© Hans Juhl/Lasse Hansen/Rune Michaelsen

Schritt 1/4: Längsstücke entfernen

Damit die Form der Eckstützen entsteht, entfernt man am Balken zwei Längsstücke: Diese Stücke sind 5 cm breit, 3 cm tief und gehen über die gesamte Länge.

Teilstücke aufbewahren
© Hans Juhl/Lasse Hansen/Rune Michaelsen

Schritt 2/4: Eckstützen zuschneiden

Die herausgeschnittenen Teilstücke für später aufbewahren. Schneiden Sie die Eckstütze der Länge (60 cm) nach zu.

Tipp: Verwenden Sie dazu eine Tischsäge mit Endanschlag. Wenn Sie eine Handsäge verwenden, achten Sie besonders darauf, exakt und rechtwinklig zu sägen.
Löcher bohren
© Hans Juhl/Lasse Hansen/Rune Michaelsen

Schritt 3/4: Seitenbretter zuschneiden

Die Seitenbretter (100 cm lang und 35 cm lang) zuschneiden. An den Enden (3 cm vor der Kante) je zwei Löcher mit einem 3,5-mm-Bohrer bohren.

Tipp: Eines der kürzeren Stücke genau ausmessen und als Schablone über die anderen halten.
Holzschutzfarbe auftragen
© Hans Juhl/Lasse Hansen/Rune Michaelsen

Schritt 4/4: Grundierung und Holzschutz

Nach dem Zuschnitt werden alle Teile mit Grundierung und Holzschutzfarbe angestrichen. Sie können natürlich auch warten, bis die Box zusammengebaut ist, aber dann wird die Malerarbeit schwieriger und weniger gründlich.

 

Montage der Aufbewahrungsbox

Wenn Boden und Deckel bereits im Baumarkt zugeschnitten wurden, das Zinkblech beim Klempner angefertigt und die Farbe an allen Teilen getrocknet ist, brauchen Sie jetzt nur noch alle Teile wie einen Bausatz zusammenzusetzen.

Montage der Box
Wenn Boden und Deckel bereits im Baumarkt zugeschnitten wurden, das Zinkblech beim Klempner angefertigt und die Farbe an allen Teilen getrocknet ist, brauchen Sie jetzt nur noch alle Teile wie einen Bausatz zusammenzusetzen.
Kontrollieren und festschrauben
© Hans Juhl/Lasse Hansen/Rune Michaelsen

Schritt 1/4: Kontrollieren und festschrauben

Auch an den Längsseiten mit dem oberen Brett (B) beginnen, dann das unterste und am Schluss die mittleren Bretter mit je einer Schraube pro Seite befestigen. Kontrollieren und festschrauben.

Winkel überprüfen
© Hans Juhl/Lasse Hansen/Rune Michaelsen

Schritt 2/4: Winkel überprüfen

Mit einen Zimmermannswinkel die rechten Winkel überprüfen. Vorsichtig mit dem Klüpfel (oder Hammer mit Zulagebrett) zurechtklopfen. Anschließend die fehlenden Schrauben einsetzen.

Bretter ausrichten
© Hans Juhl/Lasse Hansen/Rune Michaelsen

Schritt 3/4: Bretter ausrichten

Drei Bretter dazwischen auflegen und ausrichten. Da Terrassendielen oft in der Breite leicht variieren, ist es besonders bei wenigen Brettern wichtig, den Abstand nach Augenmaß zu verteilen.

Bretter befestigen
© Hans Juhl/Lasse Hansen/Rune Michaelsen

Schritt 4/4: Bretter befestigen

Die Eckstützen (A) auf eine ebene Fläche legen, das obere Brett (C) mit einer Schraube je Seite befestigen. Vom unteren Ende 11 cm messen und das zweite Brett mit einer Schraube befestigen.

 

Die Bodenplatte für die Gartenbox einsetzen

Aus den Abfallstücken der Eckstützen (3 x 5 cm) werden die Ablageleisten für die Bodenplatte. Dazu die Leisten halbieren und auf die Maße 2,5 x 3 x 85 cm zuschneiden. Die Leisten je an einer Seite an den Brettern der Längsseiten anbringen, damit sie dort die Bodenplatte halten.

Wird die Aufbewahrungsbox starker Feuchtigkeit ausgesetzt, sollte auch der Boden mit Holzschutz behandelt werden.

Die Bodenplatte einsetzen
Ecken zusägen
© Hans Juhl/Lasse Hansen/Rune Michaelsen

Schritt 1/3: Ecken zusägen

Die Ecken (75 x 75 mm) der Bodenplatte für die Eckstützen aussägen. Je nach Stützenmaß den Ausschnitt anpassen.

Leisten verschrauben
© Hans Juhl/Lasse Hansen/Rune Michaelsen

Schritt 2/3: Leisten verschrauben

Die Leisten so an den unteren Brettern verschrauben (4 x 40 mm), dass sie mit der Unterkante abschließen.

Löcher vorbohren
© Hans Juhl/Lasse Hansen/Rune Michaelsen

Schritt 3/3: Löcher vorbohren

Mit dem 3,5-mm-Bohrer Löcher vorbohren. Eine Schraube kommt in der Mitte und je eine 10 cm von den Enden entfernt.

 

Deckel der Aufbewahrungsbox befestigen

Ein entscheidendes Element der robusten und wetterfesten Box ist der Zinkdeckel. Zink kann bis zu 100 Jahre überdauern und wird mit Sicherheit das Wasser fernhalten. Wir haben einen Klempner gebeten, uns eine Zinkplatte zuzuschneiden sowie die Kanten zu biegen und zu verlöten.

Die Zinkplatte muss exakt über den Sperrholzdeckel passen. Vor dem Verkleben ausprobieren!  Sind die beiden Teile verklebt, lässt man den Kleber trocknen.

Deckel befestigen
Fertige Terrassenbox
© Hans Juhl/Lasse Hansen/Rune Michaelsen

Schritt 1/4: Fertig!

Nun ist die Aufbewahrungsbox bereit: Entweder für Kissen oder für Rollschuhe, Federballschläger und andere Sommerspielzeuge für Kinder.

Scharniere an der Box verschrauben
© Hans Juhl/Lasse Hansen/Rune Michaelsen

Schritt 2/4: Scharniere an der Box verschrauben

Zum Verschrauben der Scharniere an der Box brauchen Sie einen Helfer, der den Deckel hält. Sollte der Deckel störend auf den Eckstützen aufstehen, schleift man deren Oberkante etwas ab.

Scharniere befestigen
© Hans Juhl/Lasse Hansen/Rune Michaelsen

Schritt 3/4: Scharniere am Deckel befestigen

Die beiden Scharniere (50 x 20 mm) zuerst am Deckel festschrauben. Die Scharniere werden 3 mm von der Längsseite und 15 cm von den Endkanten entfernt verschraubt.

Montagekleber aufbringen
© Hans Juhl/Lasse Hansen/Rune Michaelsen

Schritt 4/4: Zinkplatte aufkleben

Testen Sie, ob das Blech auf den Deckel passt. Montagekleber auf den Deckel aufbringen. Tipp: Vor dem Verkleben die Holzkanten mit Klarlack versiegeln, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen.

Tipp: Wenn Sie eine längere oder breitere Box benötigen, empfiehlt es sich, in der Mitte jeder Längsseite eine senkrechte Stützleiste anzubringen, um die Box zu stabilisieren.

Im Freien gelagerte Kissen sind bei wechselnden Witterungs- und Temperaturbedingungen stets Feuchtigkeit ausgesetzt. Mit Luftspalten zwischen den Brettern kann die Feuchtigkeit verdunsten. Wenn Sie die Kissen vor eventuellem Sturzregen schützen möchten, können Sie die Box innen zusätzlich mit einem Unkrautvlies auskleiden.

Text: Mirjam Löw

Zum Weiterlesen: So bauen Sie Balkonmöbel selbst!

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