Rote Oase im grünen Bereich

Miniteiche auf der Terrasse

Nehmen Sie Platz am Wasser! Unser Vorschlag eines Mini-Teichs bietet sich als Terrassenerweiterung oder Neuanlage an. In nur wenigen Schritten erhalten Sie einen Eye-Catcher.

Terrasse mit Miniteichen
Terrasse mit Miniteichen© Bordes

Keine Sorge, Sie werden nicht untergehen, wenn Sie so nah am Wasser bauen. Die kleinen Becken mit Schwimm- und Sumpfpflanzen sind gerade mal 30 cm tief. Das reicht zwar nicht zum Schwimmen, aber bei etwa 10 Euro pro "Wasserbeet” (schlichte Mörtelwannen aus dem Baumarkt) droht auch kein finanzieller Untergang, wenn Sie unsere Idee aufgreifen. Also freuen Sie sich einfach auf ein neues Projekt im Garten, erweitern Sie Ihre Terrasse um eine kleine Attraktion oder bauen Sie komplett neu. Wir zeigen Ihnen, wie es bei einer gepflasterten Terrasse funktioniert. Denkbar sind aber auch Varianten mit Terrassenplatten oder mit Gartendielen aus Holz.

Ganz wichtig ist in jedem Fall eine solide, tragfähige Unterkonstruktion, die nicht nur den Rahmen für die Mörtelwannen liefert, sondern auch in der Ausrichtung und Höhe mit der Terrasse abgestimmt sein muss. Dabei gilt es, die Stein-, Platten- oder Brettmaße zu berücksichtigen, damit die kleine Teichanlage nicht aus dem Raster fällt. Bei einer Neuanlage darf das leichte Gefälle nicht vergessen werden, das dafür sorgt, Regenwasser vom Haus abzuleiten.

© Selbermachen

Das Material für den Unterbau: Die klassischen 25 x 100 cm großen, 5 cm dicken Rasenbordsteine mit Nut und Feder gibt es im Baustoffhandel und in Baumärkten. Die T-förmigen Vielzweckbordsteine können Sie unter anderem über den Online-Shop von BSB Brinkmann beziehen.

Miniteiche anlegen: Stützwände im Trockenbau

Sie brauchen zwar Mörtelwannen für unsere Bauidee, Maurer müssen Sie aber nicht sein. Denn die Wannen dienen ja als Teichbecken, und Mörtel wird nur für die Klinkersteine benötigt, die den Rand von Terrasse und Beeten bilden. Die Stützwände setzt man trocken ein.

Nach dem Verfüllen drückt seitlich das Erdreich auf die Rasenbordsteine, und innen werden sie von den T-förmigen Vielzweckbordsteinen gehalten, die paarweise aufgestellt sind. Daraus ergibt sich ein Abstandsmaß von etwa 47 cm, das dem Außenmaß der Becken entspricht. Bei den Mörtelwannnen müssen lediglich die außen überstehenden Griffe mit einem Cutter abgeschnitten werden, dann passt’s.

In der anderen Richtung beträgt der Abstand der Wände 80 cm. Die Wannen sind zwar etwas kürzer, der Rand aus den aufgelegten Klinker ragt aber ein wenig über und gibt auf Grund des Steinmaßes von 20 x 10 x 5,2 cm das 10/20-cm-Raster vor.

Je nach verwendetem Material müssen Sie sich aber einen eigenen Plan machen. Überprüfen Sie dazu unbedingt die Maße Ihrer Pflastersteine (probeweise im Verband auslegen und eventuell Fugen berücksichtigen). Auch bei einer Holzkonstruktion können die tatsächlichen Brettbreiten von den Angaben im Prospekt oder Baumarkt abweichen.

Und noch ein Tipp: Rechnen und messen Sie lieber einmal mehr. Exakte Planung und präzises Arbeiten ist bei diesem Projekt das Wichtigste. Halten Sie die richtigen Abstände und Winkel zur Terrasse ein und berücksichtigen Sie beim Ausmessen des Niveaus, dass im Bereich der Becken der Mörtel noch aufträgt. Der Rahmen aus Betonplatten muss zentimetergenau ausgerichtet sein, damit es beim Verlegen der Pflasterklinker keine Probleme mit falschen Abständen gibt.

Miniteich auf der Terrasse bauen: Anleitung

Miniteiche bauen
Terrassenbegrenzung
© Bordes

Schritt 1/17: Terrassenbegrenzung

Als Terrassenbegrenzung zum Garten werden 1 m lange Rasenbordsteine parallel zur Hauswand eingegraben. Die runde Kante nach unten.

Wurzelsperre
© Bordes

Schritt 2/17: Wurzelsperre

Beete innerhalb der Terrasse erhalten eine Wurzelsperre aus Kunststoff.

Rahmen der Mörtelwannen
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Schritt 3/17: Rahmen der Mörtelwannen

Für die Rahmen der Mörtelwannen (s. Zeichnungen) werden die T-förmigen Vielzweckbordsteine eingesetzt. Ihre Oberkanten sollen exakt 5 cm höher sein als die zuvor eingebauten Rasenkanten, um dann mit einer flach als Mähkante aufgelegten Platte bündig abzuschließen.

Bordsteine ausrichten
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Schritt 4/17: Bordsteine ausrichten

Die Vielzweckbordsteine rechtwinklig zur Hauswand mit leichten Gefälle zum Garten ausrichten.

Zwischenwand aufdoppeln
© Bordes

Schritt 5/17: Zwischenwand aufdoppeln

Damit die Pflastersteine später genügen Auflagefläche erhalten und damit das Verlegeraster aufgeht, wird die lange Zwischenwand zwischen zwei Becken aufgedoppelt. Die Höhe der Vielzweckbordsteine erreicht man, indem man die Zwischenwand mit 12 cm hohen Steinen unterfüttert.

Verlegesand einfüllen
© Bordes

Schritt 6/17: Verlegesand einfüllen

Mit Verlegesand wird das Bett für die Mörtelwannen bereitet. Verdichten, glatt ziehen, die Höhe (30 cm bis zum Rand) kontrollieren. Wanne probeweise einsetzten und mit Wasser befüllen.

Sand verdichten
© Bordes

Schritt 7/17: Sand verdichten

Im gesamten Bereich der Terrasse Sand einbringen und verdichten.

Mähkante ausrichten
© Bordes

Schritt 8/17: Mähkante ausrichten

Auch die Mähkante wird im Sandbett ausgerichtet, bevor ...

Platte und Steine anfeuchten
© Bordes

Schritt 9/17: Platte und Steine anfeuchten

. . . die Pflasterrandsteine mit Fertigmörtel darauf kommen. Dazu Platte und Steine anfeuchten.

Steine klopfen
© Bordes

Schritt 10/17: Steine klopfen

Klinker auflegen, ausrichten und festklopfen – mit leichtem Überstand zum Haus, damit es mit dem Verlegemuster an den Becken übereinstimmt.

Becken
© Bordes

Schritt 11/17: Becken

Alle Klinker, die nicht im Verband liegen, werden mit Mörtel festgesetzt. Ausnahme: der Steg auf den schmalen Kanten zwischen den Becken (s. kleine Zeichnung).

Steine festklopfen
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Schritt 12/17: Steine festklopfen

Immer Richtung und Gefälle überprüfen.

Randsteine setzen
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Schritt 13/17: Randsteine setzen

Randsteine setzen. Richtung und Gefälle überprüfen.

Sandbett abziehen
© Bordes

Schritt 14/17: Sandbett abziehen

Wenn die Randsteine fest liegen, kann die Terrassenfläche gepflastert werden. Dazu das verdichtete Sandbett per Richtscheit oder Brett und Wasserwaage gleichmäßig glatt abziehen. Niveauhöhe und Gefälle einhalten.

Pflastersteine setzen
© Bordes

Schritt 15/17: Pflastersteine setzen

Die Pflastersteine gerade von oben einsetzen. Weder kippen noch schieben, sonst leidet das Sandbett. Möglichst wenig Kreuzfugen setzen, um einen festen Verbund zu erzielen.

Terrasse festklopfen
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Schritt 16/17: Terrasse festklopfen

Mit einem Klopfholz die verlegte Pflasterfläche einebnen.

Einschlämmen
© Bordes

Schritt 17/17: Einschlämmen

Sand in die Fugen fegen und mit Wasser einschlämmen.

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